Tut-anch-amun I-III / Farbe vertreiben & Weichzeichnen

Hier können eigene Artweaver Materialien veröffentlicht und gedownloadet werden - Here you can publish custom Artweaver materials and download them.
Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Tut-anch-amun I-III / Farbe vertreiben & Weichzeichnen

Beitragvon Artgenossa » Mo Mär 25, 2013 10:05 pm

Tut-anch-amun Teil I


Hallo liebe Kunstmaler,

mit dieser kleinen Anleitung zum gehörigen Farbe-vertreiben versuch' ich auch etwas jenen Stimmen entgegenzuwirken, die regelmäßig bemängeln (od. behaupten), dass das in Artweaver nicht vernünftig ginge, weil's an geeigneten Werkzeugen fehle, oder weil die Verschmierfunktion fast nur rum-zicke. Im internationalen Teil des Forums ist das noch häufiger herauszuhören als im deutschsprachigen. Nun ja - Vermischen ist nicht dasselbe, wie "Verwischen" oder "Smudge". Letzteres war* in der Tat noch verbesserungswürdig, aber Farbe "Vermischen", geht ganz hervorragend. Doch der Reihe nach ...

* Ich schrieb diesen Artikel zu Zeiten der AW-Version 3.0 / 4.0 - Inzwischen (AWPlus v5.0!) funktioniert auch das Verwischen (Smudge) sehr gut. Voraussetzung: 16bit Malmodus / Verwischen / Kreisförmig / hohe Deckkraft / kleinster Pinselabstand / Verwackeln und erweiterte Pinseleigenschaften ausschalten.


Ich fand die Überschrift "Tut-anch-amun" besonders passend, weil's zum einen gut ein "Tut-orial" überschreiben könnte, und zum anderen einen der vielen ägyptischen Könige (Pharaonen) benennt, die sich regelmäßig das Gesicht geschminkt haben. Überhaupt seh' ich in der altägyptischen Hochkultur die Erfinder hochkomplexen "Vermalens" oder Mahlens (gemahlener, in Harz gekneteter und gereinigter Lapislazuli für brillantes Ultramarinblau und zur Fraktionierung / Zerlegung in seine blau-violett schattierenden Bestandteile, und dererlei ähnliche Spässle – später das „Fra Angelico Blau – so benannt nach dem Wiederentdecker der ältesten Fertigungsmethode aus dem Nildelta; wer ab und zu den Katalog Kremer-Pigmente studiert, weiß, dass ein Kilo dieses Pigments schon über 15.000 (!) Euro kostet). Die Ägypter perfektionierten nebenbei auch das "Weichzeichnen" auf Papyrus oder Ziegelstein. Um die alte Kunst des trockenen Vermalens und Weichzeichnens - entfernt sogar, um die des Verschmierens / Schminkens - geht es hier nun ausführlicher.

Schminken oder Schmücken (Schmuck) kommt übrigens nicht von "schmieden" (< schmettern) oder Geschmeide, wie vielleicht irgendwo gelesen, sondern von "schmecken" und "schmiegen" - sogar die Vokabeln Schmach (schmähen) und Schmeichelei sind damit urverwandt. Schmecken / schmücken meinte ursprünglich "vergleichen / angleichen / gleichmachen", wobei nicht zu vergessen ist, dass schon die einstige Kriegsbemalung genau jene Funktion übernommen hat, die heute das "Camouflage", eine Uni-form oder das Vereinstrikot übernimmt: Das Dekor zeigt, wer die (sich) "Gleichgesonnen" sind! Soldaten in Tarnkleidung sympatisieren also ganz offenkundig mit dem Gestrüpp in welchem sie nicht entdeckt werden wollen. Dass dies' Gestrüpp, bzw. die Tarnung stehen bleibt ist ihnen definitiv wichtiger, als dass Menschen stehen bleiben - letzters wollen sie lieber mit allergrößtem Erfolg um-nieten und dem Erdboden gleich machen, also ist das nicht etwa nur ein blöder Witz von mir, sondern bestätigt nur alle Theorie zum eigentlichen Sinn des Schminkens. Die berühmteste Ableitung daraus nennt sich "Farbe bekennen" und zeigt sich noch immer in Gestalt von Logos, Flaggen und Wappen alias "Waffen" - (engl.) "Wappons". Färben, hingegen, ist mit Werben verwandt: "Sich zu erkennen geben" oder "erkenntlich zeigen" ... ! Eben das geht mit nichts so gut, wie mit Werbung oder Färbung, und dort zeigt sich dann auch, wer Geschmack hat, und wer nicht. Jemanden "schmähen" bedeutet, ein Zeichen an ihm machen (wie Gott dereinst an Kain), also "kennzeichnen" - dazu zählen diverse Musterungen ebenso wie einst der "Schmiss" unter manchen Bruder- oder Burschenschaften. Klar, dass sowas schon mal auch in anderem Sinne ins Auge gehen kann, und in eines Betrachters Auge, welches verloren ist, liegt noch nicht mal mehr Schönheit.



Verschmieren, Vertreiben oder Verrühren?


Zunächst mal die ganz banalen Irrungen zu dem Thema:

Wie schon mehrfach an anderer Stelle erörtert, hat das Artweaver-tool „Verwischen“ tatsächlich ein, zwei unliebsame Eigentümlichkeiten - hinsichtlich des "Colorits" besorgt es vielmehr eine Entmischung denn eine Ver-mischung. Glatt gerät die Rührung noch allemal. Mehrerlei Farben völlig glatt ineinander verrühren und mischen, ginge allerdings auch dann, wenn dieses Tool überhaupt nicht existierte, denn mit diesem Kunststück hat das andere nur noch sehr mittelbar zu tun – eigentlich gar nichts!

Verschmieren (smudge) oder Verwischen zieht oder verschleppt mehrere Farben in eine bestimmte Richtung, wobei sie sich nur unter ganz gewissen Umständen zu vermischen drohen, nämlich nur, wenn das so- oder sogenannte Feature dementsprechend eingerichtet (programmiert) ist. Ein und dasselbe „Tool“ funktioniert heute in bald jedem Bildbearbeitungsprogramm ein bisschen anders, doch in Artweaver geht genau das noch überdurchschnittlich gut. Eventuelle „Macken“ zeigt dieses Tool erst dann, wenn der Anwender nicht viel Zeit darauf verschwenden will, in seiner zu Anfangs überhastigen Pinsel-erprobungsphase zu vermerken, welche Pinselführungsparameter unterdessen versucht und verstellt werden. Im herkömmlichen Sinne nämlich, verfügt Artweaver über keinen speziellen „Verschmierpinsel“ – das vermeintliche „Tool“ – sondern vielmehr über eine Verschmier-FUNKTION (!), die sich diversen Werkzeugspitzen zuweisen läßt (Pinselpalette > Allgemein >Methode > Verwischen). Das ist auch nicht etwa ein Dilemma, sondern bringt dem verflixten Malprogramm nochmal einen ganz gehörigen Pluspunkt und Vorsprung gegenüber zahlreichen anderen Malprogrammen: Da das Verwischen aufgrund seines Funktionsstatus' mittels aller möglichen Pinselspitzen bewerkstelligt werden kann, gibt es dem Künstler noch wesentlich mehr Freiheiten in seiner Umsetzung und auch noch viel mehr Kontrolle über das Pinselverhalten. Es sind nun gewissermaßen die kaum überschaubar vielen Freiheitsgrade der Pinsel oder Pinselengine, die das vermeintliche Tool allerhöchst „instabil“ erscheinen lassen, doch in Wahrheit ist so ein Tool gar nicht da – es ist eine Funktion alias „Methode“ unter vielen anderen Methoden.

Wenn diese Funktion nun solchen Pinseln zugewiesen wird, die während des Ziehens Pirouetten drehen, verwackeln, ihre Größe ändern oder fingerbreite Sprünge ausführen, dann mißlingt das Vermischen ganz selbstverständlich, denn Vermischen ist nicht Verwischen, und Verwischen ist nicht Verrühren, sondern Verwischen. Gerade wenn Sie zu Artweaver greifen ist es eben sehr von Vorteil ziemlich GENAU zu wissen, was Sie eigentlich wollen, denn was vielleicht der Preis nicht vermuten läßt: Es geht hier längst nicht mehr um Bedienung von B-ware – Artweaver kann bereits sehr detailiert darauf eingehen, was Sie sich unter Malerei vorstellen – sogar darauf, wozu Sie sich noch nie weiterreichende Gedanken gemacht haben. Dass auch die Verschmierfunktion noch (sehr) verbesserungswürdig ist, soll nicht geleugnet werden, aber im großen und ganzen gilt, dass AW frühestens dann nicht mehr kann, wenn Sie nicht mehr können.

Kommen wir nun also zu Kunst, Können und Kenntnis …


Alle erfahrenen Kunstmaler sind sich in einer Hinsicht völlig einig: Farbverläufe, die so weich, weit und ebenmäßig verlaufen, wie sie von entsprechend eingerichteter Hard- und Software aufgespielt werden können (16 bit Farbtiefe pro Kanal vorausgesetzt!), sind von Pinsel und Künstlerhand niemals (zuvor) erreicht worden und von Hand und Augenmaß einfach nicht zu leisten – das geht nichtmal mit der besten Airbrush-pistole und Lesebrille. Und trotzdem – selbst daran findet noch jeder Anfänger enorm häufig was auszusetzen, und zwar gerade deshalb. In einer klaren Spargelsuppe entdeckt er freilich kein (blondes) Haar, aber auf einem weißen Lackschuh selbst noch aus bald zwei Metern Augenhöhe. Das liegt nicht etwa (nur) an Pedanterie, sondern in der Natur der Sache, beziehungsweise in der Natur menschlicher Wahrnehmung. Unter lauter Unregelmäßigkeiten ist nämlich auch das Unmaß Regelmaß, aber auf einem vollends einfarbigen Velourteppich ist selbst der allerkleinste Krümel schon eine ganz ausgesprochene Gemeinheit wider das Auge, erst recht aber wider den Perfektionisten, der seinen Teppich allabendlich bürstet, weil da selbst der allerleichteste „Fahrer wider den Strich“ ganz unmöglich aussieht – vor allem jedoch, der „einzigste“ Fahrer. Wären es wenigstens viele, gleichmäßig verteilte Fahrer, wär's ja wieder „gleichmäßig“, aber halt nicht, wenn ansonsten alles ebenmäßig ist oder – ähhh – gleichmäßig. Nachstehende Abbildung soll eine Vorstellung davon vermitteln, was gerade das Thema, „Sache“ oder das Problem ist:

(Um die Abbildungen in voller Größe / Auflösung betrachten zu können, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Bild und wählen "Öffnen")


Vergleich 1.png
Vergleich 1 - 8bit Gradienten


Vergleich 2.png
Vergleich 2 - Bänderung "gebändigt"



Zu Abb.1: Die Gradienten wurden mit Artweaver erstellt, und wie Sie's da auch drehen oder wenden, werden Sie die unliebsame "Bänderung" nicht vermeiden können, solange die Anzahl aller erforderlichen Zwischentöne nicht mit der Anzahl aller überspannten Bildzeilen übereinstimmt. Die unten eingeblendeten Zahlenwerte geben die Spannweiten (vertikale Bildzeilen) an - ein schwarzes Mittelfeld (120 Bildzeilen) ist nicht mit hinzuzurechenen - graduiert wurde nur über die Spannweiten rechts und links davon (die Gesamtbreite jedes Einzelnen der drei Teilbilder beträgt 1000 Bildzeilen; Höhe = 250 Bildz.).

Erklärung:
Bei einer Farbtiefe von nur 8bit pro Kanal sind maximal 256 verschiedene Grautöne darzustellen (Schwarz u. Weiß inklusive), und wenn ihr Gradient beispielsweise 150 verchiedene Grautöne erfordert (z.B. von Graustufe 60-210, neutral-grau!), sich aber über 100 (= zu wenig) oder 200 (= zu viel) Bildzeilen erstrecken muß, kann die Spanne nur sehr unregelmäßig graduiert werden. Zwischen Graustufe 60 und Graustufe 210 sind nicht ebenfalls 256 verschiedene Graustufen darzustellen, denn die Spanne von 60 bis 210 bildet ja nur noch eine Teilmenge aller 256 möglichen Graustufen. Zwischen einem mittleren Grau und Weiß (od. Schwarz) können also nur noch halbsoviele Abstufungen dargestellt werden (etwa 128), weil die andere Hälte ja schon "absichtlich" ausgegrenzt worden ist. Die "fehlerhafte" Verteilung über die ausgewählte Strecke (Spanne) des Gradienten irritieren zum einen das Auge, weil die Tonsprünge zugleich unregelmäßig und grenzwertig sind (fast nur noch unterschwellig wahrgenommen werden können), und zum anderen die hohe Erwartung enttäuschen. Letzteres entfällt natürlich, wenn der Nebeneffekt beabsichtigt ist - auch das kann vorkommen und Wesentliches zu einer bestimmten (gewünschten) Bildwirkung beitragen.

Zu Abb.2: Der obere Gradient aus Abb.1 wurde hier mit drei verschiedenen "Filtern" nachbehandelt. Artweaver hält sowohl den Filter Rauschen, Störung hinzufügen (mono- od. polychrom), als auch den Filter Korneffekt bereit, mit welchen die sogenannte "Phalanx" (geschlossene Reihe von Pixeln gleichen Farbwertes) mehr oder minder gut beseitigt - quasi "aufgerissen" / zerstreut - werden kann. Obwohl damit noch mehr Unregelmäßigkeiten hinzugefügt werden, ist die Gesamtwirkung dennoch "ebenmäßiger" und beleidigt das Auge nicht so sehr, wie die Bänderung. Es wäre nun allerdings ein Trugschluß, voreilig anzunehmen, mit einem Weichzeichner könnten nun auch noch die Körner beseitigt werden: Je mehr die Körner wieder mit dem Hintergrund verschwimmen, desto stärker tritt auch wieder die Bänderung hervor, denn trotz aller sonstigen Tricks kann Artweaver schlichtweg nicht mehr als nur 254 Töne zwischen Schwarz und Weiß darstellen, und genaugenommen noch nicht mal die allesamt! Auch die Filter können das nicht ändern (Beachten Sie hierzu die rot umringten Bildareale - dort wurde demonstrativ mehrfach "stark weichgezeichnet"!). Lediglich in einem anderen, entsprechend ausgestatteten Programm könnte eine feinere Abstufung auch noch nachträglich "hochgerechnet", also deutlich verbessert werden (Rendering). In Beurteilung des vermeintlich "groben Rauschens" bedenken Sie bitte auch, dass eine Bildgröße von nur 1000x250 pixel im Vergleich zu einer vollaufgelösten Fotografie (Kleinbildkamera) besonders "winzig" ist - Sie betrachten hier vielmehr Lupenbilder - keine "Poster"!

Bildbearbeitungsprogramme, welche eine Farbtiefe von 16 bit pro Kanal unterstützen, vermögen bereits über 60.000 (theoretisch 65.500) Zwischentöne darzustellen - Bänderung tritt dort nur noch in sehr schwierigen Fällen und auch dann nur noch sehr schwach in Erscheinung. (Ausprobiert in FilterForge Pro - eine Artweaver-malerei von etwa 11 MB hatte nach sanfter Filterung in FilterForge plötzlich über 28 MB und wies nicht mehr auch nur die allergeringste Bänderung auf).

