Wissenswertes zu Bildteil- und Pinselgröße (AW Plus)

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Artgenossa
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Wissenswertes zu Bildteil- und Pinselgröße (AW Plus)

Beitragvon Artgenossa » Sa Mai 18, 2013 11:06 pm

Die Pinselgröße (selbsterstellter Pinsel oder Bildteile)


Zur Größe der Pinsel in Artweaver Plus weiß ich folgendes mitzuteilen: Alle Bildteile, welche mit einem quadratischen Auswahlrechteck (Seitenverhältnis 1:1 = 1) aufgenommen worden sind, werden von Artweaver in genau jener Größe wiedergegeben, die der gewählten Größe des Auswahlrechtecks entspricht - zeigen also auch nur in dieser "Pinselgröße" ein scharfes Abbild desselben. Für Artweaver Plus ist nun zwar eine maximale Pinselgröße von "500" angegeben - das entspricht für gewöhnlich auch den Abmessungen des Pinsel (in Pixeln) bei größtmöglicher Einstellung - aber nichtsdestotrotz können eigene Pinsel erstellt werden, die in zumindest einer Dimension weit über 2000 Pixel Größe erreichen. Wie stark Artweaver einen Pinsel skaliert (od. "relativiert") hängt nämlich auch sehr vom Seitenverhältnis des Auswahlrechteckes ab, das man zum Zwecke seiner Aufnahme aufgezogen hatte. War dieses Seitenverhältnis verschieden von >1<, also etwa 1:2, 1:3 oder 1:1,5 dann fungiert der Kehrwert daraus bezüglich aller möglichen "Pinselgrößen" als Multiplikator (= Vergrößerungsfaktor). Für die Aufnahme eines Bildteiles beträgt die maximale Größe des Auswahlrechtecks 254 x 254 px (AW v.3.0) - größere Bildteile können nicht aufgenommen werden. Beträgt aber eine dieser beiden Seiten nur die Hälfte der zulässigen Maximalgröße, dann kann das Bildteil schon mit einem Auswahlrechteck von nur 126 x 254 px aufgenommen werden, was letzlich in einem (fast) doppeltsogroßen Pinsel resultiert. Klingt paradox, ist aber tatsächlich so! Schon ganz generell skaliert Artweaver die kleineren Bildteile viel stärker als die größtmöglichen Bildteile, und das schlägt eben auch dann zu Buche, wenn das Bildteil zum einen Teil klein und zum anderen Teil groß ist, also "schmal aber hoch".

Ganz genau errechnet sich die (maximal mögliche) Pinselgröße wie folgt:

Bildteile, die mit einem Auswahlrechteck der Größe von beispielsweise 155 x 155 px aufgenommen worden sind, werden in Artweaver genau dann 1:1 abgebildet, wenn auch die Pinselgröße genau 155 beträgt. Für Aufnahmen mit der maximalen Rahmengröße (254 x 254 px) ist das dann die Pinselgröße 254, denn ebenso groß war das Auswahlrechteck während der Aufnahme dieses Bildteiles.

Da die für Artweaver Plus 3.0 ausgegebene, maximale Pinselgröße „500“ berträgt, kann dieses Bildteil noch um den Faktor 500:254 = 1,97 vergrößert werden – das maximal vergrößerte Bildteil hat dann also die Abmessungen 500 x 500 px. Da dieser Faktor mit steigender Originalgröße des Bildteiles abnimmt, beschränkt sich die maximale Größe jeden relativierten Bildteiles auf 500 x 500 px, was natürlich mitsichbringt, dass bei sehr kleinen Bildteilen auch der einzelne Bildpunkt (Pixel) sehr stark vergrößert wird. Mit der Vergrößerung eines Bildteiles steigt daher auch die Unschärfe seines Abbildes, und auch für die Größe der kleinstmöglichen Bildteilaufnahme besteht abgesehen von A ≥ 2 x 2 px keine Untergrenze. Eine Vergrößerung des Bildteiles der Abmessung 2 x 2 px um den Faktor 500:2 (= 250 !) ist also genauso möglich, wie die Vergrößerung des größtmöglichen Bildteiles (= 254 x 254 px) um den Faktor 500:254 (= 1,97).

