Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Hier können eigene Artweaver Materialien veröffentlicht und gedownloadet werden - Here you can publish custom Artweaver materials and download them.
Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Do Okt 31, 2013 8:10 pm

Hallo liebe AW-anwender,

man könnte sagen, Bildstempel sind nicht gleich Bildstempel, denn auch animierte Pinsel sind letztlich nur Bildstempel, aber schon deutlich anspruchsvoller und brauchbarer als ein bloßer bunter "Dap" in Reihe mit etlichen Duplikaten oder in Reihe mit noch ein paar anderen bunten Daps. Das Bildstempel-werkzeug in AWFree und Plus kann ein besonders mal-mächtiges Werkzeug sein, wenn man genau weiß, wie es funktioniert und wenn man sich auch keinen größeren Hindernissen mehr gegenübergestellt sieht, sobald es darum geht, besonders ausgetüftelte Bildfolgen zugunsten "animierter Pinsel" zu erstellen.

Obwohl die Bildstempelwiedergabe in AW vielfarbig ist und mehrfarbige Daps oder Pinselstriche erlaubt, besteht die Mächtigkeit dieses Werkzeugs ja weniger darin, bunte Striche zu ziehen, als vielmehr in der Option, eine ganze Reihe verschiedener Bildstempel in unmittelbarer Folge wiedergeben zu können, denn erst über dies ist es möglich, "animierte" Pinsel herzustellen und diese "Animation" auch sehr detailiert vorzuschreiben. Dabei können nebst Färbung sowohl die Form, als auch die Größe und Position eines mehrfarbigen Bildteils (Daps / Stempels) animiert werden, und zwar alle vier Eigenschaften zugleich und voneinander ganz unabhängig (bzw. "asynchron"). Eine nicht ganz tiefliegende Hürde unter den erwähnten Hindernissen ist dabei die Anfertigung von Layouts mit mehr als 12, 16 oder 40 Frames, denn erst ab da wird's besonders interessant, aber zugleich auch eine Auseinandersetzung mit Artweavers spezieller Bildstempel-aufnahme-technik.

Die Fertigung zahlreicher, "choreografisch" aufeinander abgestimmter Bildstempel ist freilich nochmal ein Kapitel für sich, aber all das beginnt erst mal mit der Frage, wie groß diese Stempel sein dürfen, und wie sie angeordnet sein müssen, damit sie von Artweaver genau so aufgenommen / wiedergegeben werden, wie erwünscht und geplant.

4000 x 4000 px (in AWFree = 2000 x 2000 px) beträgt derzeit die maximale Aufnahmegröße für Bildstempel, wobei dessen Unterteilung in maximal 20 x 20 (= 400) Frames nur noch eine andere Obergrenze, aber ebenfalls keine Vorschrift darstellt. Möglich sind natürlich auch 16, 27 oder 100 Frames in den Größen 288, 120, ... oder 343 px, doch da beginnt es schon ebenso kompliziert wie unübersichtlich zu werden - vor allem wenn man erst dann nachzurechnen beginnt, wenn man die Stempel gewisser Größe oder Auflösung schon vorproduziert hat. Besser ist es in diesem Falle, umgekehrt vorzugehen: Erst alle möglichen und infragekommenden "Layouts" aufzustellen, sich daraus ein passendes auszusuchen, und dann erst die nötigen Thumbs in entsprechender Größe editiert. Dabei sind Stückzahlen, Abmessungen und Layouts denkbar, welche die maximale Aufnahmegröße entweder ebenso optimal wie "restlos" ausnutzen, aber auch solche, die selbst nach Zusammenstellung (Montage) aller erforderlichen Frames nicht mal nur annähernd diese maximale Größe erreichen.

Die maximale Aufnahmegröße (4000 x 4000) geteilt durch beispielsweise 7 x 5 (= 35) Frames in horizontaler und vertikaler Reihe ergäbe eine Framegröße von 571 x 800 px (4000:7 / 4000:5). Der Platz wäre diesenfalls perfekt ausgenutzt, weil so die Stempel auch im Einzelnen in größtmöglicher Auflösung aufgenommen worden wären. Um noch wesentlich mehr Bildstempel auf gleicher Billdfläche unterzubringen, müßten auch schon wesentlich kleinere Einzelbilder, beziehungsweise kleinere Frames gewählt werden, wofür nicht gerade unendlich viele Möglichkeiten parat stehen, sofern dieser immer gleichbleibend begrenzte Platz auch immer bestmöglich ausgenutzt sein sollte. In Frage kommen da erst mal nur die Quotienten 4000/2, 4000/3, 4000/4 bis hin zu 4000/20 als mögliche Frame-breiten, und dasselbe auch für alle möglichen Höhen der Frames.




Die nachstehende Tabelle zeigt eine vorläufige Auswahl aller QUADRATISCHEN Frames, welche demnächst auch von dieser Forumsseite runtergeladen werden können:


_____________1000 x 1000 px______x 4 Frames = 4000 px____x 2 Frames = 2000 px
_______________900 x 900 px
_______________850 x 850 px
_______________800 x 800 px______x 5 Frames = 4000 px
_______________750 x 750 px
_______________700 x 700 px
_______________666 x 666 px______x 6 Frames = 3996 px____x 3 Frames = 1998 px
_______________600 x 600 px
_______________571 x 571 px______x 7 Frames = 3997 px
_______________550 x 550 px
_______________500 x 500 px______x 8 Frames = 4000 px____x 4 Frames = 2000 px
_______________475 x 475 px
_______________444 x 444 px______x 9 Frames = 3996 px
_______________400 x 400 px_____x 10 Frames = 4000 px____x 5 Frames = 2000 px
_______________375 x 375 px
_______________363 x 363 px_____x 11 Frames = 3993 px
_______________350 x 350 px
_______________333 x 333 px_____x 12 Frames = 3996 px____x 6 Frames = 1998 px
_______________307 x 307 px_____x 13 Frames = 3991 px
_______________285 x 285 px_____x 14 Frames = 3990 px____x 7 Frames = 1995 px
_______________266 x 266 px_____x 15 Frames = 3990 px
_______________250 x 250 px_____x 16 Frames = 4000 px____x 8 Frames = 2000 px
_______________222 x 222 px_____x 18 Frames = 3996 px____x 9 Frames = 1998 px
_______________200 x 200 px_____x 20 Frames = 4000 px___x 10 Frames = 2000 px
_______________181 x 181 px___________________________x 11 Frames = 1991 px
_______________166 x 166 px___________________________x 12 Frames = 1992 px
_______________153 x 153 px___________________________x 13 Frames = 1989 px
_______________142 x 142 px___________________________x 14 Frames = 1988 px
_______________133 x 133 px___________________________x 15 Frames = 1995 px
_______________125 x 125 px___________________________x 16 Frames = 2000 px
_______________110 x 110 px___________________________x 18 Frames = 1990 px
_______________100 x 100 px___________________________x 20 Frames = 2000 px


Nur die orange oder violett markierten Abmessungen nutzen die maximale Aufnahmegröße für Bildstempel bestmöglich aus. Die höchstmögliche Anzahl der Frames in horizontaler oder vertikaler Reihe ist jeweils nachstehend mit angegeben - für AWPlus gelten sowohl die orangefarbenen wie auch die violetten Maßangaben, während für AWFree im gleichen Sinne nur die violetten Maßangaben gelten. Zu Beachten ist jedoch, dass auch AW Plus nur bis zu 20 x 20 Frames für einen Bildstempel generieren kann. Insofern gelten die zuletzt angeführten Layouts nur noch für AW Free, obschon man natürlich auch in AW Plus ganz kleine Frames aufnehmen kann - nur halt nicht mehr so viele, dass auch damit die "4000" voll gemacht werden könnten.

Die Maßangaben in Grau stellen lediglich ein paar "Zwischengrößen" dar, welche das Spektrum einigermaßen sinnvoll ergänzen / erweitern und ebenfalls in Form fertiger, zum Teil sogar schon vormontierter Frames / Layouts runtergeladen werden können. Dasselbe Angebot gilt ebenso für rechteckige (nicht-quadratische) Frames im Seitenverhältniss 2:3, 1:2, 1:3 und 1:4 (später evtl. auch 1:5), wobei die jeweils längere Seite eines Frames genau jenen der quadratischen Frames entspricht, wie sie oben in der Tabelle angegeben sind.

Weitere (Zwischen-) Größen sind nicht erforderlich, da es bei Bildstempeln überhaupt keinen Unterschied macht, ob das Bildobjekt noch gerade so in den Frame hineinpaßt oder zwischen seinen Kontouren und dem Bildrand noch 15 oder 25 px Platz übrig sind.