Es genügt aber schon mal nur dieses "Farbabstufungs-prinzip" verstanden zu haben, um auch in Artweaver verblüffend glatte und sehr wohlgefällige Farbübergänge (Mischungen) erstellen zu können. Wenn man begiffen hat, wie Bänderung und Streuung wechselwirken (optisch!), dann ist das Kunstück selbst mit nur 24 bit Farbtiefe (R+G+B = 3; x8 = 24!) nicht mal mehr umständlich oder schwierig, sondern geradezu ein Kinderspiel. Ein Problem stellen dann nur noch etwaige Mißverständnisse in Einschätzung des ein oder anderen Artweaver-tools dar, denn wie schon weiter oben angedeutet: Verwischen taugt vor allem zum Mischen nicht - dagegengehalten böte sich die Verzerrmethode noch zehnmal mehr an - aber wie wirklich dafür gemacht ist nur die Methode "Klonfarbe verwenden" in Verbindung mit dem richtigen Pinsel und den richtigen Voreinstellungen. Nächste Abbildung zeigt erst mal nur einen halbherzigen Versuch, das zu beweisen:

Vergleich 3b.png
Vergleich 3 - Vertreiben vs Verzerren


Zu Abb.3: Ganz oben Sehen Sie die Vorlage mal ganz ohne Behandlung (wurde schon als Vorlage zur Veranschaulichung der einfachen Gradienten verwendet), gleich darunter sehen Sie das Ergebnis nach Behandlung mit einem Pinsel in Verzerrfunktion (Pinselpalette > Allgemein > Methode > Verzerren), und ganz unten hab ich die so hart an hart verlaufende Farbfeldgrenzen nur mit einem banalen "Vertreiber-pinsel" in "Klonfarbe-verwenden-funktion" zu verwischen versucht. Ein ähnlich gutes (wenn nicht sogar noch besseres) Ergebnis wäre auch mit der Pinselart "Pixel-airbrusch" zu erzielen, denn in gerade dem Bereich ist Artweaver sehr stark, und auch mit diesem Pinsel ist Klonfarbe zu vermalen. Aber so oder so bleibt das vor allem eine Sache der Übung und Geduld. Das Beispiel demonstriert ganz gut die enorme Spannweite zwischen sehr weitem und sehr engem Farbübergang - für den geradlinigen Gradienten zwischen schwarzer und grauer Fläche zog ich den Vetreiberpinsel entlang eines "Lineals", respektive die Maus entlang einer auf dem Tisch fixierten Anlegekante. Anstelle des "externen Hardware-lineals" hätte ich natürlich auch das in AW installierte Linienwerkzeug verwenden können (Eigenschaftsleiste > Modus gerader Malstrich) - damit wäre der Gradient sogar über die ganze Kantenlänge hinweg völlig gleichmäßig geraten. Im letzten Bild, gleich darunter haben sie noch einen direkten Vergleich mit demselben Werk unter Weichzeichnung (AW-Effektfilter > Weichzeichnen > Gaussscher Weichzeichenr; Stufe 30), die im übrigen ebenfalls mit einem Pinsel hätte bewerkstelligt werden können (Pinselpalette > Allgemein > Pinselart > Kreisförmig / Methode >Sonstige / Kategorie > Weichzeichnen; Deckkraft 70-100). Sie sehen da, dass mit dem Weichzeichnen auch wieder eine Bänderung entlang der "Körperumrisse" in Erscheinung zu treten droht (wird umso deutlicher, je stärker man weichzeichnet).

Und klar: Die Funktion "Klonfarbe verwenden" entscheidet nicht über die Qualität der Farbübergänge - mit ihr umgeht man lediglich die mühselige Korrespondenz mit der Farbpalette, denn die neu ermischten Farbtöne (Zwischentöne) fließen dann gleich von selbst in den Pinsel. Der Maler muß nur noch darauf achten, wo wegen zu vieler Regelmäßigkeiten die letzten Unregelmäßigkeiten hervorstechen. Unregelmäßigkeiten, die Sie jetzt noch darin finden (bitte rein-zoomen!) fallen nur deshalb noch so sehr ins Gewicht, weil's schon in anderer Hinsicht recht ebenmäßig ist - das meinte ich weiter oben mit den "Fahrern gegen den Strich im ansonsten vollends ebenmäßigen Velourteppich".

Zu Form und Gestalt der bestmöglichen "Vertreiber-pinsel" ist dann noch einiges mehr zu sagen, aber selbst wenn Sie keinen solchen hätten, sind Sie durch Artweaver bestens ausgestattet, denn "Pixel-airbrush" (Pinselpalette > Allgemein > Pinselart > Pixel-airbrush) haben Sie dann auf jedenfall, und schon mit dem geht's dasselbe ganz unglaublich gut. Ist alles nur eine Frage der "Einstellung" - bezüglich der Pinselführungparameter wie auch "zur Sache".

Aber wenigstens Eines dürfte schon jetzt ganz deutlich geworden sein: Verühren ist nicht gleich Verühren - darf's nicht doch noch a bissl mehr sein oder weniger, besser, ... oder ganz anders? Mit der Verschmierfunktion wird's tatsächlich ganz anders, nämlich nur ein einziger Krampf, und mit dem "Digitalen Airbrusch" (Pinselpalette > Pinselart > Kreisförmig) könnten Sie das Kunststück glatt zwei Wochen lang am Stück nachzumachen versuchen, und zwar ziemlich erfolglos, denn das "Velourteppichproblem" gilt für diesen Pinsel erst recht, da er an sich noch glatter streicht, aber doch nicht ebenmäßig. Sehr stark weichgezeichnete Bildteile (als Pinsel- bzw. Werkzeugspitze) scheiden allesamt aus, wenn ein handgemachter Farbübergang vollends weich und gleichmäßig gelingen soll. Zuletzt bleibt also nur noch das Pixel-airbruch oder das selbstgemachte Bildteil - "scharf und gleichmäßig gekörnt" - doch das muß dann auch einen ganz bestimmten innerern Aufbau aufweisen, und darf allenfalls minimal weichgezeichnet sein.

Aber verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Die Verschmierfunktion ist eine ganz tolle Funktion ... wenn man sie an geeigneter Stelle und mit den korrekten Einstellungen zu verwenden weiss! Für das Vertreiben oder Farbenmischen auf Palette ist sie ganz sicher nicht das richtige Instrument! Ferner: Die Pinselkategorien "weich" (-zeichnen) oder "struktur weich" dienen der Sache natürlich sehr wohl - ich sagte nichts gegen das Weichzeichnen beim Malen, sondern gegen das Weichzeichnen von eigenen Bildteilen für Vertreiberpinsel!

Nur damit Sie wissen, was es denn nun mit dem verflixten Verschmierpinsel auf sich hat, zeige ich Ihnen auch noch eine Pinselarbeit unter Anwendung berüchtigter Verschmierfunktion, die ja angeblich nicht gescheiht funktioniert. Funktioniert sie in AW (Plus) v 3.0.0 bzw. 3.1.4 ???


Triplett A-501 (Verwischen).png
Smudge - das widerspenstigste aller AW-tools!


Sie funktioniert - allerdings: Was hier nun eigentlich ganz ordentlich aussieht, läßt nicht erahnen, wie wiederspenstig dieses Tool ist. Bei gewöhnlicher Anwendung mit den Pinselarten "kreisförmig" sind weiterreichendere Übergangszonen nur extrem schwierig zu erstellen, eben weil diese Funktion nicht zum Mischen gemacht ist - bereits verwischte, bzw. verschobene Farbe läßt sich zum Beispiel nicht wieder zurückschieben um wirklich einen "Rühreffekt" zu erzielen: Gegen ein Hin- und Herschieben von Farbe sträubt sich das Tool ganz vehement und schafft es doch wirklich, optimistische Naturen schnell an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Gemacht ist es wohl mehr zum Verschleppen ganzer Zeichnungspartien unter (weitesmöglicher) Wahrung ihrer Gestalt und Struktur, und außerdem nimmt es jeden Pinselführungsparameter bereitwillig an, obschon fast jeder den beabsichtigten Effekt nur negativ beeinflußt (starke Artefakte-bildung). Aber, oh Wunder - wohl deshalb heißt das Tool auch nicht Vermischer oder Mixer, sondern recht vielsagend "Ver-wischer"! Hier demonstrierte weiche Übergangszonen ließen sich nur dadurch erstellen, dass die Grenzlinien zwischen heller und dunkler Fläche nur noch mit dem Rand des Pinsels erfaßt wurden. Durch mehrmaliges Nachziehen der so allmählich aufbrechenden Grenze, läßt sie sich auch noch Stück um Stück weiter aufsplitten (graduieren), doch genau dieser "Trick" ist es, den das Tool genau dann nicht mehr verzeiht, wenn bunte Farben im Spiel sind: Es zerlegt dann nämlich auch gemischte (gebrochene) Farben schnurstracks in dessen Bestandteile (Cyan, Magenta, Yellow, R, G, B, und einige WENIGE andere) - ist also definitiv und überhaupt gar nicht, zum Farbemischen geeignet, denn auch der Rand eines Pinsels packt immer mit an. Eine Demo zum Farben-vertreiben mit Pixel-airbrush (oder Vertreiberpinsel) finden Sie in Teil II dieses Tutorials - da geht's dann um bunte Farben und das eigentliche "Farbenmischen".

Und übrigens: Wenn Sie trotz alledem und ganz unbedingt mit einem ausgezeichneten Smudge-tool arbeiten möchten - "for free" - dann empfehle ich Ihnen das ursprünglich für MS / Windows geschriebene Bildbearbeitungprogramm Paint.Net. Auch für die letzte (neueste) Version wurde das Plugin "Smudge" geupdatet und steht nun wieder im vollen Umfange zur Verfügung. Das Plugin dazu gibt's hier (allerdings nur im Plugin-pack):

http://forums.getpaint.net/index.php?/t ... 34-smudge/

Paint.Net ist allerdings kaum bis gar nicht zum Malen geeignet - eine Brush-engine fehlt quasi vollständig (es gibt nur einen einzigen Pinsel und ein "Stift-werkzeug" - keine Spraydose, keine versch. Pinselspitzen)! Die Stärken dieses Bildbearbeiters liegen darum vielmehr in der "grafischen" Fotobearbeitung (semi-professionell), vor allem jedoch in der freien Bildmanipulation und ~verfremdung. Vor eigens dafür gemachten Plug-ins (*.dll-format) kann das Programm geradezu strotzen (da das Angebot dafür erstaunlich umfangreich und vielseitig ist) und bleibt trotzdem überschaubar und kinderleicht zu bedienen.


ABER: Auch Artweaver 4.0 verfügt über ein ganz ähnlich leistungsstarkes "Smudge-tool" - nur ist es eben nicht das gleichnamige Tool (Verwischen / Smudge), sondern ein ganz besonders konfigurierter Pinsel, welcher sich so eingestellt noch nicht im artweavereigenen Sortiment befindet:

Wer verschiedenfarbige, eng nebeneinander liegende Pinselstriche so ineinander verschmieren will, dass sich daraus alle zu erwartenden Zwischentöne wie von selbst ergeben - relativ weiche Farbübergänge inklusive - der wähle irgendeinen x-beliebigen Pinsel (am einfachsten gleich den aktuellen) und stelle dessen Paramater ein wie folgt:

Pinselart: Kreisförmig (spitzes Profil, weiches od. lineares Profil - optimal = spitzes Profil)
Methode: Deckend
Kategorie: struktur hart
Abstand: 5 bis 8 (optimal = 5)
Alle Parameter unter "Erweitert": ausschalten (also "keine")
Größe: nach Belieben
Deckkraft: 15
Körnung: (unter dieser Pinselart sowieso inaktiv)
Resaturierung (Resat): 100
Anlösung: zw. 90 u. 100 (ganz wichtig!**)
Verwackeln: 0 - 5
Farbe: Reinweiß (ganz wichtig!)

Insofern, als ein solcher Pinsel häufiger gebraucht wird, aber noch nicht im Sortiment vorliegt, sollte er gleich als neuer, eigener Pinsel gespeichert werden (Befehl: "Variante speichern"). Am besten in der Zielkategorie "Verwischen" abgelegt, ist das dann Ihr erster neuer "Smudge-pinsel", der schon fast (od. so ziemlich) genau das leistet, was man sich von einem Smudge-tool im allgemeinen erwartet. Probieren Sie das unbedingt aus - unter "Verwischen" finden Sie von Haus aus keinen Pinsel, der genau so Farben verwischt, wie dieser "nur weiss-vermalende" Pinsel mit hoher Anlösung!

** Für den Fall, dass Sie die zunächst farbstarken und entsprechend dunklen Schmierergebnisse verstärkt nach Weiss schmieren möchten, sodaß zuletzt auch Verläufe in extrem helles Lichtgrau möglich werden, regeln Sie den Parameter "Anlösen" einfach bis 40 runter, und setzen den Pinsel immer erst auf hellster Stelle an bevor Sie in dunklere Bereiche hinüberziehen - so erzielen Sie auch noch extrem helle Pastelltöne, die nahtlos nach Weiss übergehen (Ist nicht möglich, solange der Wert für "Anlösen" noch über 50 oder gar bei den ursprünglichen 90 liegt!).

Hinter "Tut-anch-amun Teil IV" finden Sie eine erste Malprobe diesen Pinsels (ein weiterer Anhang / Bild hat hier leider keinen Platz mehr - es sind maximal vier Anhänge pro Beitrag möglich). Es ist nur ein vorläufiges, erstes Beispiel - bis ich ein schöneres (anschaulicheres) fertiggestellt habe, kann es seinen Zweck erst mal erfüllen.




Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am So Dez 21, 2014 11:08 pm, insgesamt 42-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Tut-anch-amun I-III / Bunte Farben vermischen (Vertreiben)

Beitragvon Artgenossa » Mi Apr 24, 2013 2:19 am

Tut-anch-amun Teil II

Pigment vs. Pixel und Farbrezeptor

In analoger Malerei bietet sich nicht gut an, das Farbenmischen auf der Pallette ganz strikt vom Mischen auf der Malunterlage zu unterscheiden, weil dort in der Regel beide Methoden zugleich, beziehungsweise abwechselnd und einander ergänzend angewandt werden. Auf der Palette mischt man vor, und auf dem Gemälde mischt man aus. Auf der Palette ermischt man sich vielleicht irgendein schmutziges Goldgrün - einem Olivgrün ähnlich - aber zur Lokalfarbe einer grünen Weintraube im Sonnenlicht gerät dieses vermeintliche Weintraubengrün erst auf dem Maluntergrund in Mischung oder Überlagerung mit den Farben, die dort schon angelegt worden und eventuell auch schon angetrocknet sind. Schon hier traten vielfach Mißverständnisse auf: Die Lokalfarbe eines Objekts ist nicht diejenige Farbe, die das Objekt am Lokal seines Daseins im Abendlicht oder im Bild, sondern bei völlig neutraler Beleuchtung hat. Das ist dann auch nicht die Farbe, die das Objekt "tatsächlich" hat, denn auch eine Beleuchtung durch Abendrot ist ja so ziemlich tatsächlich, wirklich, "actually" oder eventuell sehr aktuell. Hinzu tritt aber noch ein weiteres Problem:

Meist läßt sich auf bloßer Palette gar nicht entscheiden, welches inmitten aller schon vorgegebenen Gemäldefarben der passende oder "richtige" Farbton ist. Selbst mit ein und demselben Farbton entstehen hier und dort ganz verschiedene Simultankontraste. Ob er im Gemälde harmoniert oder nicht harmoniert, entscheidet sich somit fast immer erst nach dem Eintragen ins Gemälde, und so läßt sich schließlich gar nicht umgehen, einen Gutteil aller notwendigen Ausmischungen erst auf dem Maluntergrund zu riskieren.

In digitaler Malerei sieht dasselbe Problem aber schon ganz anders aus, da ja schon die Farben ganz anderer Natur sind. "Vormischen" tritt da lediglich in Gestalt eines neuen Farbfeldes in vorgefertigter Farbpalette auf, und das Ausmischen unterliegt nun den völlig anderen Gesetzmäßigkeiten software-technisch kompensierter, additiver Farbmischung in "R-G-B" (od. CMYK), welche dann nur noch "pseudo-subtraktiv" ist und in etlichen Fällen mit ebenso unerwarteten wie widernatürlichen Farbstichen einhergeht - je nachdem, welche Software zugrundeliegt.

In jedem Falle ist hier nicht mehr die Physik des inerten* Farbpigments im Tages- oder Augenlicht das Gesetz, sondern die Software im Lichte "gelben Stroms" (Eon!). Aber immerhin - auch ein anderes Gesetz ist ein Gesetz, also immer noch eines, auf dessen Wirkweisen man sich verlassen kann, und womit ganz zuverlässig zu rechnen ist. (*inert = chemisch nicht-reaktiv / "stabil" / teilnahmslos / chem. neutral gegenüber allen anderen Malsubstanzen)

Wirklich radikal ändert sich also nur eins:

Farbenmischen auf der Palette ist jetzt etwas ganz anderes, als das Ausmischen im Bild, und nur noch das "Vertreiben" von Farben (im Bild) entspricht weitestgehend der ehemals physischen Mischung diverser Pigmente, nämlich zumindest in etwa dem (nachträglichen) Durcheinanderbringen von vielen bunten Pixeln.