Interessant ist in diesem Zusammenhang nun, dass das Seitenverhältnis des Auswahlrechtecks auch verschieden von 1:1 = 1 sein darf, und dass sich der Vergrößerungsfaktor stets aus dem Verhältnis der maximalen Pinselgröße (=500) zur Breite (!*) des Auswahlrechtecks errechnet, sodaß durchaus Pinselgrößen erreicht werden können, die auch deren größere Abmessung um diesen Faktor übersteigen. Ein Bildteil der Abmessung 50 x 254 px (Breite x Höhe od. x : y *) kann also bis zu einer größe von 500 x 2540 px (!) aufgeblasen werden, da diesenfalles nicht nur die Breite, sondern auch die Höhe mit 500 : 50 (= 10) multipliziert wird. In dieser Extreme ist jetzt nur noch fraglich, wie groß die kleinstmögliche Abmessung ist, denn wie's bislang aussah, sind recht viel weniger als 10 px nicht möglich. Getestet habe ich schon die extrem schmalen Bildteilabmessungen 5 x 254 px und 2 x 254 px. Beim Versuch, auch noch das schmälere der beiden Bildteile mit größtmöglicher Pinselgröße zu fahren, hat sich Artweaver aufgehängt und ließ sich nicht mehr schließen (es war ein Neustart des Rechners und eine vom Betriebssystem erzwungene Schließung des Programms erforderlich). Ich denke also, Pinsel (Bildteile) mit einer Abmessung von nur 20 x 254 px können auch mit größtmöglicher Pinselgröße (500) noch ganz gefahrlos gefahren werden - der Pinsel hat dann immerhin schon die Abmessungen 500 x 6350 px !!!

Tragfähig ist auch noch der Pinsel mit den Abmessungen 500 x 12700 px :shock: (Bildteil-bzw. Bildteil-aufnahmegröße = 10 x 254 px, multipliziert mit 500:10 od. 50), aber das bringt den gewöhnlichen Home-rechner schon an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit :? (Pinsel-zuggeschwindigkeit fällt stark ab), und würde ja nur dann noch einen Sinn haben, wenn auch die Malunterlage entsprechend groß wäre. Doch welcher Rechner packt noch Bildbearbeitungen auf Bildgrößen oberhalb von 400 MB oder 20.000 x 20.000 px ??? Meine kleine Acer / e-machine (4 MB Arbeitsspeicher) fängt schon dann zu pusten und zu bocken an, wenn die Bildgröße nur 40 MB zu erreichen droht :( .

* Diese überdimensionale Vergrößerung funktioniert nicht, wenn anstatt der Höhe des Bildteiles die Breite das größere Maß hat. Es muß die Höhe größer als die Breite sein! Oder anders ausgedrückt: Die maximale Pinselhöhe (PHmax) entspricht dem Quotienten aus maximaler Pinselbreite (PBmax = 500) und der Breite des zugrundeliegenden Bildteiles (BtB); PHmax = (PGmax : BtB) x BtH Das heißt also, dass sich der Artweaverbegriff "Pinselgröße" oder "maximale Pinselgröße" nur auf die Breite des Pinsels bezieht, denn die absolute Größe des Pinsels kann 500 noch sehr weit überschreiten - lediglich die Breite ist auf 500 begrenzt.

Dass dem ganzen Gefasel nun aber auch kaum einer mehr folgen kann, seh' ich schon selbst, also gibt's hier demnächst noch eine "Skizze" dazu, damit's wirklich jeder versteht - selbst Milchmädchen und Acht- oder Zehnjährige.


Salute, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am Fr Jan 09, 2015 4:09 pm, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Wissenswertes zu Bildteil- und Pinselgröße (AW Plus)

Beitragvon Artgenossa » Mo Sep 09, 2013 10:29 pm

Also - nachstehende Abbildung kann hoffentlich besser erklären, wie Artweaver Bildteile vergrößert, wenn deren Seitenverhältnis nicht genau jenem eines Quadrates entspricht:


AW-Bildteil-Skalierung.png
Artweaver Plus 3.0 / 4.0 - Bildteil-skalierung


Legende:

1. Das rote Quadrat steht für die (theoretisch) maximale Pinselgröße in Artweaver Plus.

2. Das grüne und blaue Rechteck links stehen für je ein Bildteil in seiner Originalgröße (die Größe des Auswahlrechtecks bei der Bildteil-aufnahme)

3. "BT" steht für "Bild-Teil"

4. Rechts im Bild dieselben Bildteile nach ihrer Skalierung auf die maximale Pinselgröße


Erklärung: Die vermeintlich "maximale Pinselgröße" (AW free = 250; AW plus = 500) bezieht sich nur auf die Breite eines Bildteiles. Jedes Bildteil kann genau soweit vergrößert werden, bis seine Breite genau 250 bzw. 500 px erreicht hat.