Die Tabelle braucht ihr euch übrigens NICHT extra von hier rauszukopieren, denn dieselbe ist auch nochmal Bestandteil jeden runterladbaren Zip-ordners, der sämtliche Frames eines bestimmten Formates enthält. "Format" meint diesenfalls das Seitenverhältnis der Frames - also das Format "1:1" (= Quadrat), "2:3", "1:2", "1:3" und "1:4". Insgesamt sind dann also immer 32 Frames samt Tabelle in einem Zip-ordner. Die vormontierten Frames verschiedener Layouts muß ich wegen der entsprechend höheren Dateigröße voraussichtlich separat hochladen - das muß ich aber erst mal ausprobieren ...








Das Bildstempel-aufnahmewerkzeug in Artweaver Plus 4.0:

AW-Bildteilaufnahme-werkzg.PNG
(für eine bessere Ansicht, bitte das Bild kurz mit dem Mauszeiger anklicken!)

Zumindest vorübergehend muß hierzu unbedingt angemerkt werden, dass sich mit dem letzten Upgrade auf AW 4.0 ein kleiner Fehler in das Aufnahmewerkzeug eingeschlichen hat, den Boris aber schon mit dem kommenden Update wieder behoben haben möchte:
Wenn die Frames im Querformat liegen, werden die Bildteile falsch geteilt und beschnitten - außerdem liegt noch eine Verwechslung in der Zählung "horizontal" und "vertikal" angeordneter Frames vor. Letzteres wirk sich jedoch nicht negativ auf die Bildteilaufnahme aus, solange sich daraus nur hochkant stehende Frames ergeben. Um deshalb nicht schon im Vorfeld für Verwirrung zu sorgen, habe ich die Ziffern in den Eingabemasken für "Elemente horizontal" und "Elemente vertikal" miteinander vertauscht - so, als ob diese Fehlanzeige schon korrigiert worden wäre!

Anmerkung des AW-Supports dazu:
Die aktuell angezeigte Zählung wäre entgegen meiner Meinung durchaus korrekt, denn der Ausdruck: "Elemente horizontal" meint die waagerecht liegenden "Zeilen" des Rasters, und der Ausdruck: "Elemente vertikal" zählt sozusagen die "Sparten". Ob und inwiefern auch das noch geändert / verbessert werden sollte, bleibt also eher noch genauer zu überlegen.

Das heißt, insofern wäre meine kleine Korrektur in der Abbildung doch etwas zu voreilig und kaum angebracht. Sofern hier tatsächlich "Zeilen" und "Sparten" gezählt werden, ist die aktuelle Anzeige korrekt - lediglich der Ausdruck "Elemente" ist dann noch etwas "sehr" irreführend, weil das ja in der Regel das "allerkleinste Teil" eines Ganzen meint - diesen Falles also ein "Bild", bzw. einen Frame (dieser Schluß ist außerdem schon deshalb so gut wie zwingend, weil in letzter Instanz ja dennoch "45 Elemente" gezählt werden - 5 und 9 "Elemente" sind aber nicht 45, sondern nur 14 Elemente, also stimmt entweder die eine oder andere Bezeichnung nicht).









Die große Hürde ... etwas kleiner gemacht

Die besondere Schwierigkeit bei der Herstellung animierter Pinsel ist einerseits die Tatsache, dass zunächst mindestens 25, 40 oder gar 100 verschiedene, eventuell ganz präzise aufeinander abgestimmte Bilder (Bildstempel) erstellt werden müssen, - das ist u. U. schon mal ganz ausgesprochen viel Handarbeit - und andererseits ihre mindestens ebenso präzise Anordnung für die "gemeinschafliche" Aufnahme in Artweaver mithilfe der Bildstempel-aufnahmefunktion. Ich denke, das schreckt doch einige Anwender davor ab, auch noch mithilfe dieses Tools besondere "Künststückchen" zu versuchen, denn dabei kann man unter anderem auch folgenden Fehler begehen:

Weil für die Aufnahme alle vorbereiteten Bilder gemeinsam auf einer transparenten Ebene (Farbtiefe 32bit / png od. bmp) vorliegen müssen, ist darauf zu achten, dass sich auf demselben Bild nicht auch noch die Lineatur der "Bildrahmen"oder Frames befindet, da diese ansonsten mit aufgenommen werden würde. Für die Montage aller einzelnen Bilder ist so eine Feldmarkierung aber ganz unerläßlich, da andernfalls die Gefahr bestünde, dass danach nicht alle (transparenten) Bilder auf genauer Position sitzen. Das Problem ist nun nicht immer ganz einfach dadurch zu lösen, indem man die Lineatur bloß auf einer Hintergrundebene anlegt und erst unmittelbar vor der Aufnahme entfernt, denn entfernt oder gelöscht ist sie dann nur "optisch", aber nicht auch "metrisch". Acht oder zehn Frames zu je 200 px Breite und in Reihe kann Artweaver noch ganz ohne Schwierigkeiten durch "8" oder "10" teilen, allerdings nicht mehr ganz so leicht, wenn sich zwischen den Frames noch 7 oder 9 Grenzmarkierungen von je 1 oder 2 px Linienstärke befinden, denn dann ist die Reihe nicht mehr genau 1600 oder 2000 px lang, sondern 1607, beziehungsweise 1614, 2009 oder 2018 px. Ob diese Linien nun noch sichtbar sind oder nicht, spielt dabei keine Rolle, denn wirklich entfernt sind solche erst dann, wenn sie aus der Metrik (d.h. aus den Abmessungen) des "Layouts" entfernt sind. Dasselbe könnte man allerdings auch anders ausdrücken:

Die vermeintlich gelöschten oder unsichtbar gemachten Grenzlinien sollten nach Möglichkeit niemals die Rolle von "Zwischenräumen" übernommen haben, sondern müssen wie wirkliche "Bilderrahmen" jedem einzeln Bild zugewiesen worden sein. Es sollten sich also niemals zwei nebeneinanderliegende Frames dieselbe eine Rahmenleiste teilen müssen, sondern ihren je eigenen und separaten Rahmen besitzen. So ergibt sich mit der Bildmontage schon ganz automatisch immer eine solche Gesamtbreite (oder Höhe), die AW auch ganz glatt (restlos) und ohne Umwege durch die Zahl aller angegebenen Frames teilen kann. Andernfalls nämlich, rundet Artweaver die Gesamtabmessungen stets so weit auf, dass die gewünschte Teilung möglich wird. Jedoch verschieben sich dabei ganz zwangsläufig auch sämtliche Bildmittelpunkte um einen entsprechenden Betrag, wodurch eine besonders genau ermittelte Positionierung schon wieder zunichte gemacht sein kann.

Der optimale Frame, mit dem sich die ganze Problematik elegant umgehen läßt, bildet die Positionsmarken also gleich mit ab, sodaß sie noch mit im selben Bild sind und niemals einen "Zwischenraum" bilden können - egal wieviele Frames man aneinanderhängt. Als bloßer "Lageplan" oder Layout befindet sich dieser ohnehin immer nur auf einer Hintergrundebene, die ganz unmittelbar vor der Bildstempel-aufnahme komplett entfernt wird. Man braucht ihn lediglich zur genauen Positionierung der vielen transparenten Einzelbilder. Übrigens: Eine eventuell mit der transparenten (bildtragenden) Ebene gemeinsam vorliegende Hintergrundebene muß NICHT unbedingt entfernt werden! Artweaver macht auch dann eine völlig korrekte Aufnahme, wenn sich hinter der aufzunehmenden Ebene noch eine andere Ebene (evtl. der Lageplan od. irgendein Hintergrund) befindet. Wichtig ist lediglich, dass die aufzunehmende Ebene markiert ("aktiviert" / ausgewählt) ist.








So sieht ein "mustergültiger" für die Montage vorbereiteter (einzelner) Frame aus:

Abbild Frame 266x266 (200%).PNG

Die Abbildung zeigt das vergrößerte Abbild eines Frames der Größe 266 x 266 px. Das kleine "Korn" in jeder Ecke erleichtert die genaue und fehlerfreie Montage vieler solcher Frames auf einer schon viel größeren, gemeinsamen "Plattform". In der nächsten Abbildung seht ihr den (vergrößerten) Auschnitt aus einer bereits fertigen Montage - zur Abwechslung mal ein nicht-quadratischer Frame. Ebenfalls, seht ihr darauf auch wie die Positionsmarken aneinandergefügt sein müssen, um über die ganze Kolonne hinweg das korrekte Teilungsmaß zu halten. Ein versehentliches Überlappen beim reihenweisen Aneinanderfügen kopierter Frames würde sofort auffallen, weil das Geviert aus Positionsmarken mit verlorenem Korn schon ganz anders aussähe. (Für eine bessere Ansicht bitte die Abbildungen kurz anklicken!)