Den Effekt des Vertreibens, also das Durcheinanderwerfen von bunten Pixeln, kann Artweaver sehr gut simulieren, wobei aber auch nur annährend das Ergebnis einer perfekten (automatischen) Graduierung zu erzielen ist. Höheres Ziel einer Malerei ist jedoch nicht (nur) die Darstellung perfekter Gradienten, sondern die Gliederung der Fläche in unterscheidbare Zonen, Partien oder "Parzellen", bis hinunter in den subatomaren Bereich der Wellenlängen el.-magnetischer Kraft, also bis hinab in das Reich farblicher Unterscheidung.

Dass diese Gliederung wie in der Musik auch in Malerei fast stufenlos umgesetzt ist, zeigte einst die Heraldik, die Farben stellenweise durch rein lineare Gliederung der Fläche darstellen konnte - allein mit Schwarz auf Weiß oder mit einem Stichel in Zinnblech (später übernommen von den Reproduktionstechniken Holzschnitt und Kupferstich, ...). Verschiedene Schraffurwinkel, Punkt- und Liniendichten (entspr. d. Wellenlänge) traten an die Stelle von Farben und erzielten schon ganz ähnliche Wirkung: Die Unterscheidbarkeit im ansonsten ganz unterschiedslosen Einerlei leerer, schlichter Fläche. Schlicht galt als schlecht - vor allem zu Zeiten des Manierismus, des ritterlichen Behufs und der Zier bei Hofe. Ganz zierlos konnte man schlichtweg nicht Werben (od. Färben!), und das meint selbst heute noch die "Haute-couture" und Lingerie. Farbe war aber zunächst mal schweine-teuer und dem Geldadel vorbehalten - darunter Maler, die im Auftrag des Vatikans oder des Herzogs malten, während haptische Musterungen in Geweben schon sehr früh von recht billiger, nämlich jungfräulicher Handarbeit hergestellt werden konnte. Selbst heute ist die Produktion synthetischer Färbemittel noch immer um ein vielfaches Aufwendiger als die mittlerweile ebenfalls maschinell hergestellte Wirkware mit komplexer Webung oder Musterung.


Die von Rot oder Gelb völlig verschiedene Natur eines Blautones entspricht allerdings nicht bloßen Differenzen in der Wellenlänge - dem käme ja sonst nur die höhere oder tiefere Frequenz gleich - sondern der Akkord. Nur die seltsame Natur des Drei- oder Mehrklangs kann die farblichen Verschiedenheiten erklären, und setzt mindestens drei verschiedene Farbrezeptoren voraus. Ich spreche hier also nicht vom klassischen Farbdreiklang aus der althergebrachten Theorie zur Farbenharmonie, sondern von einer stets synthetischen Farbwahrnehmung, die sogleich heftig gestört ist, wenn nur eines der drei oder vier Rezeptortypen ausfällt. Wer für Rot blind ist, ist deshalb auch immer zugleich für Grün blind, und da für Gelb speziell überhaupt kein Rezeptor existiert (nicht im menschl. Auge), fällt dem Rezeptor für das kurzwellige Licht "Blau" (Komplementär zu Gelb) eine umso größere und bis einschließlich heute sehr rätselhafte Rolle zu. Neurobiologen verstehen bis heute nicht, wie die verschiedenen Rezeptoren interagieren, und weshalb jemand zugleich für Gelb blind ist, wenn er wegen fehlender Blaurezeptoren an sich nur für Blau blind sein bräuchte. Gelbes (mittellanges) Licht reizt nämlich vor allem die rot- und grünempfindlichen Rezeptoren zugleich und außerdem gleichstark, wie rotes oder grünes Licht die rot- oder grünempfindlichen Rezeptoren, was dann ja auch erklärt, warum allein Gelb einen so hellen Grundcharakter hat, obschon nicht mehr "Energie" als rotes, blaues oder grünes Licht. Entsprechend undurchschaubar und komplex gestaltet sich auch die Vernetzung dieser Rezeptoren in der Netzhaut, weshalb hier schon etliche Neurologen von einer externen Erweiterung des Gehirns gesprochen haben, in welchem für das Sehen überhaupt schon ganz erhebliche Vorleistungen erbracht worden sind, bevor gewisse Reizmuster an Areale der Hirnrinde weitergeleitet werden. Bislang kann man nur Vermuten, dass in diesem Nervengeflecht der Netzhaut auch übergeordnete Resonanzen in der Weiterleitung wie ein eigenständiger Reiz verrechnet werden, allerdings nur dann, falls auch aktive Blaurezeptoren mitvernetzt sind. Blau-gelb-blinde Menschen erkennen nämlich nur keinen Unterschied zwischen Blau, Hellgelb und Dunkelgelb (vermeintl. Braun, "Kaki" od. Olivgrün), aber sehr wohl zwischen Dunkelgelb, Rot, Grün und Grau. Eine Gelbempfindlichkeit ist dann also nicht völlig aufgehoben, da es immernoch von augewogener Rot-grün-mischung (Grau) unterschieden werden kann - ein Grau, allerdings, das Normalsichtigen total gelb erscheint. Es haben allerdings auch Normalsichtige einige Schwierigkeiten damit, Grün von Dunkelgelb (Gelb-schwarz-mischung; vermeintlich "Olivgrün") zu unterschieden - auch das hängt mit der besonderen Rolle blauempfindlicher Rezeptoren zusammen.

Da sich Farben in diesem Sinne auch qualitativ oder charakterlich voneinander unterscheiden, also nicht bloß quantitativ, wie hohe oder tiefere Töne (kurze oder lange Schallwellen), lag es nur nahe, farbliche Differenzen in Analogie zu den "stimmlichen" Differenzen der Akkorde zu sehen, denn nur die Akkorde unterscheiden sich auch charakterlich sehr stark voneinander, und zwar auch dann, wenn sie alle auf gleicher Tonhöhe liegen. Vor allem läßt sich nicht länger die alte Anschauung aufrecht erhalten, dass Farben etwas seien, was in der Natur nicht wirklich vorhanden wäre. Der Dreiklang ist ein real existierendes Phänomen und nicht etwa nur bloße Einbildung. Real ist insbesondere, dass es verschiedene Rezeptoren sind, die auch von Licht verschiedener Wellenlänge immer zugleich, wennauch nicht alle gleichstark angesprochen werden, und ebenso real ist, dass kurz- und langwelliges Licht zugleich und in der selben Welt auftreten. Unrealistisch ist vielmehr die überaus gewaltsame Isolation des Quants (Photon / Energie-quantum) von allem sonstigen Geschehen - erst dessen Wirklichkeit ist dann nicht mehr die Realität - vor allem nicht "natürlich". Dass ein Quantenverhalten nicht mehr voraussagbar ist, sondern "irrational", ist im grundegenommen nicht unlogischer oder irrationaler, als die Vorstellung dass es tatsächlich von allem Übrigen isoliert wäre. Vor allem diese Vorstellung ist wider alle Logik - nicht das Quant! Wirklich isoliert wäre ein Quant erst dann, wenn es sich außerhalb aller Relativität oder Vergleichbarkeit befände, also erst dann, wenn es weg oder raus wäre (aus der Welt). Das alte Missverständnis: Ein Photon ist in der Tat nicht farbig - egal welcher Wellenlänge - und daher würde man immer nur helleres oder dunkleres Grau erkennen, wenn man zur Rezeptierung aller Wellenlängen nur einen einzigen Rezeptortype hätte. Tatsache ist aber auch, dass Photonen verschiedener Wellenlänge zugleich auftreten und mit Hilfe verschiedener Rezeptoren zugleich gesehen werden können, und eben das ist Farbe, also real existent und mitsamt aller Apperzeption (neuraler Verrechnung) eine TATSACHE! Laß dir also bloß nicht von Quantenmechanikern die Welt, parallele Welten oder Kopenhagen erklären! Man sieht schon am angeblich spaltbaren "A-tomos" (das Unspaltbare!), dass sie dir ein X für ein U vorzumachen versuchen: Das Unspaltbare soll "Spaltmaterial" sein, und das auch noch "bewiesenermaßen" - der naturwissenschaftliche Beweis verifiziert hier sogar Falschaussagen mit Links. Alles klar soweit? "Mir känne alles, nur kei Hochdeutsch", henn si g'sait! Konkret (R. Feynman): "Wer glaubt, die Quantenmechanik verstanden zu haben, der hat sie nicht verstanden" - spätestens nach einer Umkehrung diesen Satzes ist darin die (indirekte) Behauptung zu erkennen, dass der Verstand nicht zum verstehen gemacht ist, und Feynman schichtweg nicht hört wovon er redet. Analog: "Getränke kann man nicht trinken!", oder eben: "A-tome sind Spaltmaterial" - die Tomierung (Spaltung) zu negieren, ist unter Quantenmechanikern dasselbe, wie dieselbe NICHT zu negieren. Dasselbe endlich auf den Punkt gebracht: "Wir unterscheiden nicht - das Spaltbare ist dasselbe wie das Unspaltbare, also ist auch eine Wahreheit dasselbe wie die Unwahrheit oder eine Falschaussage!"

Meine Meinung, hingegen: "Atom" ist schlichtweg der falsche Name für ein Trumm, das spaltbar ist, und das Synonym für die falsche Bezeichnung lautet ganz einfach "Falschaussage" - Beweis hin oder her. Ähnliches gilt für die naturwissenschaftliche Auffassung vom "Mittelpunkt der Welt", denn von Nikolaus Kopernikus' Anschauung ganz und gar unabhängig, ist genau das die eigentliche Bedeutung des Nomens "Erde" - urverwandt mit Herd, Herz, Hort und Herde. Erde heißt jedenfalls nicht "unser Planet". Die alte Aussage ist demnach wahr: Die Erde ist der Mittelpunkt der Welt, denn ein "Ort" (Hort!) IN-MITTEN (!) eines unendlichen Raumes, und "seltene Erden" heißt keineswegs "seltene Planeten". Erde liegt auf dem Acker, und zwar egal auf welchem Gestrirn - aber nun genug gestritten, denn sonst müssen wir womöglich auch noch darüber streiten ob wirklich jeder Punkt einer (unendlichen) Geraden ihr Mittelpunkt ist. Unter den Theisten der Antike war das nämlich immer ganz sonnenklar und verlor erst dann an Klarheit, als Atheisten auch noch von ihrem Gedächtnis im Stich gelassen wurden, aber dennoch mitreden durften.


Im Zusammenhang mit einem Farbenmix ist aber vielleicht noch folgendes interessant: Die für eine Interaktion mit Licht verantwortlichen "Resonanzpigmente" (entscheidender Bestandteil der genannten Rezeptoren od. "Zäpfchen und Stäbchen") liegen schon 1:1 im menschlichen Genom vor - es sind also "Gene". Replikate dieser Gene weisen eine spezif. Eigenresonanz auf, die im Zusammenspiel mit Photonen spezif. Wellenlänge zum Kollabieren gebracht werden können, d.h diese Replikate werden mit jedem Treffer augenblicklich zerstört und müssen von der Trägerzelle laufend neu reproduziert werden. Das sorgt dann auch für die allseits bekannte Ermüdung des Augenlichts. Kucken ist ein enorm Stoffwechselintensiver Vorgang, und beginnt schon nach wenigen Minuten dem ganzen Organismus zuzusetzen. Die laufende Zerstörung des Sehpurpurs (Hell-dunkel-empfindlichkeit) verbrät zudem außerordentlich viel Vitamin A.



Das ist KUNST ???

Näher ausgeführt habe ich das jetzt allerdings nur zugunsten der Theorie, dass sich alles Können einer Kunstmalerei auf die geschickte Gliederung der Fläche reduzieren läßt - zeitlich immerwährend - während Musik auf eine bloß zeitliche Gliederung (Takt, Refrain, Kontrapunkt, Interferrenz, Ober- und Unterschwingung) reduziert werden kann und dafür die Fläche unberührt läßt. Alles Vermögen dieser Künste manifestiert sich also nur im (gefühl- und sinnvollen) Gliedern der ein oder anderen Dimension, und d'rum ist da auch der "goldene Schnitt" (sectio aurea / proportio divina) ein ganz entscheidender Referenzpunkt - nicht nur der genaue Mittelpunkt namens Erde alias "Arte" (kommt beides von alat.: "ars" / Artikulus = Dreh- u. Angelpunkt / Gelenk od."Beobachter-standpunkt"). Umso maßgeblicher für die Qualität eines Gemäldes ist deshalb auch die Strukturierung der Fläche, doch eben die verarmt gerade da, wo Gradienten sehr weit und aalglatt werden. Nur weil anspruchsvolle Malerei auch noch den Kontrast braucht, braucht sie denselben auch zwischen sehr starker und sehr schwacher Gleichmäßigkeit, und im übrigen (nach Geheimrat Goethe oder Prof. A. Hölzel, Schopenhauer und J. Itten) nur noch sieben weitere Kontraste in der Farbgebung (hell-dunkel, kalt-warm, satt-gebrochen, etc.). Noch etwas komplizierter (und deshalb auch streitbarer) ist diese Kunst dann nur deshalb, weil auch ein Bild immer nur Teil eines Gesamtbildes sein kann. Wie ein Bild gestalltet sein sollte, hängt also stark davon ab, wo's mal hängen wird und was der Betrachter sonst noch (an Vergleichen) im Kopf hat. All das macht die letztgültige Kontrastierung aus, und daher ist auch nicht immer nur das Exponat verkehrt, sondern oft auch nur die "Location", nur der Betrachter oder der Betrachter UND die Location. Malerei braucht auch nicht ganz unbedingt die bunte Farbe - zur Gliederung der Fläche reichen schon Schwarz, Weiß und Grau sehr weit - aber mit Musik berührt sie sich eben nur in diesem einen gemeinsamen Nenner: Der Dreiklang aus kurzer, mittlerer und langer Schwingung. Und übrigens: Die Sichtbarkeit des Spektrums reißt genau dort ab, wo die Schwingung genau doppelt so hoch ist, wie in den "Farben" der unteren Grenze - oben wie unten wird's annähernd Purpur, aber nur eins davon schwingt doppelt so hoch, wie das andere, und vermag allein deshalb die selben Rezeptoren anzuregen (in Resonanz). Eine Erweiterung des sichtbaren Spektrums würde also nur bedingt helfen - man könnte noch Ultraviolett sehen und womöglich Infrarot (wie gewisse Schlangenarten mithilfe des "Grubenorgans"), aber es würde nicht bunter werden. Der Farbenzirkus würde sich bloß wiederholen und somit seine unterscheidende Funktion stark beeinträchtigen, und die Anzahl optischer Täuschungen (verschiedenster Art) würde sich ebenfalls erhöhen.

Unterm Strich heißt das dann nur noch einmal, dass GLIEDERUNG und PROPORTIONALITÄT (= Verhältnismäßigkeit / Relativität) das A und O der Künste sind, denn die drei allerersten Berufe, die unter die Künstler gerechnet worden sind, waren der "Arct" (Heilkunst), der "Arcitekt" und "Arcäologe" (Geschichtslehrer), weil alle drei den Bogen (d'arc, arcus od. arche) raus hatten: Nur die richtigen Mischverhältnisse, Porportionen und Zeitspannen. Arzt heißt im übrigen "Erster" und ist ebenfalls mit "Erde", "Erz" und "Ort" verwandt. Etymologisch genauer: In ein und demselben Dialekt (Idiom) gäbe es keinen Unterschiede zwischen Arzt und Artist (= Art'st), denn dieser Unterschied ist im grundgenommen nur mundartlich ("landschaftl.") bedingt. In der Ikonenmalerei wurde dieser Bogen als Lichtbogen ("Heiligenschein") um das Haupt der Heiligen (Heiler = Geheilter) dargestellt, weil man Lehr- und Heilkraft anders nicht gut malerisch darstellen kann. Die heilige Johanna von Orlean hieß allerdings nicht nur deshalb "Jeanne d'arc" - es hieß nämlich bereits ihr Vater mit wirklichem Nachnamen "Darc" (Jacques Darc). Die einstige Umlautung ihres Zunamens entspringt also vielmehr alt-französischem Wortwitz.