Da das Seitenverhältnis eines Bildteiles selbstverständlich auch während seiner Skalierung beibehalten wird, kann seine Höhe die magischen "500 px" (AW plus) weit überschreiten, wenn es im Hochformat aufgenommen worden ist. Ist dieses Bildteil nun so dermaßen schmal, dass es 10 mal in die Breite des roten Quadrates paßt, dann würde es bei maximal möglicher Vergrößerung auch auf das 10-fache seiner Höhe skaliert werden - ganz unabhängig davon, wie groß diese Höhe ist.

Ist das Bildteil also zum Beispiel nur 50 px breit, aber 600 px hoch (die maximale Aufnahmegröße beträgt neuerdings weit mehr als 254 x 254 px), dann ist es nach seiner Skalierung auf die maximale Pinselgröße genau 500 x 6000 px groß! Andererseits kann ein querliegend aufgenommenes Bildteil (i. d. Zeichnung grün dargestellt) niemals die volle Größe "500 x 500" erreichen, denn bei einer Breite von 500 px ist einfach Schluß mit "Größer-machen". Wenn es bei einer Breite von 500 px nur 300 px hoch ist, dann ist das dessen maximale Größe (500 x 300). Bildteile der Größe 50 x 600 px können allerdings erst seit Artweaver 4.0 (Plus) aufgenommen werden. Trotzdem waren auch schon in den früheren Versionen sehr große Pinsel möglich - sie mußten halt nur noch schmäler sein, um mit entsprechend hörerer Multiplikation in die Höhe schießen zu können.


(was in der Zeichnung evtl. für Mißverständnisse sorgen kann - rechte Seite: Die Unterkannte des grünen Rechtecks überdeckt die Unterkannte des blauen Rechtecks. Es stehen aber natürlich auch auf der rechten Seite beide Rechtecke auf dem "Fußboden"!)



Für alle, die mir soweit ganz problemlos folgen konnten, habe ich dann noch die große Preisfrage:

Seit neuestem kann Artweaver Plus (v4.0) Bildteile bis zu einer Größe von 1000 x 1000 px aufnehmen. Was bedeutet das nun für die möglichen Pinselgrößen, wenn nachwievor die soeben geschilderten Sachverhalte zutreffen (auch in AW Plus 4.0 beträgt die maximale Pinselgröße immernoch genau "500") ???







Antwort: "Im wesentlichen zwei größere Vorteile und einen etwas unbedeutenderen Vorteil":

1. Der etwas unbedeutendere Vorteil ist der, dass Sie zur Erstellung von eigenen Bildteilen nun auch größere Bildausschnitte gleich so verwenden können, wie sie sind, und nicht mehr erst verkleinern müssen.

2. Ein größeres Seitenverhältnis zum Zweck der Ermöglichung besonders großer (= hoher) Pinsel, ist jetzt auch in Verbindung mit größerer Bildteilbreite zu erzielen, denn um zum Beispiel die exotische Pinsel-übergröße 6000 px erreichen zu können, muß das Bildteil nicht mehr unbedingt extrem schmal sein, sondern kann nun stattdessen auch "extrem hoch" sein, also eher "tall" statt "small". Oder anders ausgedrückt: Wenn ich jetzt ein Bildteil der Abmessung 300 x 1000 oder 500 x 1000 px aufnehme, dann kann es auch in dementsprechender Größe als "Pinsel" verwendet werden, während dasselbe Bildteil zuvor gar nicht aufgenommen werden konnte, weil die Höhe 1000 viel zu groß war. Trotz gleichgebliebener "maximaler Pinselgröße" in AW4 können nun also doch weitaus größere Pinsel gefahren werden, und zwar auch noch in Verbindung mit einem dritten Vorteil:

3. Durch die deutlich höhere Bildteil-aufnahmegröße, sind nun auch Pinsel mit deutlich höherer Auflösung, also von deutlich besserer Abbildungsschärfe möglich, denn die Pinselgröße 300 oder 500 ist nun nicht mehr nur per Skalierung und / oder Interpolation zu erzielen, sondern auch ohne. Das heißt, viel mehr "Pixel" bekommen Sie jetzt nicht mehr nur durch eine "stochastisch" ermittelte Aufsplittung von relativ wenigen Pixeln eines entsprechend kleinen Originals, sondern können jetzt auch schon gleich ein größeres Original aufnehmen, welches dann eben nicht mehr vergößert werden muß.


Allerdings bringt letzterer Vorteil auch wieder ein gewisses Problem mit sich, sofern man ihn denn wirklich ganz ausschöpfen wollte, denn eine "negative Skalierung" (die Verkleinerung großer Originale), ist einer Abbildungsschärfe beinahe genauso abträglich, wie die Vergrößerung. Das heißt, mit nur einem viel höher aufgelösten Bildteil, haben Sie jetzt nicht ganz automatisch auch alle kleineren Pinsel in bestmöglicher Abbildungsqualität parat, sondern eher im Gegenteil, ein entsprechend (viel) größeres Sortiment zu pflegen. Die bestmögliche Abbildungsschärfe kleinerer und sehr kleiner Pinsel erzielen Sie nämlich nachwievor nur mit entsprechend bearbeiten Bildteilen, also eben nicht nur durch eine ganz einfache "Skalierung" (Verkleinerung) des allergrößten. Bei Haapinseln ist das wohl ohnehin klar, denn kleinere Haarpinsel haben nicht etwa "kleinere" oder "viel dünnere" Haare, als die großen, sondern "WENIGER"! Aber auch bei Pinseln ganz anderer Art, ist die Verkleinerung durch bloßes Skalieren (Interpolieren) nicht die allerbeste Lösung. Vor allem Schriftdesigner (Bilschirmschriften) wissen davon ein langes Klagelied zu singen, denn nur wegen der verflixten Pixel-logik im "digital painting" ist das meist sehr teure, bzw. arbeitsintensive "Hinting" nicht zu umgehen - also ganz freiwillig oder nur zum Spaß, macht das ganz gewiss niemand. Man macht's, weil das Endprodukt einer Verkleinerung ganz ohne weiter Anpassung einfach nicht hinnehmbar ist, und in digitaler Bearbeitung von Photografien oder Kunstgraphiken gibt's eben ganz ähnliche Schwierigkeiten ...



Klingt immernoch kompliziert?

Das wesentliche meiner Message kann tatsächlich auch mit nur drei Sätzen ausgedrückt werden: Die in AW angezeigte "Pinselgröße" bezieht sich nur auf die Breite des einem Pinsel zugrundeliegenden Bildteiles. Somit ist die Skalierung nur bezüglich der Bildteil-breite auf "500" beschränkt - nicht auch in Bezug auf die Höhe oder den Flächeninhalt des Bildteiles, also könnten entsprechend proportionierte Bildteile durchaus auch bis zu einer Größe von 1000, 2000 oder noch wesentlich größer gefahren werden. Ein Pinsel der (Bildteil-) Abmessung 500 x 5000 px wird in AW trotzdem nur mit "500" angezeigt, denn das ist dann die "Breite" des Pinsels (bzw. des Bildteiles), und eben immer nur die wird da gemessen.

Ergänzend muß man nur noch dazusagen, dass dieser "Effekt" zunichte gemacht wäre, wenn dasselbe Bildteil "querliegend" aufgenommen worden wäre, denn genau dann würde nicht die kleinere, sondern die größere Seite (5000 px) auf 500 begrenzt, sodaß die kleinere Seite nur noch 50 px mäße (eine Skalierung ändert ja nichts an der Proportion). Der größtmögliche Pinsel wäre dann in der Tat 10 mal kleiner, als das Bildteil tatsächlich ist!

Wer also auf besonders große Pinsel aus ist, sollte tunlichst vermeiden, eigene Bildteile im "Querformat" aufzunehmen. Wannimmer es die Gestalt eines Bildteiles zuläßt, im Hochformat aufgenommen zu werden, sollte man das auch tun. Zu bedenken wäre da nur, dass die in AW auch noch nachträglich mögliche "Formänderung" (Stauchung) eines Bildteiles ebenfalls nur in Y-richtung (also nur "hochkantig") wirkt, und zwar ganz und gar unabhängig vom aktuellen "Winkel" des Bildteiles, denn die Verdrehung eines Bildteiles geschieht immer mitsamt seinem "Koordinatensystem". Wenn das Bildteil verdreht worden ist, ist auch die "Y-richtung" möglicher Stauchung verdreht worden. Ein eventuell "verkehrtherum" aufgenommenes Bildteil, kann damit also NICHT mehr kompensiert werden - "Querformat bleibt Querformat" - und folglich muß sein Bildteil im Hochformat aufnehmen, wer's im Hochformat haben will.






(mehr dazu demnächst)




Liebe Grüße, Artgenossa


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