Layout 3x5 zu 360x120 px.png
Layout 3x5 zu 360x120 px.png (6.93 KiB) 11013 mal betrachtet


Die Zeichnungen im Mittelfeld der Frames dienen lediglich einer besseren Orientierung nach genauem Mittelpunkt oder nach etwaig relevanten Symmetrielinien - eventuell wichtig bei der nachträglichen Einbringung und genaueren Positionierung der Bildchen oder "Thumbs". Die Positionsmarken wirken in diesem speziellen Fall (Seitenverhältnis 1:3) tatsächlich etwas überdimensioniert - das liegt aber auch daran, dass ich für nicht-quadratische Frames dieselben Marken verwende, wie für die quadratischen, vor allem jedoch daran, dass 360x120px noch so ziemlich "winzig" sind. Wem auch noch der harte S/W-kontrast zu stark ist, kann sich die Marken ja noch vor der Montage ganz einfach mit dem Füllwerkzeug umfärben. Einen exakt mittig platzierten "Umkreis" wie in der vorigen Abbildung zu sehen, weisen im übrigen nur die quadratischen Frames auf.

Vorsichtshalber soll auch an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen sein, dass Frames dieser extremen Seitenverhältnisse vom Bildaufnahme-werkzeug derzeit nicht korrekt aufgenommen werden - vor allem nicht in "querlage". Vielleicht funktioniert es ja noch "hochkant", aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Das nächste Udate kann allerdings auch nicht mehr so ganz lang auf sich warten lassen. Zwar hatten wir jetzt erst eines, aber wie ich Boris kenne, hat er diesen Fehler trotzdem noch vor Weihnachten behoben und ein weiteres Update mit der entsprechenden Korrektur nachgereicht.


So - und nu' zum eigentlichen Witz des Ganzen ...

Wenn man so einen Frame und das Layout zum ersten mal sieht, erscheint beides wohl auch noch etwas übertrieben aufwändig - schließlich täten's ja auch schon deutlich einfachere "Rähmchen". Allerdings, sind diese etwas komfortableren Frames jetzt auch alle schon gemacht, weil ich zum einen etliche davon bereits in Vergangenheit selbst benötigt und schon fertiggestellt hatte, diese Frames deshalb auch nur noch um ein paar weitere Modelle erweitern mußte, und zum anderen, weil ich erst kürzlich beschlossen hatte, eben diesen einmaligen Plan zum besonderen Aufwand auch für alle sonst noch infragekommenden Größen und Layouts voll durchzuziehen, um nicht auch weiterhin vor jedem neuen Bildstempel-projekt soviel Zeit mit jedesmal von neuem begonnener Planung, Rechnerei und "Rumfummelei" zu verplemperen. Man verplempert nämlich in der Tat viel mehr Zeit damit, wenn man solche Vorbereitungsarbeiten und alle dazu notwendigen Überlegungen immer wieder von neuem anstellt, also nach verstrichenen Fristen, nach welchen man schon längst wieder vergessen hat, worum es dabei eigentlich geht oder was so im Detail alles zu berücksichtigen war.

Na ja - und getan ist eben getan. Ein-, zwei- oder dreitausend weitere AW-anwender brauchen nun nicht ebenfalls nochmal dieselben Mühen aufbringen und die gleiche Zeit verplempern - immer wieder und jeder für sich - sondern können nun alle fertigen Ergebnisse aus dieser einmaligen Ein-mann-vorleistung ganz bequem vom Forum runterladen. Wen sollte dann noch die vielleicht etwas übertriebene "Aufwändigkeit" diesen oder jenen Frames jucken? Schon in wenigen Tagen habe ich alle nur "erdenklichen" Frames hier hochgeladen, und einige der erwartungsgemäß gebräuchlichsten Vormontagen (Layouts) gleich mit dazu. So viele verschiedene Zusammenstellungen sind es übrigens gar nicht, denn die allerwichtigste Vormontage ist eigentlich immer nur die größtmögliche: "20 x 20 Frames". Liegt die erstmal vor, brauchen alle anderen / kleineren Layouts nur aus einer Kopie der größten ausgeschnitten werden. Erst solche "Extrawürste" wie Vormontagen im Layout 3x5, 4x5 und/oder 7x5 Frames wären der ebenso sinnlose wie überflüssige Luxus zu schimpfen, weil es da in der Tat sehr viele verschiedene Kombinationsmöglichkeiten gibt, aber eben nicht für die eine "Größtmögliche", welche ja alle sonstigen Layouts gleich vollständig mit abdeckt.



In diesem Sinne: "Hau di' nei!" - die ersten Downloads (Frames im Zip-ordner, inkl. Tabelle) werde ich vermutlich schon bis heute Abend oder Nacht gepackt und hochgeladen haben. Die ersten ungleichseitigen Frames werde ich hingegen erst in ein paar Tagen (Wochen) hochladen, denn bis zum Erscheinen des nächsten Updates könntet ihr damit sowieso noch nichts anfangen.

Und keine Sorge - die versprochenen Bildstempel oder "animierten Pinsel" hab ich jetzt nicht etwa vergessen - die kommen schon auch noch. Nur geduld!






Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am So Dez 08, 2013 5:34 am, insgesamt 28-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Mi Nov 06, 2013 12:43 am

Hallo,

hier ist schon mal der erste Ordner mit allen in der Tabelle angeführten QUADRATISCHEN Frames runterzuladen. Die Bezeichnung "1 zu 1" meint das Seitenverhältnis quadratischer Frames. So lautet dann auch der Datei- bzw. Ordnername, denn für diese kann man weder Doppelpunkte noch Schrägstriche verwenden. Bezeichnungen der Art "1:1", "1:2" oder 2:3 sind also auch für die Inhalte aller noch folgenden Downloads leider nicht möglich.


Frames 1 zu 1.zip
Frames in 32 verschiedenen Größen und ihre Vormontagen im Layout 5x5 Frames
(1.16 MiB) 533-mal heruntergeladen



Wegen der hohen Dateigrößen habe ich vorerst mal keine maximal-großen Vormontagen (Layouts 20x20 Frames) mit hochgeladen, sondern alle Vormontierungen ganz einheitlich auf das Layout von 5x5 Frames begrenzt (bzw. auf 4x4 begrenzt für die Frames der Größen 850 x 850 bis 1000 x 1000 px - wegen der maximalen Aufnahmegröße in AW!). Die eventuell benötigten Erweiterungen auf 6x9 oder 8x10 usw. könnt ihr aber auch ganz leicht selbst besorgen - siehe die kurze Anleitung:








Kurze Montage-anleitung zur schnellen Erweiterung des Layouts 5x5 auf größere Layouts (z.Bsp. 5x6, 6x9 oder 10x10 ... Frames)

Zunächst öffnet man das vormontierte Layout von 5x5 Frames in einem Bildbeabeitungsprogramm (auch möglich in Artweaver!), wählt die Montage ganz insgesamt aus (Auswahl > alles auswählen) und kopiert sich den Inhalt der Auswahl in den Zwischenspeicher. Als nächstes ermittelt man die genaue Endgröße des erwünschten Layouts (z.B für 8x8, 9x10 oder 10x14 Frames) und vergrößert dementsprechend die aktuelle "Leinwandgröße" (Canvas / Papierformat) des soeben importierten Layouts (5x5). Bitte nicht verwechseln mit der Option "Bild vergößern" - der Befehl "Leinwand erweitern" fügt dem Bild nur noch weitere (in der Regel weiße od. transparente) Pixel an, also ohne dabei die enthaltenen "Bildobjekte" zu vergrößeren!

Während dieses Schrittes kann man noch vorgeben, in welche Richtung diese Leinwand-erweiterung vorgenommen werden soll. In diesem Falle wählt man "nach rechts und nach unten" (von der linken oberen Ecke aus betrachtet - siehe nachstehende Abbildung der div. "Methoden" in Artweaver / PaintDotNet / Gimp).

Sobald die Leinwand der schon vorliegenden Montage nach rechts und nach unten erweitert worden ist, kann man damit beginnen per copy & paste (bzw. nur noch mit "paste" = "Einfügen") eine Kopie nach der anderen hinzuzufügen bis die komplette Leinwand mit weiteren Frames bedeckt ist (mit dem Befehl "Zwischenablage einfügen" erscheint die Kopie als "schwebende Auswahl" über dem Dokument und kann mit niedergedrückter linker Maustaste an die gewünschte Position gezogen werden - fixiert wird der eingefügte Inhalt mit dem Befehl "Auswahl aufheben" ...). Es ist also nicht nötig, erst die Auswahl auf den noch übrigen Leinwandrest zuzuschneiden, denn der Beschnitt erfolgt auch vollautomatisch, wenn die Auswahl über die Leinwandgröße hinausragt. Macht euch also bloß nicht auch noch die völlig unnötige Arbeit, mit einzelnen Frames zu hantieren, falls zufälligerweise nur noch ein Frame bis zum Rand der Leinwand fehlt, denn man kann da gerade ebensogut auch noch ein Layout von 5x5 Frames drüberlegen. Was übersteht fällt ganz von selbst weg, und außerdem ist es ja auch möglich, schon eingefügte Frames mit Frames der nächsten Kopie zu überdecken. Es sind ja sowieso nur exakte "Duplikationen" - da macht es also nichts, schon montierte Frames nochmal mit denselben (überschüssigen) Frames zu belegen. Jedenfalls geht das so oder so immer wesentlich schneller, als dieselbe Hantierung mit einzelnen Frames oder erst extra zugeschnittenen Layouts.

Für die Endkontrolle braucht ihr bloß noch am rechten und unteren Bildrand überprüfen, ob die Montagen auch wirklich exakt mit dem Rand abschließen: Die Ecken müssen genau mit dem (vollständigen) Korn einer Positionsmarke zusammenfallen - es darf nicht auch nur ein einziger Pixel zuviel oder zuwenig sein! (immer vorausgesetzt, ihr habt euch nicht schon beim Berechnen der Gesamtgröße verrechnet, versehen oder vertippt). Die Gesamtgröße (Breite und Höhe) muß ganz "glatt", also restlos durch die Anzahl der Frames teilbar sein (nutzt in jedem Falle die Taschenrechnerfunktion eures Computers!)

Zuletzt - wenn die Montagearbeiten abgeschlossen und fehlerfrei sind - fehlt nur noch der Befehl "Speichern unter" (Save as) und ein neuer Dateiname. Falls da noch die Frage nach der Farbtiefe auftaucht - 32 bit, 24 bit oder 8 bit (.png) - dann wählt ihr die Farbtiefe "8 bit", denn die ist für den Zweck völlig ausreichend und entspricht dann auch der Farbttiefe aller anderen Frames und Layouts - sie belegen dann auch nur einen Bruchteil (etwa 1/3 od. 1/4) des Speicherplatzes, den Bilddateien derselben Fläche aber in der Farbtiefe "24 bit" oder "32 bit" belegen würden.







Die etwas unterschiedlichen Dialoge zur Erweiterung der Leinwand oder des "Papierformats" - hier in den Beispielanwendungen "Artweaver", "PaintDotNet" und "Gimp"

Leinwand_erweitern_in_AW_PaintDotNet_Gimp.png
Gimp muß natürlich auch in dieser Beziehung wieder 'ne Extratour fahren!


In Gimp verhält sich das Ganze so, dass die "Versatz-koordinaten" (x / y) auf Null stehen müssen, wenn sich die gewünschten Erweiterungen nur nach rechts und nach unten ausbreiten sollen. Ganz besonders einfach hätte man es aber auch in "Paint" - eine Win7-anwendung - denn dort ist schon von vorneherein gar nichts anderes möglich, als die Erweiterung nur nach rechts und / oder nach unten auszuführen. In Paint bräuchte man also bloß das Layout 5x5 zu importieren (alles Auswählen und kopieren) und ihm dann das neue, endgültige Maß zuzuweisen (unter "Eigenschaften") und die Kopien einzufügen.






So sieht dann zum Beispiel das Layout 5 x 5 Frames zu je 350 x 350 px aus, nachdem ihm in der Breite noch zwei Reihen zusätzlich angehängt worden sind. Das Ergebnis ist das Layout "7 x 5 Frames":

Layout 7x5 zu 350x350.png
Beispiel: Das Layout 7x5 Frames zu je 350x350 px

Für eine genauere Ansicht bitte die Abbildung einmal kurz anklicken und zoomen!



Nach dem selben Fertigungsprinzip wären dann auch für jeden Frame die maximal-großen Layouts (20 x 20 Frames, 18 x 18 Frames usw. - siehe Tabelle) herzustellen, aus welchen alle möglichen kleineren Layouts nur noch ausgeschnitten werden bräuchten.

Die weitere Verwendung und der Sinn dieser Layouts ist nun hoffentlich klar soweit - sie sind lediglich der "Lageplan im Bildhintergrund" und somit eine Positionierungshilfe für die Montage von AW-Bildstempeln oder für das Bildmaterial animierter Pinsel. Zur Montage des Bildmaterials öffnet man also zunächst das Layout-dokument in Artweaver und legt dann noch eine transparente Ebene darüber an. Auf dieser Ebene werden dann alle nötigen "Thumbs" montiert ... Im Laufe der nächsten Woche(n) werd' ich aber bestimmt auch noch eine etwas genauere Anleitung zur Herstellung eigener Bildstempel hier reinstellen - danach ist dann sicherlich ganz sonnenklar, wie die Frames und Layouts zu gebrauchen sind.

Bis dahin will ich euch erst mal zwei oder drei "animierte Pinsel" vorstellen, die ohne ein präzises Layout im Hintergrund gar nicht hätten hergestellt werden können.





Liebe Grüße, Artgenossa (3OO-GIRO-GON)

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Sa Nov 16, 2013 5:27 pm

Hallo,

nur um mal eine Ahnung davon zu vermitteln, was animierte Pinsel sein KÖNNEN und wie sie prizipiell aufgebaut sind, möchte ich euch nachstehenden Bildstempel vorstellen.


Strich 206-C12.zip
Ein animierter Pinsel und eine dazu passende .xml-datei
(569.97 KiB) 532-mal heruntergeladen



Im eigentliche Sinne des Wortes ist das zwar noch kein bewegter Pinsel, aber er kann schon sehr gut verdeutlichen, wie derartige Bildstempel für einen ganz besonderen Malsstil gestaltet und eingesetzt werden können. Nur noch ein Tipp für jene Interessenten, denen die Eigenfarbigkeit des Stempels immernoch etwas zu stark ist:

Die Eigenfarbigkeit des Stempels läßt sich mithilfe der Pinselvoreinstellung "Körnung" bis auf Null runterregeln. Ich empfehle hierfür Werte zwischen 10 und 20, denn der Pinsel soll eigentlich nicht völlig bunt malen, sondern lediglich etwas die ausgewählte Malfarbe schillern lassen. In Artweaver kann der Bildstempel aber auch noch ganz insgesamt nachbearbeitet werden. Im Fly-out-menü zu den Bildstempeln findet sich gleich unmittelbar neben dem Scrollbalken ein winziges Dokument-symbol. Wenn ihr das anklickt öffnet sich ein weiterer Dialog auf dem man unter anderem auch den Befehl "Bildstempel nachbearbeiten" wählen kann. Der Bildstempel erscheint daraufhin auf der Arbeitsfläche und kann zum Beispiel auch bezüglich der Farbsättigung bearbeitet werden. Regelt diese einfach noch ein bisschen runter, wenn sie euch zu kräftig erscheint, und nehmt den Stempel dann erneut auf - auch das geht über denselben Dialog. Der Stempel muß dafür lediglich schon "ausgewählt" sein (Hauptmenü > Auswahl > alles auswählen).

Die dem Zip-ordner beigefügte .xml-datei ist für den Gebrauch des Stempels nicht ganz unbedingt erforderlich - sie enthält lediglich diverse Pinselvoreinstellungen, die dem Anfänger erlauben, den Stempel gleich so zu führen, dass er das leistet, was er meiner Meinung nach leisten sollte. Sie müßte dann in den Brush-ordner des Anwenderverzeichnisses abgelegt werden (C:\Users\<Your Username>\AppData\Roaming\Artweaver Plus\4.0\Brushes\...), während die .ims-datei aber unbedingt in den Imagestamps-ordner gehört (C:\Users\<Your Username>\AppData\Roaming\Artweaver Plus\4.0\Imagestamp). Es genügt allerdings, die .ims-datei einfach nur anzuklicken (Doppelklick mit linker MT), denn auf die Art installiert sie sich auch ganz von selbst.

Sehr wichtig ist aber in jedem Falle, dass für seine Anwendung die Funktion "Sequenz" gewählt worden ist, da AW ansonsten immer nur das erste Bild der Bildfolge aufruft (Pinselpalette > Erweitert > Stempel > Sequenz). Ebenfalls wichtig wäre noch die Funktion "Richtung" (Pinselpalette > Erweitert > Winkel > Richtung). Nur - bevor ich nun sämtliche Einstellung zur besseren Anwendung aufzähle, ist es eben geschickter, gleich noch die .xml-datei mitzuinstallieren - dann brauch ich mir nämlich nicht auch noch wegen Kleinigkeiten den Mund fusselig zu reden. Leider gibt es für den Ex- oder Import von Bildstempeln nicht auch das Pbv-format, denn es kann schon die .xml-datei nicht ganz unmittelbar auf bestimmte Bildstempel referieren - das funktioniert nur für "Bildteile".

Wichtig: Pinselvoreinstellungen, .xml-dateien oder .pbv-dateien können NICHT auf spezielle Bildstempel referieren!

Die installierte .xml-datei legt daher einen Pinsel fest, der nicht automatisch den "richtigen" Bildstempel verwendet, sondern nur "irgendeinen" Bildstempel, denn die zugehörige Voreinstellung kann nur ganz allgemein auf die Pinselart "Bildstempel" verweisen (Pinselpalette > Pinselart > Bildstempel). Ein ganz bestimmter Bildstempel muß deshalb immernoch zusätzlich, also "von Hand" ausgewählt werden (in diesem Punkte unterscheiden sich die gewöhnlichen Pinsel, bzw. Bildteile ganz grundsätzlich von den Bildstempeln: Ein ganz bestimmtes Bildteil kann in den Voreinstellungen festgelegt werden - ein ganz bestimmter Bildstempel jedoch nicht).



Nachstehend noch eine kleine Abbildung zum möglichen Look dieses Bildstempels:


Abstrich 206-C12.png
Ein Abstrich des Pinsels (Bildstempels) 206-C12



Links im Bild wurde der Bildstempel mit einer Körnung von nur "16" gefahren (Größe 120) - rechts davon mit einer Körnung von "100" (100%) und der Pinselgröße 350. Je kleiner der vorgewählte Wert für die Körnung ist, desto stärker schlägt die gewählte Vordergrundfarbe durch. Andernfalls dominieren eben die 12 (bzw. 14) verschiedenen Farben der einzelnen Thumbs. (Für eine größer Ansicht bitte das Bild anklicken und zoomen)

Die Körnung des Pinsels soweit runterzuregeln, dass seine Eigenfarbigkeit ganz in den Hintergrund tritt, bedeutet allerdings zugleich, dass die Struktur des Pinsels ganz insgesamt verblaßt - es tritt damit also auch die Streifung und die Schattierung mit in den Hintergrund. Zuletzt (bei Körnung = 0) stünde euch nur noch eine "Silhouette" des Pinsels zur Verfügung - dafür jedoch, zu 100% in genau derjenigen Farbe, die ihr auf der Palette ausgewählt habt - absolut unverfälscht! Aber selbst bei einer Körnung knapp über 10 (bis 20, maximal 25) ist die vorgewählte Farbe schon so dominant, dass man damit gerade ebensogut malen kann, wie mit den farblich völlig neutralen Bildteilen. Bei Körnung oberhalb von 50 (bis 100) wirkt er zugegebenermaßen schon recht unnatürlich (künstlich / kitschig), aber dafür ist er ja auch gar nicht gemacht. Die Schattierung mußte einfach deshalb so übertrieben plastisch gestaltet werden, damit sie auch dann noch sichtbar ist, wenn der Bildstempel mit sehr niedrigen Körnungswerten gefahren wird.


Der Bildstempel 206-C12 ist außerdem nur ein Prototyp (in Experimentierphase), dessen Farb- und Formvarianz von derzeit 4x4 (=16) verschiedenen Bildvarianten auf den Bildumfang von 6x6 (=36) verschiedene Varianten ausgebaut werden soll. Ab dann wechseln auch die Farben nicht mehr so sprunghaft, sondern können schon relativ weich ineinander übergehen. Um damit eine einigermaßen interessante Malstruktur für eine naturalistische Malerei erzielen zu können, sind allerdings noch weitere Grundformen erforderlich, also noch wesentlich schmälere und wesentlich breitere "Pinselstriche", nebst solchen, die auch noch etwas stärker in der Gestalt variieren. Geplant sind somit insgesamt 5 x 2 verschiedene Bildstempel zur Umsetzung ein und desselben Malstiles, denn neben den voraussichtlich 5 verschiedenen "Gestaltvarianten" sind auch noch zwei verschiedenen Farbvarianten erforderlich, da die normale Eigenfarbigkeit des Stempels immer dann zu sehr dominiert, wenn mit unbunten Farben - speziell mit Weiss - gemalt wird. Für das Malen mit Farben sehr geringer Sättigung braucht man also den kompletten Formensatz auch nochmal in der ganz farblosen Variante. Das sind dann also 10 verschiedene Bildstempel für die ganz stilstreue Umsetzung eines naturalistisch anmutenden Sujets. Insofern stehen auch schon die Namen dieser 10 Bildstempel fest:

Wenn ich nicht auch noch an der Streifung der Daps wesentliche Änderungen vornehme, dann bleibt der Vorname "200" für alle 10 Stempel bestehen (etwa 204 bis 208) während sich das Suffix "C12" (12 verschied. Farben) in "C36" beziehungsweise "N36" (Neutral für 36 verschied. Formen / Frames in neutralen Grautönen) umwandelt. Daran wäre dann noch einigermaßen gut zu erkennen, welche Bildstempel zur selben Serie und zusammengehören. Mit der Fetigstellung der kompletten Serie ist allerdings nicht so bald zu rechnen. Dafür können schon ein paar Wochen bis Monate ins Land ziehen.


So sahen die 16 einzelnen Pinselstriche aus, nachdem ich sie auf einer eigenen (transparenten) Ebene über der Hintergrund-Ebene montiert hatte. Der Lageplan mit den 4 x 4 (=16) Quadraten bildet die (schwarz-weiße) Hintergrundebene.

Pinselstrich 206-16C Q=285x285x4x4 (24bit).png
16 einzelne (transp.) Bildstempel - montiert auf transp. Ebene über der HG-Ebene (Lageplan)


Ohne diese HG-Ebene sieht das Gebilde wie in nachfolgender Abbildung aus:

Screenshot von transparenter Ebene ohne HG.png
Für eine vergrößerte Ansicht, bitte die Abb. einmal kurz anklicken!


Das weiss-graue Schachbrettmuster "symbolisiert" in Grafikprogrammen die Transparenz der Ebene. Um diese Transparenz im .png-format mit abzuspeichern, muß (während des Speichervorgangs) die Farbtiefe "32 bit" ausgewählt sein. PNG's mit 32 bit kann man hier allerdings nicht hochladen - für dieselbe Darstellung in 24 bit habe ich deshalb einen Screenshot angefertigt (ansonsten wäre der HG nämlich wieder vollweiss erschienen. Die hiesige Darstellung ist also nicht wirklich "transparent").

Im .png-format kann man hingegen KEINE (!) Ebenen mit abspeichern. Um Transparenz gemeinsam mit Ebenen in ein und dasselbe Dokument zu speichern, ist das .gif-format (nur 256 Farben!), das .tif-format (.tiff) oder das programmeigene Format (.awd, beziehungwseise .psd, .pdn, .psp, xcf). Um es auch in Artweaver öffnen zu können, muß es in den Formaten .awd, .psd oder .gif vorliegen (.tiff-ebenen werden von AW nur "zusammengeführt" dargestellt!).

Artweaver Plus v5.0 kann .gif-ebenen öffnen, jedoch nicht auch schreiben / speichern. Wenn Sie in AW geöffnete .gif-ebenen neu speichern, gehen die Ebenen verloren!



Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am So Dez 21, 2014 11:55 pm, insgesamt 12-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Do Nov 28, 2013 1:47 am

Hurray! - das meinerseits ersehnte Udate ist schon da. Vielen Dank, Boris!


Mit dem Erscheinen des Updates auf Version 4.0.4 können nun auch (wieder) Bildstempel mit nicht-quadratischen Frames fehlerfrei aufgenommen werden - hochkantig oder querliegend!

Diesen Thread reserviere ich deshalb schon mal für die nächsten vier Up- bzw. Downloads - das sind vier verschiedene Zip-ordner mit Frames in den Formaten 2:3, 1:2, 1:3 und 1:4 - einzeln und vormontiert. Da die Vormontagen im Layout 5x5 Frames schon deutlich kleiner geraten, als im quadratischen Format (1:1), kann ich sie da auch noch im Layout 5x10 mit hineinpacken.



Frames 1 zu 2.zip
Frames (im Format 1:2) in 33 verschied. Größen und ihre Vormontagen im Layout 5x5 u. 5x10 Frames
(315.93 KiB) 496-mal heruntergeladen


Frames 2 zu 3.zip
Frames (im Format 2:3) in 33 verschiedenen Größen und ihre Vormontagen im Layout 5x7 Frames
(518.91 KiB) 421-mal heruntergeladen




Das Format 1:2 schien mir das nützlichste (zusätzliche) Format zu sein, da man vor allem damit schon erheblich (Speicher-) Platz sparen kann, wenn der Bildinhalt nicht ganz unbedingt in quadratischen Rahmen untergebracht sein muß. Deshalb habe ich diesen Zip-ordner zu erst gepackt. Im Vergleich dazu erfüllen die sehr länglichen Formate (1:3 oder 1:4) diesbezüglich schon ganz außergewöhnliche (ungewöhnliche) Ansprüche, also kommen die erst später ...





Liebe Grüße, Artgenossa

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Mi Feb 11, 2015 8:14 pm

Bildstempel "Ink-flakes" für die Erzeugung von Zufalls-Zeichnungen
(wie hier ausführlicher erklärt)





Bildstempel Ink-flakes V50-A.zip
Zwei Bildstempel und drei verschied. Pinselvoreinstellungen - Bildstempelvorlage mit Montage-plan inklusive!
(3.55 MiB) 436-mal heruntergeladen




Und wie schon mal an anderer Stelle erwähnt: AW-Pinsel können grundsätzlich NICHT auf bestimmte Bildstempel referieren. Ob der Pinsel auf ein kreisförmiges Profil, ein Bildteil oder auf einen Bildstempel zurückgreifen soll, kann mit dem Pinsel abgespeichert werden. Es kann aber im Falle von "Bildstempel" nicht mit abgespeichert werden "welcher Bildstempel"! Der ein oder andere Bildstempel muß also immeroch zusätzlich (vom Anwender) ausgewählt werden.

Wenn nicht auch oder zuerst der Bildstempel installiert ist, nützen die drei mitgelieferten Pinsel nur herzlich wenig, denn die greifen sich immer nur irgendeinen vorhandenen (installierten) Bildstempel.

Die Pinsel heißen "Melbourne-shuffle" (groß, mittel u. klein) und finden sich nach Installation im Pinselordner "Automatic Painting" (komischere Namen sind mir auf die Schnelle nicht eingefallen, und ein passendes / eigenes Icon habe ich dafür auch noch keines gefunden).

Der Download enthält auch noch die horizontal gespiegelte Variante des Bildstempels - deshalb "Zwei Bildstempel". Den Zufallscharakter in der Generierung wilder Formen oder Figuren kann man somit im Wechsel des Bildstempels noch etwas steigern. Allein 64 verschiedene Formen (Frames) wären dafür nämlich noch etwas zu wenig, und wenn man in ein und denselben Stempel noch viel mehr Bildchen packen wollte, müßten sie schon so klein gemacht werden, dass letztlich die Abbildungschärfe darunter litte. In diesem Falle ist es also besser, eine größere Anzahl auf mehrere Bildstempel zu verteilen.

Bis zum Frühjahr diesen (neuen) Jahres werd' ich noch einen dritten (und vierten, bzw. gespiegelten) Bildstempel derselben Art nachreichen. Dem pack' ich dann auch noch 30 oder 40 alternative Kleckse bei, sodaß sich jeder Anwender seinen eigenen (individuellen) Stempel zusammenschrauben kann.


Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am Sa Feb 13, 2021 9:03 pm, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Sa Jan 30, 2021 7:34 pm

Ähm, ein ganz wichtiges Layout (Frames) habe ich hier offenbar noch übersehen: Wer animierte Pinselspitzen mithilfe von FilterForge generieren möchte, braucht auch ein Layout mit genau 360 Frames, denn der Filterbaustein "Noise Distortion", mit welchem gewisse Pinselspitzen oder "Formen" besonders einfach animiert werden können, teilt die im Kreis laufende Bildverzerrung in genau 360 einzelne "Grad" auf. Resultat: 360 verschiedene "Posen" ein und derselben Figur.

Wer nun also genau diese Animation (lückenlos = ruckelfrei) "mitschneiden" möchte, muß Bildstempel mit genau 360 Einzelbildern anfertigen. Das läuft im Prinzip genauso wie bei Anfertigung eines Daumenkinos mit genau 360 aufeinander abgestimmten Bildchen (vergleiche hierzu auch "Step by step animation" / "Stop-Motion-Film" - https://de.wikipedia.org/wiki/Stop-Motion).

Für Artweaver (max. Bildstempelgröße = 4000 x 4000 px) gibt es dafür zwei Möglichkeiten - je nach dem, ob die Priorität allein dem absoluten Rundlauf oder nur dem größtmöglichen Freiraum zur Kreisbewegung zukommt. Letzterenfalls müssen die Frames tatsächlich genauso hoch wie breit sein - also Quadrate - anderenfalls können sie von der quadratischen Form aber auch etwas abweichen:

3990 px : 19 Frames = 210 px, und 19 x 19 Frames sind genau 361 Frames, also einer zuviel. Dieser Pinsel könnte aufgrund fehlenden Bildes nicht ganz rund laufen (obschon ein einziges Duplikat in so langer Reihe wohl auch nicht mehr groß auffallen würde - das Layout wäre also dennoch und durchaus brauchbar).

360 Grad oder Frames lassen sich aber auch durch 20 gut teilen. Das wären dann 20 x 18 Frames im Layout:

4000 px : 18 Frames = 222,22 px, abzurunden auf genau 222 px - ergo: Für genau 360 Frames ist Artweavers maximale Bildstempelgröße mit genau 360 Frames der Abmessung 222 x 200 px aufzuteilen. Darum schicke ich folgenden Download noch hinterher:


18x20 Frames zu je 222 x 200 px auf 3996 x 4000 px.zip
ZWEI (!) Bilddateien im PNG-Format
(27.24 KiB) 43-mal heruntergeladen

Inhalt:
● 1 Layout 18 x 20 (= 360) Frames zu je 222 x 200 px auf einer Gesamtfläche von 3996 x 4000 px (im PNG-Format, 8 bit)
● 1 Layout 19 x 19 (= 361) Frames zu je 210 x 210 px auf einer Gesamtfläche von 3990 x 3990 px (im PNG-Format, 8 bit)





Einzeln sehen die beiden Frames wieder wie gehabt aus (könnten bei Bedarf also auch gleich aus nachstehender Abbildung rauskopiert werden):

Frame 222x200.png
Frame 222x200.png (1.57 KiB) 1411 mal betrachtet


Frame 210x210.png
Frame 210x210.png (1.58 KiB) 1411 mal betrachtet




Jenem, der FilterForge nicht allerbestens kennt (und / oder die Vollversion nicht selbst hat), kann ich bezüglich animierter Pinsel hier leider nichts weiterführenderes erklären, denn das würde ohne vorhandenes Programm nur zu unverständlich und kompliziert. Was ich weiter oben erwähnte, kann also wirklich nur derjenige verstehen, der mit FF schon ausführlicher gearbeitet hat, denn nur der kennt auch die Filterbausteine "Noise Distortion" und / oder "Perlin Noise" (und deren ganzes Potential).

"Noise Distortion" ist halt ein Filterbaustein (im Verbund mit beliebig vielen anderen Filterbausteinen), der Bilder mehr oder weniger stark verzerren oder "warpen" kann. Die Verzerrung regelt man da mit einem Schieberegler, der genau 360 Stufen durchläuft - auf Stufe 360° hat die verzerrte Form wieder genau dieselbe Gestalt, wie bei Stufe 0°. Das ist also eine Verzerrung, die quasi im Kreise läuft, weil sich die für die Verzerrung verantwortliche "warping~ od. displacement-map" im Hintergrund des zu verzerrenden Bildes im Kreis dreht - daher ist dieser bildverzerrende Zyklus auch in 360 einzelne Grad unterteilt. 0° bis einschließlich 360° sind allerdings nicht 360 Einzelschritte (Bildchen), sondern 361 - nichtsdestotrotz ist da dann ein Bildchen zuviel mit dabei - oder anders gesagt: Die Verzerrung bei 0° oder bei 360° kann man weglassen, denn die Ergebnisse sind identisch - man braucht nur eines von den beiden.

Ähnliches kann man allerdings auch mit dem kostenlosen Warp~ und Morphing-Programm "WinMorph" erreichen - unter Umständen sogar noch schneller als mit FilterForge (denn WinMorph speichert alle Zwischenschritte einer gewählten Bildverzerrung automatisch, während man das in FF für jeden Zwischenschritt einzeln machen muß. In WinMorph muß man jedoch die "Displacement-map" (od. heißt das "Warping-map" ... "Bump-map" ...?) selbst zeichnen, was wiederum etwas umständlicher / zeitraubender als in FF ist, denn FF spendiert dazu schon vorinstallierte u. zugleich variable Maps).

Tipp: Einfachere Varianten der "Pinselspitzen-Animation" können auch mit dem Paint.Net-Filter "Grid Warp" (und / oder vergleichbaren Plugins) generiert werden. EINE Pinselspitze muß man natürlich schon parat und geladen haben - eben die wird dann mittels "Grid Warp" schrittweise verzerrt. Wenn man das in wenigstes 180 (kleinen) Schritten weiterführt und zwar so, dass man mit dem letzten Schritt wieder bei der "Ausgangssituation" angelangt und die Filterresultate nach jedem Schritt abgespeichert hat, liegen sämtliche Bilder für ein "Daumenkino" (= animierte Pinselspitze) bereits vor.

Es müssen nicht ganz unbedingt genau 360 Bilder sein - 180 oder 200 Bilder reichen zur Not ebenfalls - eine Pinselspitzenanimation mit weniger Bildern (Bildstempeln) wiederholt sich im Pinselzug aber halt schneller. Insofern ist eine höhere Anzahl von Bildern schon etwas besser.

Man muß dazu halt auch Folgendes bedenken: Bei einem Pinselabstand von nur 10 bis 15 (in % von halber Bildteilbreite) ergeben in Artweaver auch 180 Daps noch keinen besonders langen Pinselstrich, es sei denn, man erhöht nochmals den Pinselabstand. Ein zu hoher Pinselabstand (> 25) birgt aber schon die Gefahr, dass die Sprünge (von Dap zu Dap) im Abstrich erkennbar werden - das hängt allerdings auch davon ab, wie die Pinselspitze, bzw. das Motiv der Bildstempel gestaltet ist.

Erläuterung: "Pinselabstand 100" bedeutet in AW 100% von halber Bildteilbreite (also 50% der Bildteilbreite) - diese, jedoch, auch immer schon umgerechnet auf die vorgewählte Pinselgröße. Das heißt, bei verkleinertem Pinsel werden (sinnvollerweise) auch die vorgewählten Abstände kleiner.

Vereinfacht gesagt: "Pinselabstand 100" bedeutet in Artweaver "Halbe Dap-Breite".

Über dies ist dann auch leicht auszurechnen, wie weit eine mit nur 180 Bildern animierte Pinselspitze reicht, wenn ihre Bildteile (bzw. Bildstempel / Frames) genau 210 x 210 px groß sind und bei einer Pinselgröße von 100% mit einem Pinselabstand von genau "10" gefahren werden (... nämlich nur 1890 px weit - ab da wiederholt sich die Animation, wenn man den Pinsel weiterzieht). Eine Pinselgröße von 100% Bildteilgröße (im hiesigen Falle also die Pinselgröße "210") ist alledings auch schon etwas hochgegriffen - besagte Animation würde in der Regel also eher nur noch weniger weit reichen.

Wann immer möglich, empfiehlt sich daher, die Pinselspitzen-Animation doch eher mit 360 Bildern umzusetzen - das macht zunächst zwar deutlich mehr Arbeit, hinterher aber auch deutlich mehr "Spaß" beim Ziehen des (animierten) Pinsels, denn es ist ja so: Wenn sich eine abgespielte Animationsreihe in zu kurzen Abständen entsprechend häufig wiederholt, erkennt man die bloße Wiederholung auch leichter. Bei einer animierten Pinselspitze mit 360 Bildern erkennt man eine Widerholung der Animation aber vielleicht überhaupt nicht mehr (wenn man dasselbe Phänomen in der Pinselei jetzt nicht gerade eingänglichst untersucht - unter der Lupe, womöglich - sondern nur mal schnell so "drüberschaut").


Vorgehensweise, die allein die Bildmontage betrifft:

Artweaver selbst kann bezügl. Bildstempeln nur mit einer TRANSPARENTEN PNG-Datei (16 bit) etwas anfangen. Die Montage entsprechend transparenter Bildchen muß daher auf einer eigenen EBENE über dem hier vorgestellten "Layout" (19 x 19 Frames) erfolgen. Nach erfolgter Montage muß das Layout unter dieser EBENE also wieder entfernt werden, sodaß man der Anwendung Artweaver allein die transparente EBENE (PNG-Datei) vorlegen kann. Nur sicherheitshalber speichert man aber auch die Montage mitsamt unterliegendem Layout. Für eine zweite Speicherung unter etwas anderem Namen, löscht man jedoch das Layout und speichert allein die TRANSPARENTE Ebene. Ausgabeformat: PNG, 16 bit, "transparency included".

Letztere lädt man im Malprogramm (AW) hoch, wählt anschließend den Befehl "alles Auswählen" (!) und dann erst den Befehl "Bildstempel aufnehmen". Wenn nicht erst das PNG-Bild ausgewählt worden ist, kann man auch den Befehl "Bildstempel aufnehmen" nicht erteilen - also erst das Bild auswählen und dann "Bildstempel aufnehmen"!

Im daraufhin aufspringenden Flyout-Menü können die genauen Anzahlen an "Kolumnen" (= senkrecht verlaufende Bildchen-Reihe) und Layout-Zeilen (= waagerecht verlaufende Bildchen-Reihe) eingegeben werden - im hiesigen Falle also "19" und "19". Noch im offenen Flyout-Menü berechnet Artweave die (voraussichtliche) Gesamtzahl aller Frames dann schon selbständig. Mit einem abschließenden "Okay" ist der Bildstempel dann schon aufgenommen und "Fahrbereit".

Wenn der Pinsel den Bildstempel gescheit fahren können soll, müssen die variierenden Pinselführungsparameter aber alle abgestellt sein, bis auf die Variierung des Parameters unter "Stempel" - der muß auf "Sequenz" umgestellt sein, denn nur dann werden alle Bildchen der Animation in der richtigen Reihenfolge abgerufen / abgespielt:



Voruswahlen der Pinselführungsparameter (Salladin 01).png
So muß der Pinsel letztlich eingestellt sein.





Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am Di Feb 09, 2021 11:44 pm, insgesamt 6-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Do Feb 04, 2021 12:28 am

Bei der Montage von 360 (bzw. 361) und entsprechend durchnummerierten Bildern auf ebenso vielen Frames (im Layout 19 x 19 Frames = 361 Frames) ist es enorm hilfreich, wenn schon die Frames mit denselben Ziffern durchnummeriert sind, denn die Montagearbeit ist so dermaßen "zeitraubend", dass man sie allerhöchstwahrscheinlich mehrfach unterbrechen muß. Wenn man solche Arbeiten jedoch unterbricht müßte man sich für die Fortsetzung der Arbeit immer "Stückzahlen" und / oder "Ergebnisse einer Durchzählung" merken / notieren ... wenn auf so weitläufigem Felde die Platznummern nicht schon "ausgeschildert" wären.

Ich kann darum auch noch folgendes "Bild" zum Download anbieten:

19x19 Frames zu je 210 x 210 px auf 3990 x 3990 px mit Rand und nummeriert.png
19 x 19 Frames zu je 210 x 210 px auf einem Planquadrat (Layout) der Abmessung 3990 x 3990 px + Nummerierung + Rand.



Im Grunde ist das bloß dasselbe Layout wie schon in meinem vorigen Post (Inhalt des Zip-Ordners) - nur eben schon durchnummeriert mit Ziffern von "000" bis "360" (= 361 Frames, bzw. Nummern) und mit etwas Rand außen herum. Das Layout "18 x 20 Frames" habe ich hingegen noch nicht durchnummeriert.

Einen Sinn haben die Nummern jedoch wirklich nur dann, wenn auch die Dateinamen der zu montierenden Bilder diese (also dieselben) Nummern aufweisen. Mit der Montage aller Bilder kann man dann sogar irgendwo mittendrin anfangen und später auch an irgendeiner anderen Stelle des Layouts weitermachen, weil dann schon auf dem Layout notiert ist, auf welchem Platz ein Bild zu sitzen hat. Man braucht sich bis zur Wiederaufnahme der Arbeit dann auch nicht zu merken, welche Bilder schon montiert sind, denn auch das kann man schon auf der bereits begonnnen Montage ablesen / sehen. Wenn die 361 zu montierenden Bilder (bzw. deren Dateinamen) jedoch ANDERE Nummern haben, bringt die hiesige Nummerierung natürlich nichts!

Der ebenfalls erst nachträglich noch hinzugefügte Rand ist vor allem in Paint.Net hilfreich, denn dieses Programm geizt bei stark gezoomten Bilddateien etwas mit freiem Arbeitsraum. Wenn man da nicht noch extra einen Rand herum gemacht hat, kann man sich nahe am Bildrand (mit Montagematerial am Cursor-Haken) gar nicht mehr richtig bewegen und entsprechend schwer fielen einem dann auch die "Platzierungen" am Rand des Bildes ohne Extra-Rand.

Und ACHTUNG: Vor Aufnahme des fertig montierten Bildstempels in Artweaver muß der Rand wieder vollständig beseitigt / entfernt worden sein, denn der irritiert sonst Artweavers "Layout-Rechner". Endgültiges Bildmaß OHNE RAND (!) ist 3990 x 3990 pixel. Mit dem Rand hat das Layout hingegen eine Abmessung von 4090 x 4090 pixel, also genau 100 px Rand (= links u. rechts je 50 px, und oben wie unten ebenfalls 50 px). Insofern ist dasselbe Dingens auch leicht zu beschneiden.




Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am Di Feb 09, 2021 11:55 pm, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Sa Feb 06, 2021 3:06 am

Au Weja - da habe ich was angefangen!

Ich habe nun über etliche Stunden (und Tage) hinweg die 360 einzelnen Bilder für eine animierte Pinselspitze generiert und (zur Aufnahme als "Bildstempel" in Artweaver) alle Bildchen einzeln nacheinander auf einem Layout von 19 x 19 (= 361) Frames montiert, und wegen der ganzen Mühe hatte ich mir von der animierten Pinselspitze natürlich auch entsprechend viel Effekt versprochen, aber jetzt kann ich sagen: Das Endergebnis ist bezüglich "Effekt" schlimmer als bloß "ernüchternd":

Die Pinselspitze bewegt sich beim Ziehen zwar vollends flüssig und rege, harmoniert aufgrund ihrer Eigenbewegung aber nur seltenst mit den Bewegungen zeichnender Hand. Im Wesentlichen entsteht durch die Überlagerung von Eigen~ und Handbewegung nur ein einziger "Murks". Ich trau mich daher schon gar nicht zu zeigen, wie der Abstrich tatsächlich aussieht - er sieht nämlich aus wie ein wackliger Strich, der mit fettem aber schon halbleerem / ausgetrocknetem Filzstift gezogen wurde, dessen breite Spitze kaputt (zerfleddert) ist.

Es steckt womöglich trotzdem noch sehr viel "Potential" im Prinzip derart animierter Pinselspitzen, aber man muß sich wohl schon vorher besser überlegt haben, was oder wie die Bewegung der Pinselspitze sein soll, denn aus blankem Zufall so ganz unüberlegtem Vorgehens, entsteht eher nichts vernünftiges.

Das heißt, die viele Arbeit für eine animierte Pinselspitze ist noch gar nicht deren wirkliche "Schwierigkeit", sondern eine sinnvolle / zweckmäßige "Choreografie" zu finden oder zu gestalten ist daran die noch viele größere Kunst oder Schwierigkeit!

Insofern ist mein erster Versuch mal nur vollends in die Hose gegangen - aber überzeugt euch bitte selbst von den merkwürdigen Eigenschaften diesen "Produkts". Und "nein" - ich zeige hier NICHT zuerst einen Abstrich vom Pinsel, denn ich fürchte, dass das Thema "animierte Pinselspitze" sonst schon ganz augenblicklich vom Tisch gefegt werden würde.

Aber keine Angst - soooo schlimm ist der Pinsel nun auch wieder nicht: Ich meinte das bloß im Verhältnis zum Arbeitsaufwand und meinen übergroßen Erwartungen od. Ansprüchen.




Download:
Salladin 01.zip
Eine .ims~ und eine .pbv-Datei im Zip-Ordner. Die Datei im .ims-Format ist wegen der fast 4000 x 4000 px ziemlich groß - die Datei im .pbv-Format (darin die Pinselführungsparameter) hingegen nur winzig.
(6.04 MiB) 47-mal heruntergeladen





Tipp zur Anwendung des Striches: Da der Strich wie einseitig-schräg schraffiert wirkt und die "Einseitigkeit" von der Zugrichtung abhängt, kann man derselben Einseitigkeit sehr leicht durch ein Zurückziehen des Pinsels in derselben Spur entgegenwirken. Danach wirkt er nicht mehr wie einseitig-schräg schraffiert, sondern eher wie "kreuz-schraffiert".

Die Pinsel-Animation kann man außerdem auch rückwärts laufen lassen, indem man auf der Erweiterung der Pinselpalette das kleine quadratische Symbol hinter der Eingabemaske "Stempel" anklickt: Unchecked = Vorwärtslauf; Checked = Rückwärtslauf (= umgekehrte Reihenfolge in der Abspielung aller Daps des Bildstempels). Siehe hierzu auch die Abbildung in meinem übernächsten Post!





Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am Di Feb 23, 2021 2:18 pm, insgesamt 2-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Do Feb 18, 2021 8:03 am

Zwei Abstriche von der animierten Pinselspitze "Salladin 01":

Also gut - wem der animierte Pinsel nicht gefällt, dem gefällt er halt nicht. Inzwischen denke ich, dass es trotz des Risikos, dass die aufwändig animierte Pinselspitze (generell) auf Ablehnung stößt, keinen Zweck hat, mit Darstellungen hinterm Berg zu halten: Nach Download und Installation käme er ja sowieso ans "Tageslicht"




Salladin 01 - Abstrich 01.png
Beide Striche erfolgten von oben nach unten, sind also einmal von links-oben nach rechts-unten gezogen worden und das andere Mal von rechts-oben nach links-unten - der eine also nicht etwa im "Zick-Zack" oder so. Es handelt sich hier nur um zwei ganz kerzengerade gezogene Striche. Je nach Zugrichtung kann der "Look" aber auch recht unterschiedlich ausfallen, denn das Zick-Zack-Muster resultiert allein aus der Pinselbewegung.

Man stellt also entäuscht fest: Der eine Strich harmoniert nicht mit dem anderen.



Salladin 01 - Abstrich 02.png
Der rote Strich, rechts im Bild ist einmal in selbiger Spur auch in entgegengesetzte Richtung gezogen worden. Auch so könnte man der Einseitigkeit in seiner Schraffur gut entgegenwirken.

Beim Gekrakel ganz links fällt selbige Einseitigkeit hingegegn ohnehin nicht mehr auf. Da harmoniert alles, seltsamerweise. Flammen ließen sich damit ganz gut malen, und der graue "Achter" ist eigentlich auch ganz hübsch geworden.

In Kurven gezogen macht dieser Pinsel also schon auch was her, aber eben nicht auch beim geradlinigen Anstrich von Flächen.






Inzwischen weiß ich aber auch schon, woher seine "Einseitigkeit" herrührt und wie solchen Mängeln in der Animation (durch FilterForge) entgegengewirkt werden kann. Zumindest könnte noch relativ einfach erreicht werden, dass sich im Pinselzug auch die Schraffur-Richtung bewegt (bzw. verdreht), also ändert. Seine Schlagseite wäre dann behoben, aber ob das Resultat dann nicht nur noch "verrückter" aussieht, kann ich aktuell noch nicht beantworten. Irgendeine Art von "Drall" wird so ein Pinsel wohl immer zurückbehalten, wenn seine Animierung nur auf irgendeiner Form von (kombinierten) Verdrehung(en) oder zyklisch verlaufender Verzerrung beruht.

Daher die so schwierige Frage: Worin sollte überhaupt eine Pinselbewegung bestehen, damit das Resultat "gefällt" und / oder taugt?




Liebe Grüße, Artgenossa

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 221
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Nozzles & Tubes / Bildstempel (v. "3OO-GIRO-GON")

Beitragvon Artgenossa » Di Feb 23, 2021 2:21 pm

Die Animation einer Pinselspitze kann man in AW auch rückwärts ablaufen / abspielen lassen!



Befehl für die Rückwärtige Abspielung eines Bildstempels.png
Der rote Kringel in diesem Screenshot markiert den Button für den Befehl zur rückwärtigen Abspielung des "Tubes" (= Bildstempel-Reihe; Image Hose).

Graues Symbol = Unchecked
Schwarzes Symbol = Checked
Hellgraues Symbol = Inactive / Unavailable


Zurück zu „Artweaver user materials“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast