AIRBRUSH & PIXELSPRAY (Einführung)

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Artgenossa
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AIRBRUSH & PIXELSPRAY (Einführung)

Beitragvon Artgenossa » Do Jan 22, 2015 9:11 pm

Die verschiedenen Airbrush- und Pixelspray-methoden:


Artweaver bietet eine reiche Auswahl an ganz unterschiedlichen Methoden, die Maltechnik "Airbrush" zu imitieren. Da wären zunächst einmal die beiden Pinselarten Airbrush und Pixel-airbrush, welche schon dem Namen nach unschwer zuzuordnen sind. Eine weitere Methode beruht auf der Pinselart Pixel und gestattet dem Anwender die lockere Streu schwarzer, weißer oder farbiger Bildpunkte (kleinste Größe = 1x1 px) - eine mehr oder minder starke Streuung der Pixel regelt man diesenfalls über das Feature "Verwackeln" (und über die erweiterte Pinselfunktion "Verwackeln - Zufall").

Eine vierte und fünfte Methode beruht auf den Pinselarten Bildteil und Bildstempel, setzt allerdings voraus, dass die Anwendung (Installation) über geeignete Bildteile, bzw. Stempel verfügt. Was zunächt wie ein Minuspunkt klingt, ist aber zugleich auch ein Grund für die weiterreichende Unterscheidung der Airbrush-methoden, denn Bildteil ist nicht gleich Bildteil:

Je nachdem, wie hoch die optische Dichte der Bildteile ist, können sie in Malmethode "Deckend" gefahren werden oder eben nicht (stattdessen nur in Malmethode "Lasierend", was sowohl mit gewissen Nachteilen als auch Vorteilen verbunden ist), und je nachdem, ob dieselben Bildteile rotierend oder feststehend gefahren werden, ist nochmals ein "dynamisches" von einem "statischen" Airbrush zu unterscheiden. Letzteres von beiden gestattet auch ohne Anwendung einer Papierstruktur die Einbringung erstaunlich reizvoller Strukturen - die Struktur wird dann mittels Interferenz durch das entsprechend gestaltete Bildteil erzeugt.

Der Gebrauch von "Schablonen" zum Sprühen mehr oder minder harter Kontouren oder Kanten ist in Artweaver ebenfalls möglich: Für die Herstellung entsprechender "Masken" benötigt man dafür allerdings "eigne Formen" (Lame-curve*, Burmester Kurvensatz od. dergleichen) und / oder zumindest das Formenwerkzeug (Rechteck, Kreis / Ellipse) - zur Not gehen sogar "Bildteile" (Pinselspitzen) wenn sie in ausreichend hoher Auflösung vorliegen und opak sind, denn den Rest erledigt dann der "Zauberstab". In Artweaver kann man damit (und dem Textwerkzeug) sogar aus diversen Buchstaben installierter Schriften Schablonen, bzw. Masken herstellen, und zwar nicht zu knapp, denn der Formenreichtum an Buchstaben (... Sonderzeichen und Symbolen, Webdings, Wingdings, etc.) üblicher Fonts ist in der Regel ja ganz ausgesprochen hoch.


Anschauungsmaterial und weitere Erläuterungen dazu folgen demnächst!



Grüße, Artgenossa



*Lame-curve (Superellipse) zum Anschauen, Konfigurieren und Downloaden (Pdf und / oder .svg) gibt's beispielsweise unter http://www.procato.com/superellipse/
Zuletzt geändert von Artgenossa am Mi Jan 13, 2021 6:57 pm, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: AIRBRUSH & PIXELSPRAY (Einführung)

Beitragvon Artgenossa » Do Jan 07, 2021 9:40 pm

Die besonderen VORTEILE (u. Nachteile) des digitalen Malens in Airbrush-Technik gegenüber des digitalen Malens mit Pinseln / Bildteilen anderer Art (Haarpinsel, Bunstift, Kreide, Schwamm, Tupfer, Spachtel, etc.):



1. Verwackeln, respektive das Zittern mit der Hand fällt unter Verwendung von Airbrushes kaum auf - so erzielt man damit in dieser Hinsicht auf dem Rechner auch ohne Grafik-Tablett nur die besten Mal-Ergebnisse.