Doch nun zum Farbe-vertreiben:

Die folgenden vier Abbildungen zeigen den Fortschritt einer Vertreibung der Farben Rot, Grün und Blau (original "RGB-Bildschirmpixelfarben") in vier Phasen. Das heißt, zum Vermischen dieser im Rechteck angelegten Farben verwendete ich nur noch "Klonfarbe" und den Pinsel "Pixel-airbrush", was bewirkt, dass quasi nur die im Bild schon vorhandenen Farbpixel durcheinander geworfen werden - ich nahm keine zusätzlichen Farben aus einer Farbpalette oder dem Farbwähler mit hinzu. Der Pinsel vermalt also nur solche Farben, die sich ganz unmittelbar aus der Vermischung im Bild ergeben. Der schwarze Rahmen dient lediglich der besseren Separation der Farbfelder und ermöglichte mir zum Ende hin, im erweiterten Spektrum auch gebrochene Farbschattierungen darzustellen. Sie sehen zuerst die noch ganz unbehandelte Farbanlage (falls Sie nur Gelb sehen, ziehen Sie bitte an den Scrollbalken):

Quartett RGB auf Prozessgelb 01.png
Quartett RGB auf Prozessgelb 01.png (10.75 KiB) 13586 mal betrachtet


Die Größe des Pinsels (zw. 200 und 300) macht es möglich, Zonen zu übermalen, die vom Zentrum des Pinsels weiter entfernt sind. Beim Malen mit "Klonfarbe" ist der Scan-bereich wesentlich kleiner, als der Pinsel. Man kann den Pinsel also ziemlich nah (bis auf einen Abstand von knapp 10 px) an die schwarzen Leisten heranbewegen ohne fürchten zu müssen, dass sich deshalb gleich Schwarz mit einmischt. Die Rahmenleisten können somit auch vollends übermalt werden und lassen sich überdies aus der Farbmischung völlig ausschließen. Alle dunklen Bereiche, die Sie in der Mischung sehen - vermeintliche Schwarzanteile - ergaben sich nur aus der Mischung der Bunttöne, denn die Farbmischung ist diesen Falles "stark subtraktiv" (ein Effekt, der bei Verwendung der Farben Cyan = B+G, Magenta = R+B und Yellow = R+G nicht so stark zum tragen kommt, da sich diese Farben aus jeweils zwei Komponenten zusammensetzen und deshalb doppelt so hell sind. Diese besondere Helligkeit arbeitet der Subtraktion entgegen und verunmöglicht so auch die Synthetisierung von Schwarz). Das erklärt dann auch, warum sich aus Blau und Gelb kein Grün mischen läßt: Gelb ist hier nur aus Roten und Grünen Pixeln zusammengesetzt - das ergibt zusammen mit rein Blau nur diejenige Farbe, die sich auch aus der subtraktiven Mischung von Blau, Rot und Grün ergeben würde, also Schwarz. Was mit Farbpigmenten nicht gelingen würde - die totale Subtraktion - gelingt hier perfekt.

Quartett RGB auf Prozessgelb 02.png
Bildgröße = 1200 x 1200 px


Das vorangegangene Beispiel demonstriert schon sehr gut, wie leicht so ein schwarzer, schmaler Steg "übersprungen" werden kann, wenn nur der Pinsel nicht zu klein ist. Vor allem die weit-streuende Eigenschaft des Malens mit Klonfarbe (und großem Pinsel / Pixel-airbrush) macht das "Vertreiben" aus: Es wird Farbe aus dem Zentrum des Pinsels in dessen Peripherie verteilt. Im nächsten Beispiel sehen Sie dafür umso besser, dass Schwarzanteile dennoch nicht ausbleiben. Ausgewogenes Gelb (RGB = 255:255:0 od. HSV 60:100:50) und Pixelblau ergibt in ausgewogener Mischung ganz astreines Schwarz.

Quartett RGB auf Prozessgelb 03.png
Bildgröße = 1200 x 1200 px


Quartett RGB auf Prozessgelb 04.png
Bildgröße = 1200 x 1200 px



Auch für das letztere dieser vier "Malereien" ist KEIN BISSCHEN WEICHZEICHNUNG VERWENDET worden - auch kein bisschen Verschmier- oder Verzerrpinsel! Ich habe NUR mit Pixel-airbrush die Bildfarben geklont, die während des Klonens desselben Bildes entstehen!!!



An dieser Stelle noch ein paar Tipps:

1. Übersehen Sie nicht die Möglichkeit, hier dargestellte "Testbilder" ganz einfach per Copy & Paste auf ihre "Staffelei" ziehen zu können. Die scharfe Farbfeldabgrenzung im Ausgangsbild macht es besonders leicht, die Flächen mit dem Tool "Farbeimer" umzufärben. So könnten Sie ganz unkompliziert auch Ihre eigenen Farbversuche starten, ohne sich schon vorher großartig auf ganz bestimmte oder viele verschiedene Farbgebungen festlegen zu müssen. Aus Gelb ist sofort Weiß gemacht, und auch aus Rot oder Grün alles was Sie wünschen oder testen möchten. Der Farbvierklang ist im Handumdrehen ganz anders komponiert und zu jeder Verwurstelung bereit.

2. Je nachdem wie Sie Artweaver nach der letzten Schließung des Programmes zurückgelassen haben, könnten Sie beim Malen mit Klonfarbe einige Startschwierigkeiten haben - d. h. "seltsame Farben unerklärter Herkunft". Überprüfen Sie diesen Falles, ob der Klonursprung auch tatsächlich in jenem Bild liegt, dass Sie soeben bearbeiten: Hauptmenü > Datei > Klonursprung > Name des aktuellen Dokuments - es kann nämlich sein, dass da noch ein anderes Dokument ausgewählt ist - gerade, wenn Sie da ansonsten nie nachschauen und sich nie darum kümmern. Ansonsten brauchen Sie in Artweaver nichts anderes zu tun, als das "Stempel-symbol" anzuklicken, dass Sie unmittelbar neben dem Farbwähler vorfinden. Der Farbwähler graut dann etwas aus, damit Ihnen auch gleich optisch signalisiert ist, dass sie ab da nicht mehr mit Farben aus der Voreinstellung malen. Mit dem nächsten Klick auf dasselbe Symbol machen Sie das ganze wieder rückgängig - der Pinsel malt dann sogleich wieder mit den vorgewählten Farben (Vordergrund- / Hintergrundfarbe).

3. Verwechseln Sie "Pixel-airbrush" nicht mit "Digitales Airbush" (*), denn mit letzterem von beiden, funktioniert die Sache nicht gut. "Pixel-airbrush" ist außerdem kein Pinsel aus dem Sortiment (im Gegensatz zu "Digitales Airbrush"), sondern eine "Pinselart", die Sie auf der Pinselpalette vorwählen können. Von Hause aus ist dieser Pinselart schon eine AW-eigene Pinselspitze zugeteilt - die können Sie nicht gegen ein anderes oder eigenes Bildteil (Pinselspitze) austauschen, aber Sie können dafür zwischen verschiedenen Spritzbildern wählen (spitzes, mattes, lineares Profil ...), und wenn Sie genau nur das nachstellen möchten, was ich mit obigen Bildnissen vorgemacht habe, dann müßten Sie das spitze Profil wählen und außerdem die Deckkraft und die "Menge" (= Farbflußmenge) runterregeln: Zunächst auf etwa 30 und 55 (Deckkraft / Menge), und für ein "Finish" eher bei 15 und 35. Je weiter Sie diese Werte runterregeln, desto weniger bleibt von der zunächst deutlich sichtbaren Körnung übrig. Sie kommen aber auch nicht mehr recht vorwärts, wenn Sie die Werte schon zu früh runterregeln. Lassen Sie sich also nicht so leicht wegen der anfänglich zu groben Pixelung verrückt machen - die läßt sich noch jederzeit (nachträglich) beseitigen.

* "Digitales Airbrush" ist lediglich der Name eines Pinsels aus dem AW-Pinselsortiment - eine Voreinstellung, die NICHT auf der Pinselart "Airbrush" oder "Pixel-airbrush" basiert, sondern auf der Pinselart "Kreisförmig". Dessen vermeintliches "Sprühbild" ist also kein gestreut-verpixeltes, sondern völlig glatt / weichgezeichnet.


4. Wie sehr die Mischung aus Blau und Gelb zur totalen Auslöschung (RGB = 0:0:0) tendiert, hängt auch davon ab, wie weit oder wie lange Sie nur Blau über Gelb hinweg vertreiben. Wenn sie der ersten Verdunkelung gleich wieder sauberes Gelb entgegentreiben, erzielen sie auch etwas hellere Grautöne - mit etwas Geschick sogar ein vollends neutrales Grau (in RGB etwa 80:80:80). In meinem Beispiel (Phase II und III) verdunkelte die Mischung nur deshalb so stark, weil ich von Blau ausgehend sehr gündlich - das heißt, mit nur sehr langsamem Vorschub - viel Blau über Gelb hinweggeschoben habe. Das Blau schlägt unterdessen etwas nach Violett um (vermutlich wegen des Rotanteils im Gelb), und erst das macht die Mischung mit Gelb total schwarz. Wollten Sie sich also im Farbenmischen durch Vertreiben üben, und schnellstens etwas mehr Kontrolle über die Mischresultate gewinnen, dann empfiehlt sich, auch die Treibrichtung bezüglich der Farbpositionen im Auge zu behalten - nur zwischen sauberem Rot und Gelb ist die Treibrichtung egal - in allen anderen Fällen aber NICHT! Verrückt machen, brauchen Sie sich dabei allerdings ebenfalls nicht, denn weiß oder "sauber" werden die Farben ganz bestimmt niemehr, also kommen Sie ohnehin nicht ganz drumherum, auch frische Farben aus der Farbpalette hinzu zu holen, und nur wenn Sie Ihre neu entdeckte Unabhängigkeit vom Farbtopf auf die Spitze treiben wollten, kann ich Ihnen noch zu Tipp 5 raten:

Tipp-5-special: Ein spezieller Vertreiberpinsel (ein dem Pixel-airbrush vergleichbares Bildteil) kann in Artweaver auch unter Methode "sonstige" als Aufheller, Entsättiger und Kontrasverstärker gefahren werden. Das erweitert die Möglichkeiten nochmal ganz enorm, denn so ermischen Sie auch noch hellstes Rosa, Flieder, Cremetöne, Hellgrün und Himmelbau ganz ohne Rückgriff auf die Farbpalette. Nur reinrot, gelb oder reinblau wird's dann freilich trotzdem nichtmehr - aber immerhin! Im folgenden Teil III (Tut-anch-amun / Der Vertreiberpinsel) bringe ich Ihnen noch etwas über die spezielle Natur des digitalen Vertreiberpinsels bei, und stell Ihnen drei besonders gut geeignete Modelle (Bildteile) vor, die Sie sich von dort als Bitmaps* oder als fertige AW-Pinsel im .pbv-format runterziehen können. (* Eine Rastergrafik - nicht zu verwechseln mit einem Dokument im "bmp-format"!)

6. Unabhängig davon, ob Sie Pixel-airbrush oder ein eigenes / anderes Bildteil verwenden, bietet Ihnen Artweaver die Möglichkeit, einen kontinuierlichen Farbfluß zu wählen, beziehungsweise abzuwählen (der kont. Farbfluß ist voreingestellt). Klicken Sie dafür einmal auf das kleine Kästchen mit dem Uhr-symbol, gleich unterhalb der Pinselvorschau im Kopf der Pinselpalette (Reiter: "Allgemein"). Wenn dort das Häckchen gesetzt ist ("checked"), ist der Farbfluß ein kontinuierlicher und macht es überflüssig, den Pinsel zu bewegen. Das erlaubt ein noch etwas zielgenaueres Arbeiten "auf der Stelle", während die andere Methode ("unchecked") eine bessere Farbverteilung erlaubt. Mit dem kontinuierlichen Farbfluß hab ich stellenweise, die schmalen, schwarzen Stege übermalt - der Pinsel kann ganz knapp davor positioniert werden und übermalt dann stillstehend die ganze Umgebung (entsprechend der Pinselgröße).

Und Vorsicht - die Größe des im Pinsel zentral angesiedelten Scanbereichs ist fix. Er wird zwar kleiner, wenn man den Pinsel verkleinert, aber relativ zur Größe des zugrundeliegenden Bildteiles ist er nur dann "sehr klein", wenn das Bildteil möglichst groß aufgenommen worden ist. (Mehr dazu, im nächsten Teil). Ferner: Farbe Vertreiben (Klonfarbe verwenden) funktioniert NICHT auf transparenter Ebene, denn alle geklonte Transparenz, wird von Artweaver in weiße Farbe verwandelt. Sie würden also auch dort Weiß mit untermischen, wo zuvor gar kein Weiß gewesen ist! Rote Farbe würde beispielsweise "rosa" werden, wenn Sie diese auf transparenter Ebene mit seiner (transp.) Umgebung vermischen, und die ehemals transp. Umgebung würde zunehmends weiß (deckend) werden (was vor weissem Hintergrund lediglich nicht auffällt).



Die ultimative Demo:

Eine weitere Testmalerei, die auch noch die zuletzt geschilderten Specials in Kombination mit den Grundfarbmischungen demonstriert, steht noch aus, kann aber nicht mehr dem hiesigen Beitrag als Anhang mitgegeben werden, weil deren Anzahl auf Vier beschränkt ist. Sobald ich ein anschauliches Exponat fertig habe, stell ich es in der Gallerie des Forums aus, und hinterlasse hier einen Hinweis (und Link) darauf.



Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am So Dez 21, 2014 10:22 pm, insgesamt 100-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Tut-anch-amun I-III / Der Vertreiberpinsel

Beitragvon Artgenossa » Fr Mai 03, 2013 1:16 am

Tut-anch-amun - Teil III


Deckkraft vs. (opt.) Dichte

In digitaler Malerei gleichen gute Vertreiberpinsel ganz grundsätzlich dem "Pixel-airbrush", das sich in der Hauptsache durch vollends scharf abgebildete und allerhöchst gleichmäßig gestreute Pixel auszeichnet. Von einer Deckkraft ganz unabhängig, kommt so noch ein grafisches Kriterium mit ins Spiel, hinsichtlich dessen "Digitales Airbrusch", aber auch etliche Stempel und Bildteile, ganz und gar unflexibel sind: Die optische Dichte eines Bildteiles. Ungünstigerweise teilt sich diese Thematik mit der sog. Extinktion (Lichtdurchlässigkeit) oder dem Brechungsindex eines Mediums die selbe Bezeichnung. Die Dichte von welcher hier die Rede sein soll, kennt man aber auch noch unter dem Namen „Flächendeckung“.

Die optische Dichte oder Flächendekung eines Bildteiles ist genau dann maximal groß (100%), wenn alle seine nicht-weissen, beziehungsweise nicht-transparenten Pixel lückenlos aneinandergrenzen. Für Bildteile (im Gegensatz zu Bildstempel) interpretiert Artweaver nur absolut weisse Pixel als transparente Pixel - schon die allergeringste Abweichung von diesem Totalweiß (R:G:B = 255:255:255 oder Hex = FFFFFF) interpretiert AW als ein nicht volltransparentes Pixel, was vor allem dann ganz krass zu Buche schlägt, wenn man den darauf basierenden Pinsel unter der Malkategorie "Flach" (Pinselpalette > Allgemein > Kategorie > Flach od. Struktur flach) über das Bild zieht. Auch der allerhellste Pixel ist dann total schwarz und wird bezüglich vorgewählter Deckkraft mit allen anderen (dunkleren) Pixeln über ein und denselben Kamm geschert. Das heißt, ganz unabhängig davon, wie Sie das Bildteil gegen helleres oder dunkleres Grau schattiert haben, ist es nun über alle Areale hinweg der vorgewählten Deckkraft entsprechend gleichstark deckend. Wenn dieses Bildteil nun auch noch eine optische Dichte von 100% besäße, würde nur noch eine in sich vollends geschlossene Fläche irgendwelcher Kontur und Farbe dargestellt werden – je nach vorgewählter Deckkraft und Farbe. Selbstverständlich können beim Malen mit Klonfarbe damit keine Pixel gestreut werden - für einen Vertreiberpinsel sind derartige Bildteile also gänzlich UNGEEIGNET. Anzustreben ist vielmehr eine optische Dichte von weit unter 25%, und weil grau alle Theorie ist, und diese oder jene Dichteangaben nicht eher einleuchten als bis man mal zwei drei Beispiele gesehen hat, will ich die hier erst mal anhand einfachster Bildteilstrukturen vorstellen:

Demo Optische Dichten.png
Demo Optische Dichten.png (6.24 KiB) 13470 mal betrachtet


Für die Ermittlung der optischen Dichte eines Bildteiles spielen die Grauwerte der Pixel keine Rolle, deshalb kann auch die hellere Variante desselben Bildtteiles die selbe optische Dichte aufweisen, wie eine grafisch dunklere Variation.