2. Die für harte Formkontouren erforderliche "Schablonierung" fällt unter Verwendung von Airbrushes ebenfalls kaum bis überhaupt nicht auf, da Sprühnebel ja weder erkennbare "Struktur" noch "Gestalt" besitzt, welche durch (partielle) Schablonierung wie "abgeschnitten" ausehen würde.

3. Die Airbrusch-Technik gestattet die Vereinigung des "(Photo-) u. Super-Realismus" mit den künsterlischen Stärken des Ir- und Surrelismus, also mit dem gewissen Reiz des "phantastischen" oder "unwirklichen" Motivs. Da kann also selbst die unwirklichste Szenerie noch so aussehen wie eine Fotografie physikalischer Realität.


Und klar - das sind "Vorteile", die in der Tat erst mit dem Rechner / Computer vollends erzielt werden können, denn in der "Realität" (reale Airbrush-Pistole) ist jeder Farbwechsel, der ja auch eine Farb-Vorratsmischung erforderlich macht, so dermaßen aufwendig, dass die meisten aller (echten) Airbrushbilder so aussehen, als wären sie mit nur 5 bis 8 verschiedenen Farben gemalt worden, weil der arme Airbrusch-Künstler nicht alle Farben im Sortiment hat. Solche Arbeiten wirken darum auch fast immer a bisserl fad und / oder sehr "künstlich" im eher negativen Sinne von "Kunst".

Was macht der Airbrush-Maler also: Er brusht zugleich mit 5 bis 8 verschiedenen Farbpistolen und wechselt bei jeder Pistole höchstens 3 mal den Farbton, weil der Farbwechsel dann immernoch ziemlich umständlich und zeitraubend ist. Aus ähnlichem Grunde versucht er auch den Einsatz von geschnittener Maskierfolie auf das Notwendigste zu reduzieren, sodaß seine Werke meist auch arm an "Kontour & Schärfe" bleiben. Schon von daher allein ist völlig klar, weshalb selbst diese Airbrushbilder nie wirklich "photorelistisch" aussehen, sondern eher wie billige Abziehbilder mit dem starken Hang zum Kitschigen.

Der traditionelle Pinselmaler (in Öl / Öl-Pastell) hat hingegen keinerlei Probleme damit, gleich ein bis zwei Dutzend verschiedene Farben auf seine Palette zu schmieren und nur dort eine schier unendliche große Anzahl verschiedener Farb-Abtönungen in Kleinstmengen vorzumischen und auf dem Bild sogar noch ein weiteres mal mit jenen Farb-Schattierungen abzumischen, die schon auf dem Bild sind. Zwei~ bis Dreitausend verschiedene Farben sind in diesem Falle recht schnell und einfach zusammengestellt, und zwar immernoch äußerst wirtschaftlich (... finanziell gesehen).

Dasselbe geht in der "echten" (mechanischen) Airbrusch-Technik nicht mal nur ansatzweise, da die verspühten Farben hier auch äußerst schnell "anziehen" und sich mit allen noch nachfolgenden Farben nicht mehr richtig vermischen. Eben das ist bei der digitalen Airbrush-Technik aber ganz anders, denn zum einen stellt hier schon die Vormischung keinen Materialverlust dar, und zum anderen funktioniert die Mischung mit bereits "versprühter" (aufgetragener) Farbe auch noch am nächtsten Tag und / oder drei Jahre später - einfach jederzeit und immer - ergo: Die techn. Nachteile des echten Airbrushers hat der digitale Airbrusher nicht - letzterer bringt bei Bedarf trotzdem noch spielend leicht über 3000 Farben auf die (virtuelle) Leinwand, und wenn's unbedingt sein soll, dann auch 10.000 verschied. Farben, denn der Rechner an sich hat schon mal überhaupt kein Problem damit.

Und noch ein weiterer Nachteil der echten Airbrush-Technik entfällt bei digitalem Airbrush: Der in der realen Airbrush-Technik ziemlich arbeitsintensive Schablonen~ und / oder Maskierfolien-Schnitt, nämlich, denn der Computer-Airbrusher trimmt stattdessen nur virtuelle "Masken", deren Kanten auch noch ganz nach belieben "weich" (graduiert-halbdeckend) eingestellt werden können, sodaß hier auch niemals eine abgegrenzte Farbfläche gegenüber einer anderen Farbfläche wie abgeschnitten oder wie ein mit Schere zurechtgestutzer Lackfilm (Folie) aussehen muß.

Zwei kleine Nachteile hat die digitale Airbrush-Technik aber auch:

1. Die .PNG~ oder PDF-Datei ist noch keine echte Leinwand - hier wird also das Drucken und das Druckergebnis zur echten Herausforderung auf einem anderem Gebiet.

2. Gerade weil Airbrush-Bilder keine pinseltypischen Strukturen aufweisen und damit auch kaum "persönlich-individuelle Noten" tragen - das, was man ansonsten "Charm" nennen würde - können sie sich gegenüber anderen Malereien kaum behaupten, wenn sie nicht wenigstens durch ein ganz herausragendes "(Licht~, Form~ und Farb~) Arrangement" und Thema aus der Reihe fallen. MIT so einem herausragenden Arrangement und Thema wird aber auch die Malerei in Airbrush-Technik wieder "schwierig".

Und zu dem schwierigen Aspekt "Charm" möchte ich auch mal den nachstehenden Bildausschnitt aus einem Gemälde von Jakub Schikaneder vorstellen, denn das gesamte Bild, welchem der Auschnitt entnommen worden ist, ist ebenfalls eher "fad" und in Gegenüberstellung 100.000 weiterer Kunstwerke auch eher unbedeutend bis langweilig - ein Gemälde von Millionen. Der Auschnitt allein ist aber ganz ausgesprochen EINMALIG - dies allerdings auch nicht etwa wegen gewisser Strukturen in der Pinselei, sondern wegen der "Szene" (Stimmung), Perspektive und / oder Pose:


Jakub Schikaneder -Murder in the House - das Mädchen.PNG



Also gewisse "Strukturen" als Relikte von Pinselstrichen sind auch in dieser geringen Auflösung des Bildes noch zu sehen, sind aber nicht wirklich das, was es hier "rausreißt" oder das Bild so hervorragend machen: Die selbe massive Wirkung hätte der Bildausschnitt auch dann, wenn er nicht mit Haarpinseln in Öl, sondern vollends strukturlos in digitalem Airbrush gemalt / gesprüht worden wäre.

Nur zur Vollständigkeit noch der Rest des ganzen Bildes, bzw. das Gesamtbild - "Murder in the House" (gemalt 1890; Öl auf Leinwand - 2 x 3 m groß!):


Jakub Schikaneder -Murder in the House (9%).png

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Jak ... _House.JPG

Auf nachstend verlinkter Website (National Gallery Prague) kann man in dasselbe Bild (wegen höherer Auflösung) noch deutlich stärker "reinzoomen" - dann wäre praktisch jeder Pinselstrich zu sehen (vom Firnis, zumindest - Marderhaarpinsel hinterlassen in Öl keine Pinselstrukturen).

https://sbirky.ngprague.cz/en/dielo/CZE:NG.O_5736




Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am Mi Jan 13, 2021 6:06 pm, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: AIRBRUSH & PIXELSPRAY (Einführung)

Beitragvon Artgenossa » Do Jan 07, 2021 10:00 pm

Jede Menge (von mir) spezialisierte Airbrusch-Pinsel zum Downloaden gibt's hier:

viewtopic.php?f=6&t=2304&p=8831#p7162


Liebe Grüße, Artgenossa


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