Die optische Dichte des letzten der sechs hier dargestellten Bildteile (ganz rechts unten) ist allerdings nur ein stark vereinfacht ermittelter Wert (die Hälfte von 25%), denn bei diesem ist zwar nochmals jeder zweite Pixel entfernt worden, aber wer die Pixel nachzählt, wird feststellen, dass es im Vergleich zum vorangehenden Bildteil trotzdem mehr als die Hälfte sind. Der genaue Wert errechnet sich aus dem Verhältnis aller Pixel, die das Bildteil (bzw. die Silhouette seines Objekts) insgesamt überdeckt, zur Menge aller nicht völlig weissen (transparenten) Pixel: 13 x 13 px = 169 px (= alle Pixel); 25 schwarze Pixel : 169 px = 14,8%; selbige Ungenauigkeit betrifft strengenommen auch die Angabe zum vorletzten Bildteil: Der exakte Wert entspräche hier vielmehr 29% anstatt 25%. 25% (bzw. 12,5 %) wären es nur dann, wenn sich die jeweils verwendete Flächendeckung über die gesamte Umgebung (also bis zum Rand der Frames oder bis ins Unendliche) erstrecken würde. Insofern beträgt auch die Dichte des ertsten der unteren drei Bildteile nicht wirklich 50% sondern 51%, denn es zeigt etwas mehr dunkle Pixel als transparente (weisse), aber schneller einleuchten tun freilich diejenigen Angaben, die ich in den Abbildungen notiert habe :wink: .


Wie schon erwähnt, muß die optische Dichte eines Vertreiberpinsels weit unterhalb von 25% liegen, um auch nur halbwegs dem typischen Sprühbild eines Pixel-airbrush nahezukommen. Besser sind da schon so geringe Dichten wie mit dem letzten der sechs Beispiele abgebildet – 12%, 6% oder 3% – denn im Gegensatz zum Pixel-airbrush ist ein Bildteil völlig invariant bezüglich seiner Gestaltung und kann eine Zufälligkeit in der Pixelverteilung nur noch mittelmäßig immitieren: Dafür zur Auswahl stehen die Pinselführungsparameter „Verwackeln“, Abstand und die Optionen der erweiterten Pinselpalette „Größe“ (> zufällig) und „Winkel“ (> zufällig). Der Befehl „Winkel > zufällig“ ist der allerwichtigste dieser vier Parameter und bewirkt eine ständige Verdrehung des Bildteiles. Doch so eine Verdrehung führt auch zu einem leicht unscharfen Abbild desselben, weil schräggestellte Pixel nicht mehr mit dem Pixelraster des Bildes übereinstimmen und deshalb gebrochen dargestellt werden müssen, was aber auch eines der Hauptursachen für falsche Farbwiedergaben ist. Von der besonders niedrigen Dichte mal abgesehen, gilt es daher noch zwei weitere Kriterien im Auge zu behalten:


Die Größe des Bildteiles und die Graustufe seiner Pixel!


Betrachten Sie sich nachstehende Bildfolge, um besser zu verstehen, wie die Verdrehung vereinzelter Pixel eines Bildteiles geringer optischer Dichte von der Software Ihrer Grafikanwendung (partiell Artweaver) gehandhabt wird:


Pixeldrehung 01-06 klein.png
Pixeldrehung 01-06 klein.png (11.3 KiB) 13437 mal betrachtet



Abb. A zeigt zwei vereinzelte Pixel eines Bildteiles (in Grundstellung).

Abb. B und C zeigen den Prozess der Translation ("Interpretierung" durch die Software / Artweaver) schräggestellter Pixel (nach einer Verdrehung des Bildteiles um etwa 35°).

Abb. D zeigt das gewöhnliche Endergebnis ihrer Darstellung auf dem Bild nach einer Verdrehung des Bildteiles um etwa 35°(Kategorie "weich" / "struktur weich" / antialiased)

Abb. E zeigt das Ergebnis ihrer Darstellung nach Übersetzung in eine gewählte Vordergrundfarbe (hier Grün als Bsp.) unter der Kategorie "Weich". (Antialiasing deaktiviert - ein etwas anderes Ergebnis erhalten Sie wenn Sie das Antialiasing aktiviert haben!)

Abb. F zeigt das Ergebnis ihrer Darstellung, wenn der Pinsel unter der Malkategorie "Flach" gefahren wird. (Antialiasing aktiviert - ein etwas anderes Ergebnis erhalten Sie wenn Sie das Antialiasing deaktiviert haben!)


Derselbe Effekt beim Klonen von Farbe:

Schon eine geringe Abweichung von der vollen Deckkraft eines Pixels (Bildteil-punkt) verursacht eine (geringfügige) Abfälschung der damit wiedergegebenen (geklonten) Farbe, weil die zugrundeliegenden RGBA-Werte diesen Falles nur unter Inkaufnahme der immergleichen Rundungsfehler umgerechnet werden können. Durch das ständige Klonen bereits geklonter Farbe würde sich diese geringfügige Abweichung vom Originalton schnell aufsummieren und die fortlaufende Mischung in ganz falsche Richtungen lenken. Volle Deckkraft eines Bildteiles erreicht man aber nur über die totale Schwärzung seiner Bildpunkte, also muß entweder schon jeder Pixel des Bildteiles völlig schwarz sein oder aber ein eventuell grau gefärbtes Bildteil in der Kategorie „Flach“ gefahren werden. Nur in der Malkategorie „Flach“ oder „Struktur flach“ (auch „Struktur hart“) werden eventuell vorhandene Grauwerte ignoriert und wie völlig schwarze, bzw. volldeckende Pixel verrechnet. Eine ungewollte Verdoppelung des Fehlers (Deckkraft der Pixel des Bildteiles und vorgewählte Deckkraft des Pinsels) fiele dann schon mal weg.

Die Unterdrückung diesen Effekts setzt allerdings auch noch die Einhaltung einer bestimmten Pinselgröße vorraus, denn auch die Skalierung des Bildteiles (und eine notwendige Interpolation) würde für solche Bildpunkte sorgen, die zugleich mehrere Pixel des Bildrasters anschneiden und entsprechend ungleichmäßig einfärben.

Das heißt, die Größe des Bildteiles, beziehungsweise die Aufnahmegröße desselben, muß später mit der gewählten Pinselgröße identisch sein. Der Pixelhaufen „Bildteil“ darf später nur noch mit einer Pinselgröße gefahren werden, die der Bildteilgröße gleich ist, weil dessen Pixel ansonsten so stark gebrochen werden, dass eine Führung unter der Abbildungskategorie „Flach“ für verhältnissmäßig riesige Kleckse sorgen würde. Würde der Pinsel aber nicht ausschließlich unter dieser Kategorie geführt (sonden unter der Kategorie „weich“ oder „struktur weich“), dann würde vermehrt die unterschiedliche Deckkraft gebrochener Pixel zu Buche schlagen und die Mischergebnisse beim Klonen von Farbe stark abfälschen, weil sich hier schon die allerkleinsten Abweichungen schnell aufsummieren. Im Endergebnis heißt das, dass für drei oder vier verschiedene Pinselgrößen, drei oder vier verschiedengroße Bildteile verwendet werden müssen.


Leider bin ich kein Fachmann für technische Fragen zu bildverarbeitender Software, und so besteht nur die Gefahr, dass ich doch noch theoretischen Blödsinn verzapfe, wenn ich noch tiefer in dieses Thema eindringen wollte. Also lange Rede - kurzer Sinn: Ich werde im Folgenden nur noch veranschaulichen, wie eine möglichst gleichmäßige Bildpunktverteilung sehr geringer Dichte anzulegen ist, und dann die versprochenen Bildteile anhängen, die ganz unkompliziert in "Vertreiberpinsel" umgewandelt werden können. Worauf es schlußendlich ankommt sieht der Anwender am besten anhand dieser Beispiele und nach einigen Selbstversuchen mit entsprechend getrimmten Bildteilen, bzw. Pinseln.

Zunächst ein kreisförmig-konzentrisches Raster, dass Ihnen bei der gleichmäßigen Verteilung von 1x1 pixel großen Bildpunkten helfen würde (Eine größere Darstellung ist in diesem Falle leider nicht möglich - klicken Sie auf das Bild um die Png-datei in Originalgröße zu sehen. Das Dokument können und dürfen Sie sich gleich von hier runterladen - Ihr Browser kann das!)

Kreisförmig-konzentr Raster.png


Die hier dargestellten vier "Bildteile" haben in dieser Datei bereits genau diejenige Bildgröße, die für eine Aufnahme in Artweaver nötig ist, um einen nicht-skalierten (!) Pinsel größtmöglicher Größe vorliegen zu haben. (Den Pinsel sollten Sie also nur mit der Pinselgröße 249 fahren - nur dann ist er absolut scharf abgebildet!). Das erste und letzte Bildteil der Reihe können Sie also schon gleich so verwenden, wie sie hier angeboten sind - die beiden mittleren dienen eigentlich nur der Veranschaulichung des Herstellungsprozesses. Eigentliche Pinselspitze ist freilich nur das letzte der vier Bildteile, aber auch das erste könnte Ihnen bei der Konstruktion anderer, ähnlicher Pinselspitzen helfen. Lediglich die Umwandlung in das Bitmap-format müßten Sie noch selbst besorgen. (Bitmaps im bmp-dateiformat kann man hier nicht hochladen!). Außerdem müßten Sie das gewünschte Bildteil noch um den roten Rand reduzieren, also in Höhe und Breite um 2 pixel verkleinern. Es hätte dann die Abmessungen 249 x 249 px und wäre exakt zentriert, also mit einem vollen Bildpunkt auf den Symmetrie-achsen. (Die rote Umrisslinie in genau 1 px stark und darf sich bei der Bildteil-aufnahme nicht mit auf dem Bildteil befinden!).

Von Links nach rechts:

1.) Das kreisförmig-konzentrische Raster, dass Ihnen dabei helfen kann, die Bildpunkte gleichmäßig über ihr Bildteil zu verteilen. Für dies müßten Sie allerdings auch schon mit (transparenten) Ebenen (Layer) umgehen können. Die Radien der Kreise nehmen von innen nach außen proportional-gleichmäßig zu - mathematisch exakt! In der Praxis erweist sich das geometrisch perfekte Regelmaß allerdings als gar nicht so gut, wie man zunächst meinen möchte - vielmehr provoziert genau das eine Musterbildung bei seriell regelmäßiger Superposition formal identischer "Dabs" (Bildteil-abdrücke). Besser sind da schon geringfügige und eher zufällig gewählte Abweichungen vom allzu starren Regelement mathematisch ermittelter Ortschaften. Bei hiesigem Bildteil ist das noch nicht berücksichtigt - deshalb empfehle ich Ihnen auch, es möglichst bald gegen eines der nächsten Umzutauschen, denn da ist dem dann Rechnung getragen.

2.) 6-fache Vergrößerung eines Ausschnittes der nächsten Abbildung.

3.) Alle erforderlichen Punkte von Hand gesetzt. Man könnte zwar noch weitere Knotenpunkte mit Bildpunkten besetzen - auch die Zwischenräume - aber das überlasse ich Ihnen mal selbst, und außerdem sind Vertreiber-pinselspitzen von deutlich höherer Dichte als dieses in ihrer Anwendung auch schon schwieriger zu "dosieren". Um bessere Kompromisse mit höheren Dichten eingehen zu können, sind eigentlich entsprechend veränderte Raster nötig (d.h. mehr Speichen und / oder eine engere Kreisfolge), aber mutiges Improvisieren ist natürlich auch nicht verboten.

4.) Das fertige Bildteil zur direkten Verwendung für einen Vertreiberpinsel. Alle Bildpunkte sind pechschwarz - lediglich die Grauwerte der Bildpunkte in den zwei äußerst gelegenen Kreisen sind etwas herabgesetzt: Ganz außen etwa ein 60%-Grau und in zweiter Reihe ein 75% oder 80%-Grau. (deutlich niedrigere Grauwerte wirken sich schon bei einigen Farbmisch-situationen sehr ungünstig aus!)

Für kleinere Vertreiberpinsel entfernen Sie einfach Schritt für Schritt den nächstäußeren Pixelkreis indem Sie das Bildteil beschneiden. Achten Sie dabei aber darauf, dass der Beschnitt absolut symmetrisch in Bezug auf die Bildtteilmitte erfolgt: Wählen Sie im Hauptmenü > Bild > Papierformat > Position mittig, und reduzieren Sie das Bildteil immer nur um eine geradzahlige Anzahl von Pixeln. (Wenn die Ausgangsgröße ungeradzahlig war, dann muß auch die Endgröße nach dem Beschneiden ungeradzahlig sein)




Self-made Vertreiberpinsel

Wer sich so eine nach außen hin abnehmende Pixelstreuung lieber selbst und nach Gefühl und Augenmaß kreieren will, kann sich auch sehr gut mit den Artweaver-eigenen Bordmitteln behelfen. Lediglich die Konstruktion geometrisch exakter Kreisgitter dürfte sich in Artweaver etwas heikel gestalten und funktioniert in ausgesprochenen Grafikanwendungen (z.B Paint.Net) besser und schneller. Alles andere ginge dann aber wie folgt auch in Artweaver recht unkompliziert:

Bildteil erzeugen, alle Grauschattierungen rausfiltern (Bild > Einstellen >"Schwellenwert") und dann ein paar Pixel rausradieren oder weiß übermalen. Dasselbe im Detail (Schritt für Schritt):

1. Pinselpalette > Bildteil-auflistung > kl. Dokumentsymbol (ganz rechts außen) > Bildteil erzeugen > Namen vergeben > Größe = 180; > Borstenstärke = 270, Borstengröße = 2, Klumpen = 0 > Okay. Das erzeugte Bildteil ist nun ein Element Ihrer AW-bildteilauflistung.

2. Wählen Sie das Bildteil aus der Liste aus und wählen sie dann "Bildteil beabeiten". Nachdem Sie das Bildteil ausgewählt haben schließt der Dialog wieder - die folgende Befehlskette müssen Sie deshalb ein zweites mal starten: Pinselpalette > Bildteil-auflistung > kl. Dokumentsymbol > Bildteil bearbeiten. Vergrößern Sie die Ansicht: Zoom 500%; Es liegt nun eine stark vergrößerte Negativabbildung vor, die farblich umgekehrt werden muß:

3. Hauptmenü > Bild > Einstellen > Umkehren (das Negativ in ein Positiv verwandeln)

4. Hauptmenü > Bild > Einstellen > Schwellenwert (Treshhold); Der Wert muß so rauf- oder runtergeregelt werden, dass alle Pixel reinschwarz und nur "singulär" erscheinen (keine zusammenhängenden Pixel).

5. Pinselpalette > Pinselart > Pixel; Größe = 1-5, Deckraft = 100, Farbe Reinweiß! (Hex: FFFFFF) und nun alle überflüssigen schwarzen Pixel übermalen, bzw. entfernen.

6. Wenn Sie mit der Bearbeitung fertig sind wählen Sie das Bild aus: Hauptmenü > Auswahl > Alles auswählen und geben den Befehl "Bildteil aufnehmen": Pinselpalette > Bildteile-liste > kl. Dokumentsymbol (ganz rechts außen) > Bildteil aufnehmen > Namen geben > Ok. Auf dem selben Wege können Sie dann auch das vormalig erzeugte Bildteil wieder löschen.

Tipp: Auch dieses Bildteil fahren Sie am besten nur in Originalgröße, wenn Sie Farbe möglichst fein, gleichmäßig und farbtreu vertreiben möchten - die genaue Größe des Bildteiles brauchen Sie sich jedoch nicht zu merken: Die notieren Sie sich entweder gleich mit dem Namen des Bildteiles, oder Sie rufen es kurz mit dem Befehl "Bildteil bearbeiten" auf die Arbeitsfläche - auf der Infopalette können Sie die genaue Größe (in Pixel) dann einfach ablesen. Wenn Sie die Infopalette nicht angedockt oder permanent eingeblendet haben dann gehen Sie auf Hauptmenü > Fenster > Info einblenden - die Infopalette zeigt in linkem, oberen Virtel die Höhe und Breite des aktuell aktivierten Dokuments an - wahlweise in Pixel, cm, mm oder Zoll (Inch). Die exakte Pinselgröße stellen Sie am besten gleich ein, also solange Sie die exakten Bildteilabmessungen noch ablesen können - so können Sie sich nicht so leicht vertun und brauchen die Aktion nicht gleich nochmal zu wiederholen.




Drei fertige Vertreiberpinsel in je fünf verschiedenen Größen

Auch die nächsten 15 Bildteile im png-format liegen schon in richtiger Größe vor. Größe 5, 4 ,3, 2 und 1 (= 249x249 px / 199x199 px / 155x155 px / 117x117 px / 85x85 px). Das Dokument brauchen Sie nur noch zu kopieren, zu zerschneiden und in das Bmp-format (8 bit Farbtiefe) umzuwandeln. Mit dem Aufruf der Einzelteile in Artweaver können sie wie oben beschrieben, 15 neue Bildteile anlegen:


Vertreiber Quad-SA4 & 16-FB-sp & 36-FC Gr1-5.png



Um mit diesen Bildteilen eine möglichst gleichmäßige, aber nicht zu weit reichende Pixelstreuung zu erzielen, fahren Sie die verschiedenen Größen am besten auch mit unterschiedlich starkem Jitter (=Verwackelung), und zwar mit den Werten 12, 10, 8, 6 und 4 (je größer der Pinsel, desto stärker sollte die Verwackelung sein). Die ersten fünf Bildteile sind genau für diese Verwackelung optimiert - vergewissern Sie sich aber, dass die Verwackelfunktion nicht von der Zufallfunktion überlagert wird (Pinselpalette > Erweitert > Zufall > Ohne), denn das würde die Regelmäßigkeit der Streuung nur vermindern. Eine stärkere Verwackelung ist in jedem Falle möglich, aber weniger kann schon zu einer erkennbaren Unregelmäßigkeit im Streubild führen, da jedes Bildteil völlig symmetrisch zur Bilddiagonalen gestaltet ist. Der optimale Abstand für die größeren Pinsel beträgt etwa 3-10, und ein Abstand von 10-18 für die kleineren Pinsel. Am allerwichtigsten ist jedoch, dass diese Pinselspitzen drehend, beziehungsweise mit zufälliger Verdrehung gezogen werden, und dass Sie das Antialiasing deaktivieren (das "AA"-symbol, gleich über dem Uhrensymbol für den Befehl "kontinuierlich Auftragen). Das Antialiasing benötigen Sie allenfalls für das Finishing einer schon fertig vertriebenen Farbfläche, denn beim Finish können Sie den Pinsel auch wieder ganz gefahrlos unter der Malkategorie "weich" verwenden - das ist quasi nur ein noch stärkeres "Antialiasing" und wirkt sich wie dieses nur über eine längerfristige Farbvermalung ungünstig aus.

Fix und fertig voreingestellte Vertreiberpinsel - packed brush variants (.pbv), also die obigen Bildteile mitsamt allen optimalen Voreinstellungen zum Download, gibt's erst ab Mitte nächster Woche. Weil dieser Thread aber schon gestopft voll ist mit Dateianhängen, muß ich die leider in einem nicht vorhergesehenen "vierten Teil" des Tutorials hinterlegen. Weil dort dann aber auch wieder mehr Platz übrig ist, stell' ich dort gleich noch die zugehörigen Pinsel-abstrich-vorschauen ein.










Wissen Sie, warum die Tüte im Badischen "Gugg" heißt?

Ich weiß das auch nicht, denk mir aber auch nichts dabei, denn ich weiß ja ebenfalls nicht, weshalb die Gugg im Hochdeutschen "Tüte", aber im Fränkischen "Dieden
hasst"! Hochdeutsch ist einfach ein ganz saublöder Dialekt, und die Franken hasst fast ganz Bayern! :lol: :P :lol: :shock:

(Zur Etymolgie des Verbums "hassen": Heissen, heizen und hetzen / hassen gehen in der Tat mit "hissen" auf eine gemeinsame Lautwurzel zurück, was diese Verben zu echten Verwandten macht!)








Doch um nun eventuell aufkommenden Mißverständnissen vorzubeugen:

Vertreiberpinsel können das Pixel-aibrush nur hinsichtlich gewisser Zusatzfunktionen übertreffen, die für das Airbrush nicht zur Verfügung stehen. Das sind insbesondere die unter den Malrubriken "Kategorie" und "Methode" einsortierten Funktionen, also ganz enorm viele und darunter eben auch die "Sonstigen", die für das in Teil II erwähnte Abdunkeln oder Aufhellen, Scharfzeichnen, Weichzeichnen oder das pinselgesteuerte Entsättigen der gestreuten Pixel notwendig wäre. Im Regelfall (für die farbtreuesten Ergebnisse) ziehen Sie den Pinsel unter der Kategorie Deckend, aber auch die Kategorie Lasierend ist für das Vertreiben von Farben nicht ganz uninteressant, doch ebenfalls nur für die Verwendung von Bildteilen vorgesehen (funktioniert nicht mit Pixel-airbrush!).

Worin das Pixel-airbrush aber ganz gewiss nicht mehr übertroffen werden kann, ist die Gleichmäßigkeit und Dosierbarkeit in der Pixelstreuung. Allein demgegenüber werden Sie in den Vertreiberpinseln immer gewisse Defizite feststellen, was aber beim Farbenvertreiben auch überhaupt nicht mehr ins Gewicht fällt, da der Kontrast zwischen Vordergrundfarbe und Hintergrund beim Ton-in-ton-malen so dermaßen stark abfällt, dass es dem Auge letztlich ganz unmöglich wird, noch leichte Unregelmäßigkeiten in der Pixelverteilung auszumachen. Dass die hier vorgestellten Vertreiberpinsel dennoch von sehr guter Streuqualität sind, läßt sich ja ganz einfach im normalen Pinselbetrieb feststellen - wenn Sie damit also nicht Farbe KLONEN ("Klonfarbe verwenden"), sondern einfach nur eine möglichst dunkle Farbe auf reinweißem Grund auftragen. Bei ausreichend starker Verwackelung können Sie dann sehr gut sehen, wie nahe so ein Vertreiberpinsel an die Streuuqualitäten eines Pixel-airbrush heranreicht, aber auch, inwiefern er sich davon unterschiedet - immer voraussgesetzt, natürlich, dass Sie die erweiterte Pinsefunktion "Winkel > zufällig" aktiviert haben, denn ohne diese und ohne Verwackelung, malt der Vertreiberpinsel nur unschöne "Pixel-ketten".

Eine zu starke Verwackelung (Jitter) wäre im übrigen ebenfalls nur kontraproduktiv, da ein verwackeltes Bildteil beim Farben-klonen auch nicht mehr nur diejenige Farbe klont, die sich direkt unter dem Cursor befindet, sondern genau diejenige, die sich unter der Position des verwackelten Bildteiles befindet. Damit könnten Sie dann auch schon nicht mehr ganz so nahe an andersfarbige Zonen heranfahren, ohne Gefahr zu laufen, Fremdfarbe mit in Ihre Mischung hineinzubekommen. Eine sehr starke Verwackelung (Stärker als 15) ist nur dann sinnvoll, wenn schon die zu vertreibende Farbfläche deutlich größer als der Pinsel ist, wenn also ganz besonders weitreichende Farbverläufe erstellt werden müßten, weil vielleicht schon das ganz Bild enorm groß angelegt worden ist. Bei Bildern mit Abmessungen von über 3000 x 3000 Pixeln, kann das ja durchaus der Fall sein.

Die mengenmäßige Dosierung (Pixel- bzw. Farbmenge) erfolgt hauptsächlich über die Regulierung des Abstandes - in gewisser Weise auch über die Regulierung der Deckkraft. Wenn die Dosierung situationsbedingt in deutlich höhrem Maße rauf- oder runtergesetzt werden müßte, ist das jedoch viel besser mit einem Wechsel des Vertreiberpinsels zu bewerkstelligen. Das ist schließlich der Hauptgrund dafür, dessenthalben ich Ihnen verschiedene Vertreiberpinsel anbiete - sie unterscheiden sich im wesentlichen nur in der "optischen Dichte", die schon eingangs kurz erläutert worden ist. Somit bleibt mir eigentlich nur noch kurz vor der noch übrig gebliebenen Regelfunktion "Anlösen" zu warnen, weil sie im Zusammenhang mit dem Farbenmischen natürlich geradezu danach schreit, auch hier voreilig zum Einsatz gebracht zu werden. Die Anlösefunktion bewirkt beim Farbe-klonen, dass die Umgebungsfarbe auch in das Zentrum des Vertreiberpinsels transportiert wird, was letztendes bedeutet, dass sich eine geschlossen-einfarbige Fläche selbst dann zunehmends verfärbt, wenn Sie den Pinsel nur über dem Original-farbton bewegen. Eigentliches Ziel des Farbe-vertreibens ist ein "one-way-farbtransport von der Mitte des Pinsels nach außen - mit dem Anlösen wird das aber zu einem zweiwegigen Farbtransport, nämlich von Innen nach Außen UND ZUGLEICH von Außen nach Innen. Es kann natürlich sein, dass Sie auch genau das wollen - nur darauf hingewiesen wollte ich Sie haben, damit Sie's auch ganz sicher wissen und eventuell unliebsame Fehlfärbungen nicht auf meine guten Vertreiberpinsel schieben. Die "Farbanlösung" kann dem Ziel durchaus zuträglich sein - aber üben würde ich das Vertreiben erst mal ohne dieses Hilfsmittel, damit der Übungseffekt ein höherer ist und der Unterschied zwischen MIT und OHNE deutlicher wird.

Ganz andere Vertreiberpinsel - solche, mit denen zugleich eine respektable Struktur zur Erzeugung andernorts erwähnter "Farbvibration" zu erzielen ist (Thema "Klonen mit Artweaver") können leider nicht direkt hier angeboten werden, da das Thema schon etwas komplexer ist und in eine andere Richtung läuft. "Ganz andere Vertreibepinsel" stell ich Ihnen also lieber mal in einem ganz anderen Tutorial oder auf einer eigens dafür eingerichteten "Pinsel- und Bildteile-seite" vor.



Also dann, ... viel Freude und Erfolg beim Zeit- und Farbvertreib! :P
Zuletzt geändert von Artgenossa am Di Okt 22, 2013 12:07 pm, insgesamt 41-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Tut-anch-amun I-III / Farbe vertreiben & Weichzeichnen

Beitragvon Artgenossa » Sa Jun 01, 2013 2:21 pm

Tut-anch-amun Teil IV

Packed brush variants (.pbv) & Abstriche (Previews)

Zip-datei anklicken, downloaden und mit einem Entpacker entpacken. Der Ordner enthält alle 15 in Teil III abgebildeten Bildteile als fertige AW-Pinsel (Pinselspitzen mit allen erforderlichen, für den Standardgebrauch optimierten Voreinstellungen):

Vertreiberpinsel SA,B-sp,C Gr1-5.zip
Ihr Pinselpaket mit 3 Vertreiberpinseln in je 5 verschied. Größen
(83.79 KiB) 492-mal heruntergeladen



Vorschau:
Abstrich_SA_C_B_Gr1-5.png
Einfache Freihand-abstriche der Vertreiberpinsel SA, C und B

(Klicken Sie bitte auf das Bild und zoomen, um die Abstriche in Originalgröße zu sehen)



In den packed brush variants (.pbv; ein Artweaver-eigenes Dateiformat für Pinsel) sind die Pinselgrößen schon entsprechend der Bildteilgröße eingestellt. Insofern ist das keine Variable, die Sie leichfertig oder ganz nach Belieben ändern sollten (wegen der damit einhergehenden Unschärfe, die für die Qualität der Vertreiberpinsel ein ganz entscheidendes Kriterium sind). Sie können die Pinselgröße jedoch ganz gefahrlos verdoppeln, da mit einer ganzahligen Vervielfachung der Abbildungsgröße die Interpolation umgangen werden kann. Es sind dann zwar alle Bildpunkte des Bildteiles gleich doppelt so groß (flächig gesehen sogar viermal so groß, denn aus 1x1 px wird 2x2=4 px), aber wiederum völlig scharf abgebildet. Für den Gebrauch in ausgesprochen großen Bildern, kann dieser Hinweis ganz nützlich sein, weil Farbe dort ja vielleicht auch nicht mehr ganz so "pixel-fein" vertrieben werden muß. Mit Artweaver Plus hätten Sie also trotz der gewissen Einschränkung hinsichtlich der Größe von Vertreiberpinseln, auch noch Pinsel der Grössen 498 (= 249 verdoppelt), 398 (= 199 verdoppelt) und 310 (= 155 verdoppelt), etc. ... Eine Halbierung der (orig.) Pinselgrößen brächte hingegen NICHT auch den gegenteiligen Effekt, da sich ungeradzahlige Bildteil-größen nicht mehr exakt halbieren lassen - der Pinsel würde wieder unscharf werden und zunehmends Fehlfarben erzeugen.

Die Vertreiberpinsel funktionieren natürlich auch mit jeder anderen (beliebigen) Größe, aber mit Größen, die von den oben genannten Vorgaben abweichen, ändert sich auch das Färbeverhalten und verleiht dem Pinsel eine leichte Tendenz zur Erzeugung von Fehlfarben (mehr oder minder starke Abweichungen von den geklonten Farben). Bei verwendung irgendwelcher anderen Größen - insbesondere bei Speicherung dieser Größe - besteht auch die Gefahr, dass Sie sich der "perfekten Größe" nicht mehr erinnern. Das ist zwar ebenfalls kein Beinbruch, weil Sie die (ursprüngliche Originalgröße ja auch über die Funktion "Pinsel bearbeiten" ermitteln können, aber solche umwegigen Extra-mausmeter können einem beim Malen eben auch sehr ausbremsen und schnell auf den Zeiger gehen.


Und trotz aller Voreinstellungen: Den Befehl "Klonfarbe verwenden", müssen Sie noch selbst hinzufügen, wenn's denn wirklich Vertreiberpinsel sein sollen. Dieser Befehl ist nicht schon voreingestellt, damit Sie gleich sehen, wie diese Pinsel normale Farbe "vermalen". Dementsprechend ist auch für die oben abgebildeten Abstriche keine Klonfarbe, sondern einfach nur Schwarz verwendet worden. Einen Abstrich des Vertreiberpinsels C (der Pinsel mit der höchsten opt. Dichte) im Einsatz als Vertreiber ("Klonfarbe verwenden") finden Sie ganz am Ende / unten dieses Beitrages.

Wenn Sie das ändern möchten - also dahingehend, dass die Vertreiberpinsel gleich von vorneherein nur Klonfarbe vermalen - dann müßten Sie für den betreffenden Pinsel die Option "Klonfarbe verwenden" wählen, und dann diese neue (temporäre) Pinselvariante speichern, indem Sie die Option "Standardvariante festlegen" wählen - die vorige Variante wird dann zugunsten der neuen Variante überschrieben. Andernfalls (Option: Variante speichern) würde die neue Variante als zusätzlicher Pinsel abgespeichert werden - dann hätten Sie beide zugleich im selben Sortiment.


Warum so krumme Zahlen für die Abmessungen der Bildteile?

Die maximale Größe für die Aufnahme von Bildteilen beträgt exakt 254 x 254 px - eine ganz glatte Zahl könnte also höchstens noch durch die Bildteil-abmessung 250 x 250 vertreten sein, während 252 oder 254 schon solche Größen sind, die sich nicht mehr genau Verdoppeln lassen, denn die maximale Pinselgröße beträgt in AW Plus genau 500. Die Bevorzugung ungeradzahliger Abmessungen hat hingegen einen anderen Grund: Bildteile mit geradzahliger Abmessung haben keinen solchen Mittelpunkt der durch einen einzelnen Bildpunkt (Pixel) dargestellt werden könnte, und zahlreiche Versuche (wie der Nachstehende) haben gezeigt, dass in sehr geringfügigem Ausmaß auch schon darunter die bestmögliche Abbildungsschärfe leidet. Der minimale Unterschied in der Abbildungsschärfe zwischen dieser und jener Sorte von Bildteilen ist allerdings auch nur noch "statistisch" zu erheben und sichtbar zu machen. Die Pinselfunktion "Verwackeln" wird hierfür natürlich ganz abgestellt, dafür jedoch die Funktion "Kontinuierlich auftragen" aktiviert, während die Funktion "Winkel > zufällig", also die (zufällige) Verdrehung des Bildteiles einfach beibehalten wird. Überdies kann man folgende zwei Pinselabstriche erzeugen, wenn man ein Bildteil mit, und ein Bildteil ohne solchen Mittelpunkt für je 30 sek lang, kontinuierlich aufträgt. Der Pinsel (od. Cursor) wird dabei NICHT bewegt, sodass er nur auf der Stelle rotiert! (AW reproduziert dabei etwa 3 Abbilungen ("Dabs") pro Sekunde - wesentlich weniger als beim Ziehen des Pinsels; Die genaue Zeitdauer wurde mit der Stoppuhr gestoppt, und derselbe Versuch fünf mal wiederholt, mit immer dem gleichen Ergebnis!):

Bildteil mit und ohne Mittellinie.png

Klicken Sie bitte auf das Bild, um es in Originalgröße betrachten zu können.

Links sehen Sie ein kontinuierlich verdrehtes Bildteil MIT Mittelpunkt, und rechts ein Bildteil OHNE Mittelpunkt, beziehungsweise, mit einem Mittelpunkt, der 2x2 px groß sein mußte um auch grafisch dargestellt zu sein. Diese 2 x 2 Bildpunkte des rechten Bildteiles sitzen also links und rechts (und unter- und oberhalb) seiner Symmetrieachsen, die quasi nur 0 px stark, beziehungsweis unendlich dünn, also nicht sichtbar sind, weil sie genau zwischen zwei Pixelreihen verlaufen. Im Bildteil des linken Abstriches hingegen, fallen die Symmetrieachsen je genau in eine Pixelreihe. Auch ohne nun genau sagen zu können, wie Artweaver mit solchen Differenzen umgeht - um welche Art von Mittelpunkt gedreht wird, wenn er von dieser oder jener Beschaffenheit ist - läßt sich dennoch eine etwas bessere Abbildungsschärfe dem linken Bildteil zuordnen. Der Unterschied ist in der Tat minimal - fast nicht mehr festzustellen - aber immerhin nicht mehr nur ein Ergebnis der blanken Einbildung. Das linke Bildteil IST schärfer Abgebildet, weil die genauen Mittelpunkts-koordinaten weniger häufig ab- oder aufgerundet werden müssen, wenn der Mittelpunkt nicht genau ZWISCHEN zwei Pixel, sondern genau IN einen Pixel fällt! Mit dem rechten Abstrich sind daher gut 100 Bildpunkte mehr eingefärbt worden, als mit dem linken. Das nennt dann schließlich den eigentlichen Grund dafür, weshalb ich mich hier für Bildteile mit ungeradzahliger Abmessung entschieden habe. (Links sehen Sie zwar ein Kreuz in der Mitte, aber auf dem einzelnen, orig. Bildteil ist das wirklich nur ein einziger mittig platzierter Bildpunkt - die Kreuzform im Abstrich resultiert allein aus interpolierten Pixeln zur Darstellung eines verdrehten Mittelpunktes - nicht etwa aus einer Verwackelung oder dergleichen) Und freilich: Die Beachtung derart geringfügiger Differenzen im Erscheinungsbild sind nicht mehr wirklich relevant für die Qualität, geschweige denn die Brauchbarkeit eines Vertreiberpinsels (ich erwähne das überhaupt nur, um dem Eindruck vorzubeugen, ich würde das ein oder andere Bildteil vielleicht nicht sehr präzise oder nicht sehr gewissenhaft untersuchen und aus-testen).

Nebenbei ist damit auch sichtbar gemacht, dass Artweaver per Zufallsgenerator wirklich so gut wie jeden Winkel von allen 360 möglichen erwischt, und nicht etwa nur gewisse Winkel aus einer gewissen 5°- oder 10°-Staffelung, denn alle Punkte dieser beiden TEST-BILDTEILE sitzen ausnahmslos nur auf den Diagonalen, und zwar ganz exakt nur auf den Quadrant-diagonalen mit 45°, 135°, 225° und 315°- die äußersten Punkte also, genau in den vier Ecken jedes Bildteiles. Der Kreisdurchmesser der Abstriche ist dann natürlich größer als Höhe oder Breite des Bildteiles, denn seine Ecken liegen ja auf der rotierenden Bilddiagonalen, und eben die ist größer als Höhe oder Breite eines Quadrates. (Würde Artweaver die Drehwinkel nur aus einer 5° oder 10°-Staffelung wählen, wären die Kreislinien nicht geschlossen).





Vertreiben (Klonfarbe verwenden) eines farbigen Probestückes mit Pinsel C Gr.5, 3 und 2:
(für eine genauere Inspektion des Resultates, bitte Anklicken und zoomen)

Abstriche VP-C Schritt400-403+Text+Aufhellung.png
Probestück vertreiben + aufhellen


Aufhellen (und ein bisschen Weichzeichnen / siehe Schritt 4) wäre mit Pixel-Airbrush nicht gegangen, da die Pinselart diese Sonderfunktion (Methode > Sonstige / Kategorie > Aufhellen, und andere) nicht unterstützt. Im Mittelbereich (Schritt 3, Rot-grün-übergang) sind aufgrund des starken Farbunterschiedes noch etwas die Pixel zu sehen - das wäre nicht mehr der Fall, wenn zum Weitertreiben in dem Bild noch etwas mehr Platz gewesen wäre. 1200 px Bildbreite sind für ein Vertreiben von mehr als nur zwei Farbwechsel einfach noch etwas zu eng. Sollten die restlichen Pixel auch noch verschwinden, müßte in diesem Falle der Weichzeichenfilter bemüht werden (Gausscher Weichz. - etwa Stärke 30). Bis einschließlich Schritt 3 ist keinerlei Weichzeichnung zum Einsatz gekommen - lediglich im 4. Schritt habe ich ein bisschen mit dem Pinsel weichgezeichnet, vor allem aber den hellen Fleck, weil auf derart engem Raum auch die kleinsten Vertreiberpinsel noch zu groß sind, und ihre Pixel viel zu weit streuen. Noch kleinere Vertreiberpinsel müßten Sie im Bedarfsfalle selbst herstellen, denn persönlich kann ich die Malerei a miniature nicht mehr empfehlen. Im "Icon-format" (unter 600 x 600 px) gestallten sich nämlich schon etliche Malarbeiten ziemlich happig, also male man lieber großzügig (eher bei 3000 x 3000 px oder deutlich darüber) und verkleinere erst im Nachhinein. Wer aber trotzdem und ganz unbedingt auch kleinere Pinsel (ohne viel zusätzliche Arbeit) will, der braucht die hier angebotenen Bildteile nur um einen Pixel in Höhe und Breite verkleinern, denn dann lassen sich die darauf basierenden Pinsel auch mit genau halber Größe fahren, ohne damit die Abbildungsschärfe stärker zu beeinträchtigen, als im Absatz zum Thema "Mittelpunkt" beschrieben. Der kleinste unter ihnen (dann 84 x 84 px statt 85 x 85 px) kann dann schon auf die Pinselgröße 42 (= 42 x 42 px) oder 21 heruntergeregelt werden, während die Verdoppelung nachwievor möglich ist.


Das Tutorial "Tut-anch-amun" ist damit im wesentlichen abgeschlossen. Ich hoffe, ich konnte mich in allen angesprochenen Punkten nahezu unmißverständlich mitteilen, aber auch, Ihr Interesse nicht mit allzu vielen Nebensächlichkeiten überstrapaziert zu haben. Mit der Zeit folgen diesem Tutorial vielleicht noch einige "Malproben", damit dem Leser mehr Eindrücke von der Effektivität aller hier vorgestellten Pinsel vermittelt sind. Um aber auch nochmal an die ursprüngliche Thematik zu erinnern: Farbe völlig glatt zu vertreiben, verträgt sich natürlich nicht mit der Absicht, strukturiert und /oder pastos zu malen - das ist ein ganz anderes Thema. Man malt entweder glatt-gestrichen oder nicht-glatt-gestrichen (fleckig), und ENTWEDER man malt ODER man betreibt Bildhauerei zur Erstelllung eines Flachrefliefs mithilfe von Pasten, Spachtelmassen und Spachtel, Meisel oder Pinsel. Solange man nicht auch das durcheinander zu bringen versucht, dürften in Artweaver keine grundsätzlichen Hindernisse auf dem Weg zum "schönen Bildwerk" auffällig werden.






Vielleicht noch die Auflösung des Rätsels um das badische Wort "Gugg" für "Tüte":

Der Ausdruck "Gugg" oder "Guck" geht mit (nhd.) "Köcher" und "Kescher" auf eine gemeinsame Lautwurzel zurück, während der Ausdruck "Tüte" vielmehr mit Tasche, Tuch und Tasse verwandt ist. Etymologisch erklärt man den aller größten Teil solcher lautlichen Differenzen mit einer mundartlich bedingten Lautverschiebung - oder salopp ausgedrückt, mit einer nachwievor und in aller Welt praktizierten "Saugoschen": das ist, wenn man beim Reden den Mund nicht immer richtig aufkriegt. Der vermeintliche Fachausdruck "mundartlich" spielt natürlich auf "artig" an, denn sowohl der Hudelei wie auch der Nuschelei liegt eine gewisse "Zier" zugrunde, sodaß beispielsweise auch der Franke nicht etwa deshalb lieber "Fran-ge" und "Dan-ge" sagt, weil er an gewissen Fehlbildungen des Sprechapparates litte, sondern weil er sich ziert, ebenso deutlich wie "hochgestochen" zu artikulieren. Er traut sich nicht recht, tatsächlich "tanken" zu sagen, weil ihn völlig falsche Vorstellungen von der Wirkung** solcher "Deutlichkeit" reiten, und anderswo wird einfach nur deshalb gehudelt, weil man sich nicht zutraut, mit etwaigen Undeutlichkeiten jemandes Anderen Zeit stehlen zu dürfen. Mit einem Wort: Der Sprachschlamperei liegt nebst viel Aberwitz auch die latente Vorstellung zu grunde, dass Reden kaum lohnt - gewisse Zweifel am Sinn des Sprechens überhaupt - vor allem jedoch Zweifel an Relevanz der eigenen Person oder deren Meinung. Unter diesen Umständen wird das Automobil dann lieber "bedankt" als betankt, und das "mobil" einfach weggelassen, und da solche Unsicherheiten auch noch sehr Ansteckend sind, machen sie schnell die Runde und werden dann auch noch "landschaftlich bedingt" geschimpft. So ein kleiner Franke steckt also schon in jedem von uns, denn das Ding hieß tatsächlich mal "Ting" - die Verhandlung oder der Gegenstand einer Verhandlung - doch lang ist's her.

Im übrigen ist jeder Gegenstand mit Namen ganz grundsätzlich und immer nur der "Satzgegenstand". Für Gegenstände ganz anderer Natur oder Konsistenz, hat eines Menschen Sprache gar keine Ausdrücke. Selbst "Zeug" und "Sache", sind nur Ableitungen der Verben "zeugen / zeigen / zeihen" (verwandt mit "sagen") und "sagen / suchen / sehen". Diesen an sich recht offensichtlichen Sachverhalt hatte nicht mal der Altphilologe Ferdinand de Saussure - Gründervater der modernen Linguistik - begriffen: Er meinte, es könnten auch die handgreiflichen Gegenstände den Inhalt eines Nomens bilden, weshalb auch schon früh die sogenannten "Abstrakta" von den "Konkreta" unterschieden worden sind. Diesen Unterschied gibt es (leider od. gott-sei-dank) nicht wirklich - der Inhalt eines Nomens ist ganz grundsätzlich immer "abstrakter" Natur, da es auch immer nur das "Verhalten" einer Sache bezeichnet, also "Sachverhalte" die nur gedanklich erfaßt sein können. Nur deshalb besteht diese enge Verwandtschaft zwischen "Dank" und "Ding" - das Ding war schon immer nur gedacht, denn andernfalls würde es nicht so heißen. Oder anders ausgedrückt: Wer etwas anderes meinte, als das nur gedachte, hätte es auch anders zu nennen! Definitionen helfen da nicht wirklich weiter, denn solche verletzen ganz grundsätzlich immer das Hauptfordernis von "Sprache": Was sich ähnlich ist oder verhält, muß auch ähnlich "heißen" - und umgekehrt: Was ähnlich heißt oder klingt, kann auch nur Ähnliches bedeuten - Defintion hin oder her.

Definition ist NICHT Bedeutung!!! Und im selben Sinne ist modernes Deutsch auch kein "Deutsch", Wort oder etwa eine Sprache, sondern ein IDIOM!


** Auf etwaige Zuhörer besonders "deutlich" zu wirken, ist einem Fanken extrem peinlich - man könnte ja denken, dass er tatsächlich meint, was er sagt. Oder noch schlimmer: Man könnte ja ganz unmißvertändlich mitkriegen, was er da so ganz und gar "unverschämt" vor sich hin-nuschelt!

Automobil auf Fränkisch: "Audo"

Automobil auf Würtembergisch: ebenfalls "Audo", wennauch vielmehr wie "Auudo" - allerdings sagt der Offenburger auch noch: "Ja bisch du auu doo? Und sein Gegenüber: "Ha joo - un zwar mi'm Auudoo!" (alternativ: "midd'm Audo")


Ein Automobil ist im übrigen alles, was sich von selbst bewegt: Kühe, Pferde, freilaufende Hühner - Atome, Sonne, Mond und Sterne usw. ... Bei "Auto" ist das aber schon nicht mehr so klar, denn strenggenommen heißt das nur noch "Selbst", und falls auch der Automat oder der Autodidakt dieselbe Abkürzung erführen, wie das "Auto-mobile" wäre schon einiges durcheinanderzubringen. Das wirklich interessante - sogar das allerhöchst "brisante" daran, ist jedoch, dass bereits die Genesis (altes Testament) vor derart falschen "Verlautungen" warnt. Sie warnt vor Verlautungen, die nicht ebenso folgerichtig wie schlüssig, "logisch" oder gemäß dem "Willen des Logos" ausfallen. Adam flog nämlich nur deshalb aus dem Paradies, weil er diverse Dinge nicht bei ihrem richtigen Namen genannt hat. Kurz: Weil er Falschaussagen machte ...! Natürlich kann man immer darüber Streiten, wie die Sache zu nennen ist oder welcher Name richtig, bzw. "falsch" ist - allerdings nicht mit Gott, welchen der Evangelist Johannes mit dem "Logos" identifizierte. Eines war nämlich ganz sonnenklar: "Fleisch und Bein von meinem Fleisch und Bein" muß natürlich nicht unbedingt "Eva" genannt werden - dabei konnte man freilich noch nichts falsch machen. Ganz unbestritten "falsch" ist jedoch, zuerst zu sagen: "Eva heiße mein Fleisch und Bein", und bei nächster Gelegenheit, da Eva irgend etwas unvorhergesehens tut, zu sagen: "Ich (mein Fleisch & Bein) war's nicht, SONDERN Eva!" denn das ist ein ganz astreiner WIDERSPRUCH in sich, also ein Wortbruch (der in diesem besonderen Falle auch noch mit "Ehebruch" in eins fällt, weil damit ja auch das ursprüngliche Versprechen zur Heirat, also die Verlobung wieder aufgelöst wird - Adam: "Ich habe mit Eva oder ihren Taten nichts zu schaffen!" Zuvor hat er aber bekanntgegeben, dass er sich für alle Taten des Fleisches verantworten will, und das heißt eben nichts anderes, als diese Taten zu be-nennen). Adam sucht hier seine ursprüngliche Zusage (Verlöbnis = Gelöbnis!) wieder zurückzunehmen, also Hü und Hott zugleich (zu gleichen Teilen). Natürlich sagt der Schöpfer dann: Also, wenn du auch in Zukunft einen so dermaßen widersprüchlichen Bullshit verzapfen wirst, wie gerade eben, wirst du dir leider noch ganz viele Schwierigkeiten aufhalsen, denn für das ganz unmißverständliche Überliefern und Akkumulieren von Erfahrung, ist eine logische (d. h. widerspruchsfreie) Sprache die allererste Voraussetzung. Ohne die ist ein Leben in Frieden und Wohlstand nicht möglich, denn nur der Erfahrene weiß dem Blitzschlag ebenso leicht zu entkommen, wie dem Blitzkrieg, oder etwaigen Dürreperioden, et cetera. Und wohlgemerkt: Das sagte das WORT allerhöchst selbst und in Person! Die Kurzfassung jedoch: "Verflucht sei der Acker um DEINETWILLEN" (= um deiner Rede willen!)

Auf gut Deutsch: Wer nicht gescheit redet (wer Sachverhalte nicht schlüssig verlautet oder deutet) handelt sich damit einen ganz gehörigen Selektions-nachteil ein, denn da sind immer ausreichend viele "Konkurrenten", die in dieser Kunst (unter Umständen) geschickter sind, als andere. Ersterer (= Lügner) muß dann zwangsläufig der (relativ) Unerfahrenere bleiben, da er den überlieferten Text ja auslegt wie ein "Idiot" (lat.: I-diota v. I-dios = gr.: A-theista = nhd.: "Der nichts sieht / sagt / bemerkt; von gr.: thein / thyein = zeihen / zeigen / zeugen / sagen / sehen / suchen /schauen; Theos = Beobachter / Beobachtung aber auch Zeichen / Zeiger / Zeuge / Lehrer; theatros = Schauspiel / Schauplatz; theoria = Zeugnis / Rede von einer Anschauung v. thein + ora). Freilich lebt der dann in Angst und Krieg, denn solchen Dingen entkommt man eben nur mit ausreichend viel "Weisheit" oder "Erfahrung".





Liebe Grüße, Salve und vielen Dank für's "Zuschauen", Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am Mi Mär 05, 2014 12:54 pm, insgesamt 184-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Tut-anch-amun I-III / Farbe vertreiben & Weichzeichnen

Beitragvon Artgenossa » Do Jul 11, 2013 4:37 pm

Nachträglich gelöschte Antwort auf nachträglich gelöschte Frage
Zuletzt geändert von Artgenossa am Fr Okt 24, 2014 12:46 am, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Tut-anch-amun I-III / Farbe vertreiben & Weichzeichnen

Beitragvon Artgenossa » Do Aug 22, 2013 6:33 pm

Die versprochene Malprobe mit dem im ersten Beitrag beschriebenen "Smudge-pinsel":

Verwischen mit Anlösemethode.png



Mein erster Versuch ist wegen der vielen gebrochenen Farben ingesamt etwas "lasch-matt" und fade geraten. Ich will zusehen, schon demnächst ein besseres Beispiel hochzuladen zu können - vielleicht auch zwei oder drei - die sollten dann doch etwas mehr "Feuer" haben. Vor allem, wie sich besonders satte und / oder dunkle Farben gegenüber starker Aufhellung nach Weiss verhalten, ist in hiesigem Beispiel nicht gut zu sehen - diese Demo hol' ich also bald nach. Versprochen!

Und Achtung: Verwechseln Sie diesen vermeintlichen"Smudge-pinsel" nicht mit der Malmethode "Verwischen" (engl.: Smudge od. Smear = Schmieren), denn den oben und nachfolgenden Pinsel habe nur ich so benannt, weil er so ähnlich wirkt.


Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am So Sep 08, 2013 4:27 pm, insgesamt 3-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Tut-anch-amun I-III / Farbe vertreiben & Weichzeichnen

Beitragvon Artgenossa » So Aug 25, 2013 4:34 pm

Hier ist schon die nächste Verwisch-probe. Diesmal mit leuchtenderen Farben und mehr Weiss.

Verwischen mit Anlösemethode.png
Original (1500 x 1500 px) hier um 50% verkleinert


Wie schon erwähnt, sollte im wesentlichen mit einem Anlöse-wert von mindestens 90 gearbeitet werden (die Werte aller sonstigen Pinselparameter finden Sie weiter unten auch nochmal in diesem Beitrag ). Für das Verwischen von Bunttönen unter Bunttönen ist dieser Wert optimal (kann auch noch etwas höher sein), ermöglicht aber keine sehr hellen Pastellmischungen mehr mit Weiss. Unter Weiss angewendet wird alles nur Lichtgrau von gleichbleibendem Wert. Um also auch noch die hellsten Mischergebnisse nach "ganz Weiss" überlaufen lassen zu können, muß der Anlöse-wert um mindestens 40 oder 50 Einheiten runtergeregelt werden ( auf den Anlösewert von 30, 40 od. höchstens 50). Und nicht vergessen: Während des Verwischens mit diesem Pinsel immer mit der Farbe Weiss malen - das ist ein "Parameter" der sich ganz grundsätzlich nicht mit dem Pinsel abspeichern läßt, also immer noch extra ausgewählt werden muß (und gerade deshalb auch leicht vergessen werden kann).

Pinselart: Kreisförmig (spitzes Profil, weiches od. lineares Profil - optimal = spitzes Profil)
Methode: Deckend
Kategorie: struktur hart
Abstand: 10 bis 16 (optimal = 12)
Alle Parameter unter "Erweitert": ausschalten (also "keine")
Größe: nach Belieben
Deckkraft: 15 - 25
Körnung: (unter dieser Pinselart sowieso inaktiv)
Resaturierung (Resat): 100
Anlösung: 90 bis 100 (ganz wichtig!**)
Verwackeln: 0 bis 5
Farbe: Reinweiß (ganz wichtig!)


Ich finde, mit dieser Methode ist man auch schon der Aquarellmaltechnik verdammt nahe aufgerückt. Von hier an braucht es wohl nur noch ein paar wenige Tricks und etwas mehr Erfahrung mit den verschiedenen neuen Pinselblendtechniken (Pinsel Editor > Allgemein > Mischen: erst ab AW Plus v4.0 vorhanden!), und schon hätte man "Digitales Aquarell" in Artweaver.

Verschiedene Pinselblendtechniken.png
Verschiedene Pinselblendtechniken


Hier kann man noch ganz erheblichen Einfluß darauf nehmen, wie die Pinselei mit dem Untergrund zusammenwirkt. Diese neuen Möglichkeiten und Effekte sind allerdings so dermaßen verschieden und zahlreich, dass man sie allesamt nur schlecht in einem Forum per Malproben und Screenshots demonstrieren kann. Da ist einfach mal fleißiges Experimentieren angesagt, und das sollte jeder selbst machen.



Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am So Sep 01, 2013 1:35 am, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Tut-anch-amun I-III / Farbe vertreiben & Weichzeichnen

Beitragvon Artgenossa » So Sep 01, 2013 1:32 am

Hallo again,

mittlerweile habe ich ein Bildteil entwickelt, mit dem noch bessere Verwischergebnisse zu erzielen sind, als mit dem eben vorgestellten "Smudge-pinsel", dem ja vielmehr das "spitze Profil" der Pinselart "Kreisförmig" zugrundeliegt. Die Pinselparameter sind nahezu die gleichen, wie für den "Smudgepinsel" - nur die Pinselart lautet für diesen nicht "Kreisförmig" (spitzes Profil), sondern "Bildteil".

Das Bildteil ist nun allerdings eines, das Ihr nicht habt und deshalb erst von hier runterladen und in Euere Artweaver-anwendung importieren müsstet. Da das Bildteil im wesentlichen von der Art wie die der Vertreiberpinsel ist und insofern allerhöchste Farbtreue beim Mischen gewährleistet, kann die Anlösefunktion auf volle 100% hochgeregelt werden, und selbst für Mischungen hellster Pastelltöne (nach Reinweiss) beibehalten werden. Dass der Anlösewert touchour beibehalten werden kann - egal ob man sehr kräftige oder extrem blasse Farben vermischt - hat außerdem noch den besonderen Vorteil, dass die voreingestellte Vordergrundfarbe nicht mehr unbedingt nach Weiss umgestellt werden muß: Die vorgewählte Farbe des Pinsels ist beinahe völlig egal - fast ganz unabhängig davon bringt der Pinsel immer ganz astreine (saubere) Mischergebnisse aus den überstrichenen Farben, wodurch er sogar dem Pixel-airbrusch überlegen ist. (Pixel-airbrusch bringt auch unter den optimalsten Einstellungen immer noch eine geringfüge Fehlmischung mit sich, die besonders bei Mischungen nach Weiss deutlich werden, und auch davon abhängen, welche Vordergrundfarbe gewählt ist). Mit dem Pinsel sind ganz unglaublich weiche Vermischungen möglich (im Gegensatz zur Pinselart "Kreisförmig" sind keinerlei "Ripp-muster" zu sehen - dafür jedoch wieder eine feine "Körnung", die allerdings mit zunehmendem Vermischen mehr und mehr abnimmt und wieder verschwindet).

Nachstehende Abbildung zeigt euch das Bildteil im .png-format (Originalgröße), sodaß Ihr euch das auch rauskopieren und schon mal vorab ausprobieren könnt. Ich stell demnächst aber auch wieder eine .pbv-datei hier mit rein, die dasselbe Bilddteil mitsamt aller voreingestellten Pinselführungsvariablen (Parameter) beinhaltet. Der Ausschnitt einer Vergößerung (4-fach, bzw. 200%) folgt gleich im Anschluß an folgende Abbildung.

AW-Pinsel Pixelspray III Gr5-V.png
Das besagte Bildteil (PNG) in Originalgröße
AW-Pinsel Pixelspray III Gr5-V.png (26.98 KiB) 12612 mal betrachtet


AW-Pinsel Pixelspray III Gr5-V (vergrößert - 200%).png
Dasselbe Bildteil auf 200% vergrößert
AW-Pinsel Pixelspray III Gr5-V (vergrößert - 200%).png (14.42 KiB) 12606 mal betrachtet







Die zugehörigen (optimalen) Pinselführungsvariablen lauten:

Pinselart: Bildteil > Pixelspray III (das Namens-anhängsel "Gr5-V"; könnt Ihr eigentlich Löschen bzw. umbenennen)
Methode: Deckend
Kategorie: struktur hart
Abstand: 15 bis 18 (optimal = 16)
Alle Parameter unter "Erweitert": Grösse und Winkel = Zufall (alle anderen auf "Keine")
Größe: 150 (bzw. nach Belieben); minimale Grösse = 85 (%)
Deckkraft: 20
Körnung: 0
Resaturierung (Resat): 100
Anlösung: 100 (ganz wichtig!)
Verwackeln: 3 bis 5
Farbe: EGAL! (mit Weiss werden die Ergebnisse aber schon noch etwas sauberer!)

Da der Pinsel die Kategorie "struktur hart" verwendet, ist auch die Vorwahl der Papierstruktur im Auge zu behalten: Wenn entsprechend der Papierstruktur unerwünschte Musterungen auftreten oder der Pinsel kaum Wirkung zeigt, dann ist entweder eine zu lebhafte und / oder eine zu dunkle Papierstruktur vorgewählt. Und wundert Euch nicht darüber, dass sich aus Gelb und Rot kein vernünftiges Orange mischen läßt - das liegt nicht an AW oder dem Pinsel, sondern an den Grünanteilen im Gelb (im RGB-Raum ist Gelb = Grün + Rot). Wenn Ihr sauberers Orange hermischen wollt, müßt ihr als Grundlagen schon sauberes Magenta und Gelb verwenden. Leuchtendes Orange ist einfach sehr empfindlich gegen jede Ungenauigkeit bei der Wahl der Ausgangsfarben - fast genauso empfindlich wie Gelb oder Reinweiss!








Hier noch die versprochenen Packed Brush Variants für den Pinsel "Vertreiber L-03 Gr.150": (der Name "Pixelspray III" bezeichnet nur das Bildteil!)

Vertreiber L-03 Gr150.zip
Packed brush variants für den Vertreiber "L-03 Gr.150" (Bildteil Pixelspray III inklusive)
(38.72 KiB) 533-mal heruntergeladen



Einen Abstrich davon sehen Sie in nächster Abbildung: Deckkraft, Abstand und alle sonstigen Parameter wurden dafür beibehalten - nur die Anlösekraft habe ich für die Demonstration auf 0 runtergeregelt, weil der Pinsel ansonsten nur Weiss auf Weiss gemalt hätte. Außerdem habe ich die Größe variiert: Ganz oben in orig. Bildteilgröße (249 x 249 px), darunter um einiges kleiner, und ganz unten etwa in Pinselgröße 335 (px). Beachten Sie bitte, dass dieser Pinsel aufgrund seiner engen, kontrastreichen und pixelfeinen Körnung zur Bildung von Moire neigt, wenn er skaliert wird - zum Malen mit "aktueller" (Vordergund-) Farbe ist er daher nur bedingt geeignet. In der Pinselkategorie "weich" oder "struktur weich" vermalt er allerdings auch aktuelle Vordergrundfarben ganz einwandfrei (mit einer Ausnahme: Die Ergebnisse enden farblich katastrophal, wenn Sie auf der Hintergrundebene mit Ocker- oder Orangetönen andere Farben übermalen. Wenn Sie das tun möchten, müßten Sie zumindest in solchen Fällen in darüberliegender Ebene malen - nie Ocker und andere Farben auf gleicher Ebene).

Abstrich des Pinsels L-03.png
Abstrich des Pinsels L-03 - ohne Anlösefunktion / verschiedene Pinselgrößen







Liebe Grüße, Artgenossa
Zuletzt geändert von Artgenossa am So Sep 08, 2013 4:45 pm, insgesamt 7-mal geändert.

Benutzeravatar
Artgenossa
Beiträge: 184
Registriert: Fr Apr 06, 2012 9:33 pm
Wohnort: Schwabach (bei Nürnberg i. Bayern)
Kontaktdaten:

Re: Tut-anch-amun I-III / Farbe vertreiben & Weichzeichnen

Beitragvon Artgenossa » Di Sep 03, 2013 12:03 am

Hallo,

die versprochene Malprobe verwendet dieselbe Pinselei, die Sie schon aus dem unmittelbar vorangegangen Beitrag kennen. Zum besseren Vergleich habe ich die Überarbeitung gleich neben das Original gestellt. Ich habe die Farben also nicht nochmal ganz neu "verwischt", sondern lediglich das vorige Verwischergebnis mit dem Pinsel "Vertreiber L-03 Gr. 150" weitergeführt, damit sie sehen, wie er sich macht.

Verwischen mit Vertreiber L-03 (Vergleich).png
"Before & after"


Das neue Ergebnis (rechts) wirkt nun leider deutlich schmutziger - das liegt aber eben nicht am Pinsel, sondern daran, dass das vorige Ergebniss durch die weiterführende Verschmierung viel stärker verschmiert ist. Beurteilen Sie das neue Ergebniss also bitte nicht nach der Farbe oder dem "Colorit", sondern vielmehr nach der Struktur: Der L-03 verwischt schon erheblich weicher, und zwar sowohl in den starken Tönen, wie auch in den hellsten Pastelltönen und auf schneeweissem Grund (klicken Sie bitte auf das Bild, wenn Sie eine größere Ansicht näher betrachten wollen!)

Bei Erstellung diesen Vergleiches habe ich jedoch etwas getrickst: Das Original ist nur 750 x 750 Pixel groß - hätte ich da mit dem Vertreiber L-03 reingemalt, wäre ein sehr körniges Ergebniss entstanden, weil die Körnung des Pinsels für so kleine Bilder noch zu grob ist. Ich habe das Bild deshalb zuerst vergrößert (200%), und erst nach dem Verschmieren wieder auf Originalgröße verkleinert (allerdings auch deshalb, damit ich den Doppelpack hier leichter hochladen konnte). Bei größeren Bildern (ab 1500 x 1500 px) stellt die Körnung also überhaupt kein Problem mehr dar. Außerdem lassen sich derartige Pinsel in AWPlus v.4.0 auch schon in viel höherer Auflösung herstellen (max. Aufnahmegröße für Bildteile beträgt da nun 1000 x 1000 px! - zuvor nur 254 x 254 px) - damit dürfte dieses Problem endgültig gegessen sein und der Vergangenheit angehören ..., (... hab' ich jedoch noch nicht wirklich getestet - ich hab noch kein entsprechendes Bildteil, das so groß ist).



Liebe Grüße, Artgenossa


Zurück zu „Artweaver user materials“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast